Category "Privat"

Dinge aus meinem Privatleben

Vermurkste Blogposts

Wisst ihr, was mich nervt? Dass ich gerade ernsthafte Blogposts meist abbreche oder über Monate oder Jahre in den Entwürfen lasse und dann lösche. Es fällt mir schwer, wichtige Dinge in Worte zu fassen. Das hat ganz unterschiedliche Gründe. Entweder kann/will ich nicht ins Detail gehen, was den Eintrag dann recht unverständlich macht oder ich finde nicht die richtigen Worte, um auf den Punkt zu bringen, was mich eigentlich bewegt. Dann schwafle ich und rutsche von einem Thema ins nächste (sieht man ja oft in meinen Einträgen) und die Kernaussage geht flöten.
Also postet ich noch ein Musikvideo und hoffe, dass es beim nächsten Mal besser wird. Der Eintrag über den Feminismus beispielsweise lag über Jahre in meinen Entwürfen und ich habe immer mal wieder etwas daran hingeschraubt, bis ich endlich beschlossen habe, ihn jetzt doch zu veröffentlichen.

Dabei gibt es durchaus interessante Themen, über die ich was schreiben könnte. Aber von meinem Kopf auf “Papier” ist ein nicht ganz problemloser Weg und der Gedanke “Das interessiert eh niemanden” kommt halt auch noch dazu. Ich habe ja eine grobe Vorstellung, wer die 10 Leute sind, die hier mitlesen 😉 Naja, ich finde, ich habe mich dieses Jahr schon ziemlich gut entwickelt und werde einfach weiter machen 🙂

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Selbstbewusstsein

Ich hatte neulich einen Klassenabend, das bedeutet, alle Schüler meines Gesangslehrers kommen zusammen und tragen dir Stücke vor, die sie in dem letzten Monaten erarbeitet haben. Ganz klein und familiär. Das mache ich seit 4 Jahren und es ist jedesmal ein Desaster 🙁 . Ich kann meine Stücke, ich weiß, wie man singt, ich habe eine schöne Stimme, aber wenn ich den Mund aufmache, kommt da eine Mischung aus Frosch und Seehund raus. Meine Nerven flattern und ich kann nichts machen, als weiter zu singen, bis sich nach einer Seite alles beruhigt hat und endlich so klingt, wie es sollte/könnte.
Das macht mich absolut rasend, denn ich weiß, dass mir niemand dieser Menschen etwas tut, niemand lachen wird und alle gut verstehen, wie ich mich fühle und mir hinterher trotzdem aufrichtig gratulieren zu dem Fortschritt, den ich seit dem letzten Mal gemacht habe. Es gibt einfach keinen Grund, in diesem speziellen Rahmen dermaßen nervös zu sein.
Im Chor ist das was anderes. Da sitzen genug Frauen, die einen beneiden und lästern und darauf warten, dass ich einen Fehler mache. Deswegen verstehe ich, dass ich in diesem Rahmen unendlich nervös bin. Wohingegen ein “echtes” Publikum, also mehrere hundert Zuhörer, mich kalt lassen – die können mir nichts.

Jedenfalls kam von allen Seiten der Kommentar: Du kannst das doch, trau dir mehr zu, sei selbstbewusst!

Das hat mich ein bisschen zum Nachdenken gebracht. Denn ich selbst hätte das nicht mit fehlendem Selbstbewusstsein erklärt. Ja, ich bin schüchtern, aber ich weiß, was ich kann und dass ich gut vorbereitet bin und nicht die schlechteste Sängerin in der Gruppe. Ist das also wirklich mein Selbstbewusstsein, oder doch nur meine Schüchternheit? Und wie eng hängen Schüchternheit und Selbstbewusstsein zusammen?

Grundlegend habe ich ein gutes Bild von mir und denke, dass ich als Mensch vieles richtig mache und ziemlich in Ordnung bin. Ich habe durchaus Selbstzweifel in einigen Bereichen, bzw. weiß, dass ich mehr leisten könnte, wenn ich mich mehr anstrengen würde. Ich nehme mich nicht zu ernst und selbst wenn etwas schief geht (Stichwort: Frosch) kann ich gut damit umgehen und es endet nicht damit, dass ich heulend den Raum verlasse, sondern ich habe die Souveränität, zu sagen “ok, das war scheiße, jetzt machen wir das noch mal richtig!”

