Feb 27 2011

Auftrag: Neue Katze II.

So, endlich gibt es eine Fortsetzung von Teil 1.
Gestern war ich dann endlich im Tierheim – fast schon wieder vergebens. Zwar haben sie 400 Katzen, aber nur ~3 waren explizit als Zweitkatze im Angebot. Der Rest war entweder selber schon mit Partner, oder hätte halt auf Verdacht als Zweittier mitgenommen werden müssen.

Zwei der drei waren dann auch noch extrem scheu, sodass es eher schwierig geworden wäre, aber nummer drei, ein aufgeweckter junger Kater, machte dann doch einen guten Eindruck und wurde mitgenommen :)

Der Gute ist ~3,5 Jahre alt, hat bisher keinen (bekannten) Namen und lebt seit gestern in meinem Kleiderschrank. Deswegen gibt es auch noch kein Bild. Er ist obenrum Silber-Blau-Grau und unten weiß. Die Pflegerin hatte mich schon vorgewarnt, dass er, als er ins Heim kam, auch erstmal eine Woche lang nicht ansprechbar war, dann aber zu einem fröhlichen Schmuser wurde. Also hab ich noch gute Hoffnungen.

Tiger hat sich inzwischen von “verstecken” über “ignorieren” zu “anfauchen, wenn man dran vorbei geht” entweickelt. Endlich mal jemand, dem er vorspielen kann, er wär der Herr im Haus. ;)

Die Namensideen schwanken momentan zwischen Amadeus, Kopernikus, Shakespeare und Sheldon ;) Der Vorschlag “Schrankwart”, in Bezug auf sein momentanes Zuhause, habe ich abgelehnt, also kommt mir nicht damit.

Also, Bilder und einen hoffentlich positiven Bericht gibt es dann in Teil 3.


Feb 17 2011

Trampolin

Ich hab mir einen Kindheitstraum erfüllt und mir ein Trampolin gekauft :) Halt so ein kleines mit ~1m Sprungfläche, was man unterm Bett parken kann, aber ein Trampolin!!1!EINSELF!
Da meine Ernährungsumstellung soweit ganz gut geklappt hat, fehlte jetzt noch der Bewegungsteil bei der ganzen Aktion. Rad muss noch frühlingsfit gemacht werden, damit ich wieder zur Arbeit fahren kann und jetzt eben das Trampolin. Ich bin tatsächlich nach wie vor motiviert und hab mich ganz gut eingefunden. :) Aber ich hasse es, so viel trinken zu müssen! Ich war schon immer ein notorischer zu-wenig-Trinker und hab an vielen Tagen nicht mal einen Liter geschafft. Jetzt gebe ich mir Mühe, um wenigstens 2 Liter zu schaffen, aber das fällt mir echt schwer. Mal abgesehen davon, dass ich dann ständig aufs Klo rennen muss *nerv* bekomm ich schlicht irgendwann zu viel von all dem Wasser.

Ansonsten nichts neues. in ca. 1,5 Wochen wird endlich Schritt 2 des Auftrags “Neue Katze” gestartet, diesmal hoffentlich mit Erfolg. Lilly, meine Traumkandidatin, scheint leider schon vermittelt zu sein, aber gibt ja noch genug andere.

Nächste Woche erstmal Urlaub – oder nennen wir es mal Bürofreie Zeit ;) Mo-Mi kommt meine Tante zu Besuch und Fr-So mein Papa und meine kleine Schwester. Ich hab die alle ganz doll lieb, aber die wollen halt versorgt und bespaßt werden. Mal schauen, was sich da so anbietet. Focke Museum vielleicht, natürlich die Standardtour durch Innenstadt und Schnoor. Überseemuseum soll ja momentan nicht so der Knüller sein… wir finden schon was.


Jan 24 2011

Auftrag: Neue Katze I.