Ein alternatives Beispiel über flatternde Nerven war neulich im Büro, als ich einer ziemlich großen Truppe ein paar neue Features vorstellen sollte. Dafür saß ich alleine in meinem Büro und habe online die Funktionen gezeigt. Bis es anfing, war ich total entspannt, aber dann war ich wieder total nervös. Eigentlich sollte man meinen, dass ein Publikum, von dem man nichts sieht und hört, das beste Publikum überhaupt ist, aber so ohne jegliches Feedback kann man sich auch an nichts festhalten und sich nicht beruhigen, weil man sieht, dass die Leute verstehen, was man sagt oder nett nicken oder so. Das war strange. Naja, das werde ich in Zukunft jedenfalls häufiger machen, das wird also geübt.

Meine größte Unsicherheit liegt im zwischenmenschlichen Bereich. Als extrem introvertierter Mensch, bin ich zwar sehr, sehr zurückhaltend, aber trage mein Herz auf der Zunge und bin auch sehr ehrlich. Und wenn jemand etwas in mir anspricht, reagiere ich sehr schnell darauf und möchte diesen Menschen festhalten, denn das passiert sehr, sehr selten. (alle paar Jahre mal) Damit verunsichere ich andere sehr schnell, die wahrscheinlich schon ein Bild der overly attached girlfriend* vor Augen haben, obwohl ich eigentlich nur nett sein möchte 😉 Da bleibt dann nur Geduld und Ruhe, um sich kennen zu lernen und zu verstehen, was da, außer einem großen Haufen Chemie, wirklich ist.

Und warum ist es so ungewöhnlich, sich Dinge zu merken, die einem jemand erzählt hat? Immer wieder gerate ich entweder in die Situation, dass jemand völlig vergessen hat, dass wir ein Thema schon mal besprochen haben und grundlegende Dinge nochmal nachfragt, oder dass sie total verwundert sind, dass ich mir eben Sachen gemerkt habe, die sie mir irgendwann mal erzählt haben. Entweder interessiert es sie offenbar also nicht, was ich erzähle, bzw. ich bin nicht relevant genug, als dass man sie sich merken müsste, oder sie reden mit so vielen Menschen, dass sie es nicht schaffen, sich Informationen zu merken… Wie auch immer, jedenfalls steh ich dann am Ende als halber Stalker da, weil ich zuhöre und mir die Sachen merke, die mir erzählt werden.

Ich stehe oft vor dem Dilemma, ob ich mich bei jemandem melde, oder jemanden anspreche, oder jemanden auch nur bei Facebook/Twitter/Spotify/Instagram adde (was für Frauen übrigens genauso gilt, nicht nur für Männer), weil ich befürchte, zu aufdringlich zu sein. Das ist wieder eine Frage der Schüchternheit und irgendwie bestimmt auch des Selbstbewusstseins. Ich habe seit Monaten eine Mail in den Entwürfen, in der ich jemanden gerne auf einen Kaffee treffen würde, um ihn näher kennen zu lernen. Ich krame sie immer wieder raus, aber schicke sie nie ab. Ich wurde von einer meiner besten Freundin vor ein paar Jahren mal genau so “angesprochen” und alles lief super, aber irgendwas hält mich davon ab. Wahrscheinlich würde es positiv verlaufen und selbst wenn nicht, dann wird mich das auch keine schlaflosen Nächte kosten, also sollte mir das echt egal sein. Aber nein, da bin ich total gehemmt.

Aber besser schüchtern, als zynisch und sarkastisch oder totale Resignation. Aber so hat jeder seine [Abwehr-]Mechanismen und es kommt in Endeffekt nur darauf an, dass irgendwer sich die Mühe macht und sich die Zeit nimmt, um einen kennen zu lernen und zu beweisen, dass nicht alle Menschen da draußen Arschlöcher sind, sondern es auch ehrliche Menschen gibt, die sich wirklich für einen interessieren und einen gerne haben. Denn irgendwie gibt es davon viel zu wenige.

Und wie immer ein Mix aus losen Gedanken, die alle ineinander führen, aber gar nicht zwingend mit dem Thema zu tun haben. Aber so ist das eben. Fängt man erstmal an mit Schreiben, kommt da immer mehr zusammen.


Overly Attached Girlfriend

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Sprechen

Mein großer Traum war es immer etwas mit meiner Stimme zu machen. Gar nicht mal so dringend singen, aber sowas wie Synchronsprechen, Stimme aus dem Off, Dokumentationen, Hörbücher, irgendsowas. Wenn meine Stimme richtig sitzt, klingt die echt gut. Normal sitzt sie meist nicht richtig und ich spreche viel zu leise, aber da kann man mit ein paar Übungen schnell nachhelfen.

Und jetzt verrate ich euch eines meiner Psycho-Geheimnisse: Ich rede total viel, wenn ich alleine bin. In Gesellschaft bin ich eher die ruhige, außer, man hat ein Thema erwischt, was mich begeistert 😉
Aber ich rede wenn ich alleine bin. Und zwar so, als stünde jemand neben mir und würde mich über mein Leben ausfragen. ich erzähle einfach von meinem Leben, meinen Gedanken, meinen Erlebnissen, meine Meinung zu aktuellen Themen oder sowas. Vom Stil ganz ähnlich wie hier im Blog. Jemanden mit meinen Gedanken zuquatschen – auch wenn eigentlich niemand zuhört 😉 Keine Ahnung, was das über mich aussagt, außer, dass ich vielleicht ein bisschen narzisstisch bin – oder nicht genug Menschen zum Reden habe 😉 Sollte jemand dazu ne Meinung haben, her damit.
Ich spreche nicht mich an, im Sinne von “das hast du ja wieder toll gemacht” oder “du solltest echt mal was tun”. Keine Selbstgespräche, keine kleine Stimme im Kopf, keine innere Göttin, die mich kritisiert, oder auffordert, Dinge zu tun, Kein Engel/Teufel auf meiner Schulter. Nur ein unsichtbarer und stummer Journalist/Biograph neben mir.

Aber das ist auch ein Grund, warum ich diesen Blog bis heute nicht aufgegeben habe, obwohl er nie viele Leser hatte und ich nur ab und zu Feedback bekomme (danke @HeikeCaro und @StadtkindFFM <3 ) Ich habe einfach den Drang, meine Gedanken in irgendeiner Form zu verteilen. Ganz eigenartig. Ich glaube, dass ein Grund dafür ist, dass ich mich selbst gerne analysiere und herausfinde, wie ich so bin. Und das geht halt am Besten, wenn man seine Gedanken in Worte fassen muss, um sie sinnvoll zu formulieren. Ich stecke andere Leute zwar nicht in Schubladen, aber mich selbst habe ich ziemlich gut "kartographiert". Ich möchte gerne verstehen, warum ich wie ticke und wo gewisse Skurrilitäten in meinem Leben herkommen. Jedenfalls habe ich sogar schon über ein VLog oder so nachgedacht, aber bin dann doch ehrlich/realistisch genug, einzusehen, dass ich dafür nicht den geeigneten Output generiere und noch einen nichtssagenden, langweiligen blabla-VLog braucht die Welt nun wirklich nicht. Aber es würde halt genau diesem Drang nach sprechen und Dinge aus meinem Leben/interessante Themen erzählen vereinen und mir bestimmt Spaß machen... Video ist dabei nicht mal wichtig, aber nur Audio ist halt noch uninteressanter, wenn man nicht währenddessen irgendwas zu zeigen hat.

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Größe

Ich bin klein. Um genau zu sein: 1,55m etwa. Das ist ziemlich klein. So etwa 12-jährige klein.

Aber das ist ok. Ich hab damit nie emotionale Schwierigkeiten gehabt. Klar, manchmal gibt es technische Probleme, wenn man irgendwo ans oberste Supermarktregal möchte, oder der tolle neue Laptop zwar Touchscreen hat, aber dafür zu weit weg steht, aber das wars auch schon. Ich kenne alle dummen Kommentare dazu und nehme es den wenigsten übel, wenn sie einen Spruch bringen. Außer, er kommt, weil ihnen die sinnvollen Argumente ausgegangen sind und sie mir einen reinwürgen wollen.

Daraus resultieren interessante Dinge mit anderen Menschen. Ein Beispiel: Leute, die mich bei Instagram sehen, kommentieren durchaus mal mit “beautiful” *hach*, während niemand auf die Idee kommt, mich in echt so zu beschreiben. Im real life ist das meistgenutzte Adjektiv: “niedlich/süß” und das liegt einfach an der Größe. Kann ich wunderbar mit leben, aber ist einfach interessant zu beobachten.

Der einzige Moment, wo es manchmal blöd wird, ist, wenn ich mit einer Gruppe großer Menschen unterwegs bin, denn wenn die sich unterhalten, dann bin ich wortwörtlich ein Level unter ihnen, denn wenn sie sich ins Gesicht schauen, bin ich nicht mal mehr im Augenwinkel vorhanden. Dadurch ergibt sich manchmal das Gefühl, als wäre ich auch nicht ein Teil des Gesprächs, sondern ein Teenager, der awkward in einer Runde Erwachsener steht und nicht weiß, was er machen soll. Ich bin nicht ganz sicher, ob das Gefühl nur von mir aus geht, oder ob auch die “Großen” in so einer Runde das Gefühl haben, dass ich nicht nur die “kleine”, sondern dadurch auch irgendwie die “junge” bin. Oft sind sie dann ja tatsächlich auch noch deutlich älter als ich.

Aber in 99% der Zeit bin ich völlig glücklich und zufrieden mit meiner Größe. Trotz einiger technischer Schwierigkeiten.

Da sehe ich ganz andere Beispiele. Gut, wenn ein Mann meine Größe hat, hat er ernsthaft die Arschkarte gezogen. Wo man als Frau noch niedlich ist, ist man als Mann schon fast lächerlich. Selbst ich würde immer eher zu Männern jenseits der 1,65 schauen und der Mann in einem meiner Seminare, der wahrscheinlich nicht mal die 1,60 erreichte und deswegen immer dicke Profilsohlen trug, tat mir schon ein bisschen Leid.

Andersrum geht es aber auch. Eine gute Chorbekannte ist gut 1,80, was als Frau schon ziemlich groß ist. Normal fällt das nun nicht so auf, da es genug Menschen in ihrer Umgebung gibt, die vergleichbar groß sind, aber hin und wieder stehen wir nebeneinander und das macht sie wirklich unglücklich. Wir singen sehr gut zusammen, aber dafür steht sie dann auch mal barfuß im kalten Dom, weil sie Schuhe mit 3cm Absatz anhatte und ich ausnahmsweise mal ganz flache Schuhe. Sie fühlt sich total unwohl so als Leuchtturm, wohingegen mir das absolut egal ist, wie groß die Leute um mich rum sind – sind ja eh alle größer.

Aber nun trage ich immer 6-8cm Absätze, wenn ich weiß, dass wir zusammen stehen, dann geht es auch.

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Grübeln

Ich bin generell zum Glück keine Grüblerin, aber alle Jubeljahre erwischt es mich mal. Diesmal hat mich der Abend mit einem sehr netten Herrn mit Schwung in dieses Loch katapultiert. Er hat unbewusst einige Dinge getriggert, die tief in mir vergraben sind und schon seit Jahren nicht mehr raus kamen. Der Vorteil an tief vergrabenen Dingen ist, dass sie einem egal sind und man sich keinen Kopf darum macht.

Worum geht es denn ganz konkret? Um gesunde Freundschaften, um das Gefühl, ohne Hintergedanken gemocht und einfach mal festgehalten zu werden.

Mit dieser pauschalen Aussage tue ich jetzt einer guten Freundin Unrecht, die mir das nämlich auch alles gibt und was ich auch sehr zu schätzen weiß, aber irgendwie sind die Umstände da anders, sodass mich das nie so erwischt hat. Also, fühl dich keinesfalls von den nächsten Absätzen angesprochen! :-*

Ich habe nicht viele gute Freundschaften und tue mich sehr schwer damit, neue Leute kennen zu lernen. Die Freunde, die ich habe, sind alle schon ewig in meinem Leben, was auch der Grund ist, warum ich den Kontakt niemals abbrechen würde, obwohl diese Freundschaften nicht gesund sind.

Was bedeutet nicht gesund? Dafür gibt es zwei Antworten:

  1. Ein Freund, der den anderen langsam zerstört und emotional erpresst, missbraucht und benutzt. Ich hatte solche Freunde, glücklicherweise sind sie inzwischen tot. Ja, klingt böse, aber war für alle Beteiligten der einzige Ausweg.
  2. Eine Freundschaft, die nicht auf Gleichheit basiert. Eine Person ist von der anderen abhängig (in welcher Form auch immer, bspw finanziell) und es besteht ein dauerhaftes Ungleichgewicht, Schuldgefühle und ähnliches. Das ist zwar nicht ungesund für mich, aber für die Freundschaft als solche.

Dieser Abend hat mich daran erinnert, dass es Menschen gibt, die einen einfach mal in den Arm nehmen, feste drücken, einen auf die Haare küssen und sagen “alles gut, Hasenkind, das kriegen wir hin” (nein, hat er nicht gesagt, dass ist ein Spruch eines Kollegen von vor 16 Jahren).

Nicht, dass meine Freunde sowas nicht tun oder sagen würden, natürlich unterstützen sie mich auch und sagen nette Dinge, wie das, aber da ist eine andere Dynamik dahinter. Schwer zu erklären, aber es war einfach schön, mit jemandem so ganz unvoreingenommen und unbelastet den Abend zu verbringen, ohne drüber nachdenken zu müssen, was man sagt oder tut, sondern einfach nur Spaß haben.

Und es erinnerte daran, dass es eine gewisse körperliche Nähe gibt, die mir fehlt. Das hat nichts mit Sex zu tun, das hat nichts mit Liebe/Beziehung zu tun, sondern mit Vertrauen, Chemie und Nähe. Entweder ich sitze mit Leuten einfach so rum und unterhalte mich, aber habe keinen Körperkontakt, oder ich habe Sex mit jemandem, den interessiert es dann aber nicht, einfach nur Zeit mit mir zu verbringen und etwas normales zu tun, denn dafür hat er ja seine Freunde. Das ist beides auf seine Art ok und ich möchte nicht mit jedem knuddeln, mit dem ich mal was Essen gehe. Nicht, dass jetzt jemand auf komische Gedanken kommt 😉

Aber für diesen einen Abend war da jemand, der keine Berührungsängste hatte, aber auch einfach nur an den Dingen meines Lebens interessiert war und Fragen gestellt hat, was ich denke und will. Das war sehr schön, aber hat mich eben auch in diese Grübelei gestürzt.

Keine Ahnung, ob wir Freunde werden können. Sowas lässt sich ja nicht planen. Und im Moment kann ich froh sein, wenn er nicht wegläuft, weil ich zu verzweifelt rüber komme 😉 Ich hoffe, dass der Kontakt erhalten bleibt, aber wir werden sehen.

Und in ein, zwei Wochen bin ich aus diesem Loch hoffentlich auch wieder raus und wieder glücklich und zufrieden mit meinem Leben – egal, wie es weiter läuft. Denn zum Glück bin ich eigentlich keine Grüblerin und happy mit mir selber und meinem Leben.

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Neues Rad :)

Nur eine Woche hat es gedauert, bis ich mein neues Rad in der Hand halten konnte. Das war mal ne fixe Bearbeitung. Und ich muss zugeben, ich fühle mich mit dem neuen Rad sogar ein bisschen wohler. Das liegt nicht nur daran, dass es Pink ist, aber es ist auch nicht ganz so groß. Wenn ich auf dem alten drauf saß, ging es ja, aber wenn ich es mal geschoben habe, stellte sich unweigerlich die Frage “Wo will denn das große Fahrrad mit der kleinen Frau hin?!”. Es war hoch, es war überall dick und massiv und es war einfach groß. Das neue kommt einem dagegen erstmal ziemlich mickrig vor, aber ist auch ganz prima.

Ich hatte eine Versicherung (Wertgarantie) die direkt über den Fahrradhändler läuft und da bekomme ich halt kein Geld ausgezahlt, aber kann es direkt (und wie gesehen auch sehr schnell) in ein neues Rad + Zubehör investieren. Das finde ich gut, denn ich will ja auch nicht das Geld, was vielleicht eh erstmal in andere Dinge fließen würde, sondern ein neues Rad, also ist das perfekt.

Wie bei jeder Versicherung ist es natürlich Glückssache. Hat man 10 Jahre gezahlt, ohne dass was war, ist man über 700€ los, von denen man nichts hat, aber wenn es einem geht, wie mir, dann bekommt man ein neues Fahrrad für 36,- Euro.

Naja, auf jeden Fall bin ich happy und dass das neue Rad mir gehört ist kaum zu übersehen 😉

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Beziehungsgespräche mit Teenagern

Dieser Post wird jetzt mal ein bisschen intimer, aber ich muss es einfach schreiben, denn das Gespräch war zu schön.

Die Grundlage des ganzen war, dass ich mich mit jemandem über “was suchst du denn?” unterhalten hatte und als Ergebnis daraus im Internet schrieb: “wenn ich wüsste, was ich will, wäre mein Sex-/Liebesleben deutlich einfacher”

Darauf kamen natürlich jede Menge dummer Kommentare, die ich erwartet hatte und ignorierte. Aber es kam auch ein junger Mann, der mir seinen 19 jährigen Freund andrehen wollte.

Nach meinem Lachanfall (ich bin 36) fragte ich ihn, wie er denn auf die Idee käme und seine Antwort war ehrlich und direkt: “Du wolltest mal was anderes und damit kann ich dir guten und ihm schlechten Sex vermitteln.”

Das fand ich nun doch ein bisschen frech, da ich ja nun nicht behauptet hatte, dass ICH schlecht im Bett sei – bisher hatte sich da noch niemand beschwert (falls ihr das nachholen wollt, wäre es nett, wenn ihr das nicht in den öffentlichen Kommentaren tätet *g*).

Als nächstes gab er mir noch einen guten Rat: “Du hast deine besten Jahre ja auch bald hinter dir und findest nichts geiles mehr. Du solltest dir echt schnell noch nen guten Kerl schnappen.” Ähm ja… danke.

Aber das Thema war ja gar nicht, dass ich immer nur schlechten Sex hatte und irgendeinen tollen Superstecher im Bett brauche, sondern dass da irgendwas fehlt, ich aber nicht benennen kann, was es ist.

Als ich ihm das dann endlich begreiflich gemacht hatte, war der nächste Kommentar: “Ach so, du bist eine, die es hart braucht? Nee, lass mal, das tut einfach nur weh.”

WTF?! Der Einwand, dass ja vielleicht auch die diejenige sein könnte, die wehtut, erntete dann folgendes: “Ne Freundin hat das mal mit mir gemacht, das tut einfach nur scheiße weh. Das hat doch nichts mit Liebe und Leidenschaft zu tun!”

Ein echter Kenner… auf meinen Kommentar, dass es ja nun auch noch Zwischenstufen zwischen Vanilla und S/M gibt, war er ganz erstaunt und meinte, dass er ja selber total schlecht im Bett sei und ich ihm ja gerne auch mal ein paar Tipps geben könnte.

Mit einem Kopfschütteln habe ich mich dann ins Bett verabschiedet und hoffe, er meldet sich heute nicht wieder 😉

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[Musik] Namika – Lieblingsmensch

Das Lied ist eigentlich gar nicht schlecht, aber er macht mich ein bisschen traurig, denn ich war mal ein Lieblingsmensch, aber bin es nicht mehr. Und ich rede hier nicht von einer Beziehung. Es gibt eine Person, an die ich sofort denke, wenn ich das Lied höre, aber ich weiß, dass sie dabei nicht (mehr) an mich denkt.

Versteht mich nicht falsch, ich gönne ihr den neuen Lieblingsmenschen von ganzem Herzen und zwischen uns ist alles gut, aber halt nicht mehr so wie früher.

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Neue Katze: Hugo

Wer mir auf Instagram folgt, weiß, dass das Thema nicht mehr ganz frisch ist, aber ich wollte doch noch mal drüber schreiben.

Letzten Oktober ging es meinem alten (im Sinne von am längsten bei mir, wobei er auch schon 15 war) Kater deutlich schlechter und er baute immer mehr ab. Der Arzt machte einige Tests und so richtig klar war nicht, woher es kommt. Die Schilddrüsenfehlfunktion war im Griff, aber vermutlich lag es am Herzen. Kurz zur Erklärung: Wenn eine Schilddrüsenerkrankung vorliegt und nicht behandelt wird, greift das den ganzen Körper an und vor allem das Herz wird sehr in Mitleidenschaft gezogen, da es bis zur Diagnose auf Highspeed pumpt. Das regelt sich alles, wenn die Medikamente stimmen, aber je älter das Tier wird, desto größer wird die Chance, dass die Nachwirkungen deutlich werden und es Herzprobleme gibt. Das war sicher auch der Fall, aber zusätzlich hatte sich ein Tumor in seinem Hals gebildet, der ihm das Essen immer mehr erschwerte und ihn so nach und nach quasi verhungern ließ.

Als er dann Blut im Speichel hatte, sind wir zur Klinik und es war eigentlich schon fast klar, dass da nichts mehr zu machen war. Das war unendlich schwer für mich, denn 1. war er seit 15 Jahren bei mir und einfach schon immer da und zweitens war er, im Gegensatz zu den anderen Katzen, die ich in den letzten Jahren so zum Letzten Tierarztbesuch begleitet hatte, noch total fit. Er hatte noch nicht aufgegeben, er wollte fressen, er wollte spielen, er wollte kuscheln. Alle anderen waren halt einfach ziemlich zurückgezogen und apathisch geworden, sodass es zwar trotzdem traurig war, aber ganz offensichtlich, dass das Tier schon so ziemlich abgeschlossen hatte.

Wenn man die Bilder aus der Klinik sieht, kann man gut erkennen, dass er keineswegs auf Abschied eingestellt war, sondern noch ganz wach und fit. das war wirklich, wirklich schrecklich!

Tiger.jpg

Ich habe ihn mitgenommen und er liegt jetzt bei mir im Garten und manchmal rede ich noch mit ihm… ich vermisse ihn schrecklich! Der Eintrag hat mich jetzt auch erstmal mein ganzes MakeUp gekostet…

2 Monate später habe ich mich dann mal in den Tierheimen der Gegend umgehört und in 3 Heimen gab es genau einen (1) Kater, der auf die Ansprüche (Im Haus, Zweitkatze, mindestens 10) passte. Aber genau dieser eine Kater passte dann auch. Er hat sich gleich mit mir angefreundet und auch mit dem anderen Kater läuft es harmonischer, als es vorher jemals war. Sie liegen nun nicht aneinandergekuschelt irgendwo rum wie man das von all den süßen Katzenbildern so sieht, aber sie verstehen sich und vor allem muss niemand alleine sein, wenn ich mal wieder viel zu viel Chortermine habe.

Hugo hat zwar auch einen Herzfehler, aber mit einer kleinen Tablette am Tag ist das alles im Griff. Könnt ihr euch vorstellen, dass seine alte Familie ihn hatte einschläfern lassen wollen, als das mit dem Herzen bekannt wurde?! Einen sonst total gesunden und vitalen Kater, für dessen Medikamente man im Jahr etwa 150,- an Tabletten zahlen muss. Da hat sich der Tierarzt quer gestellt und er war jetzt seit August im Heim. Und seit Ende Dezember hat er auch wieder ein Zuhause und ich denke, es geht ihm ganz gut hier 🙂

Unser neuer Mitbewohner?

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[Musik] Philipp Dittberner & Marv – Wolke 4

Wieder mal ein schöner Tweet, der gut trifft, was ich denke.

Ich weiß, dass der Song nicht so gemeint ist, aber als ich ihn die ersten Male hörte, hatte ich schon auch das Gefühl, dass für mich da was nicht passt und dann stolperte ich über diesen Tweet und dachte “jepp, genau das!”

Und das trifft bei mir einen etwas wunden Punkt, denn mir wurde sowas quasi mal ins Gesicht gesagt. Etwas anders formuliert, aber ja, das war es, was er meinte und das möchte echt niemand hören.

Sonst hab ich nichts gegen das Lied, gibt schlimmeres da draußen 😉

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