So, ich hatte ja beschlossen, erst mal zu schauen, wie Tiger sich so alleine macht und anfangs schien es auch, als würde er ganz gut damit klar kommen, aber so langsam zeigt er immer wieder Anzeichen von Einsamkeit und so habe ich beschlossen, ihm wieder Gesellschaft zu besorgen.

Also hatte ich am Donnerstag im Tierheim Bremen angerufen, was ich mitbringen muss, habe aber wohl vergessen zu erwähnen, dass ich schon eine Katze habe. Denn als wir dann am Freitag dort waren, hieß es, ohne gültigen Impfausweis geht gar nichts. Die Tiere dort sind alle geimpft, tragen aber im Fell durchaus alle möglichen Erreger und so könnten die Katzen zu Hause trotzdem angesteckt werden. Naja, damit konnte ich tatsächlich nicht dienen. Mein Tierarzt hatte mich nie drauf hingewisen, dass das mal gemacht werden sollte und da die Katzen ja nicht raus oder in Kontakt mit anderen Tieren kamen, erschien es mir nicht so wichtig. Tja, offenbar doch.
Trotzdem durfte ich meine Wunschkandidatin Lilly schonmal anschauen und wir haben uns direkt gut verstanden. Jetzt muss ich nur noch hoffen, dass sie in ~3 Wochen auch noch da ist, denn so lang braucht es, bis die Impfung durch ist. Aber selbst wenn, im Tierheim warten an die 400 Katzen auf ein neues Zuhause, da finde ich auf jeden Fall eine, die bei uns hoffentlich glücklich wird.

Also heute Nachmittag mit Tiger zum impfen und in ein paar Wochen nochmal hin. Am liebsten hätte ich sie ja alle mitgenommen. *seufz* Schon traurig, sie da alle in ihren Käfigen zu sehen, auch wenn ich das Gefühl habe, dass sie da in guten Händen sind und sich gut um sie gekümmert wird.


Jan 4 2011

2010

Und wieder ein neues Jahr. Wie relativ Zeit doch ist… manche Dinge kommen einem so lang vor und am nächsten Tag doch wieder so kurz.

Dieses vergangene Jahr war anders.

Klingt komisch, ist aber so, denn normalerweise sage ich bei Treffen mit Leuten, die ich höchstens einmal im Jahr sehe: ach, alles wie immer, es ist nichts passiert.

Bei mir passiert einfach auch nichts. Ich habe einen Job, Katzen, bin Single und hasse es, weg zu gehen, also was sollte denn passieren? Nicht, dass mich das stört, ich mag mein Leben :)

Aber dieses Jahr war anders.

Gleich 2 Freunde waren Ende letzten Jahres bei mir ins Haus gezogen, was tatsächlich anstrengend ist. Natürlich auch sehr schön, denn wann immer man sich nach Gesellschaft sehnt, etwas zu Essen abstauben, Kuchen teilen will, ist jemand da ;) Aber es ist eben auch immer jemand da und die wollen ja auch Gesellschaft oder Hilfe oder so und dann muss man als Alteingesessener ja alles tun, um zu helfen. Natürlich mache ich das, aber ich sage, dass es anstrengend ist und dazu stehe ich auch.

Im April haben wir dann meine kleine Schwester in London besucht, ich hatte zwei Firmenreisen nach Sevilla und Camebridge und dann das große Unglück des Todes meines kleinen Katers im November…

Noch immer spiele ich mit dem Gedanken, ins Tierheim zu gehen und einen neuen Gefährten für meinen Großen zu besorgen. Er hat sich zwar langsam daran gewöhnt, allein zu sein, aber begeistert ist er nicht, wenn ich so oft lange weg bin. Hat einer Erfahrungen? Speziell in Bremen?

Im Sommer habe ich endlich wieder begonnen, im Chor zu singen. Dazu muss man sagen, dass ich schon mit 6 in einen Mädchenchor kam und über die Jahre noch der ein oder andere Chor dazu kamen, bis ich 18 war. Ich war damals richitg gut und habe oft solo gesungen *nostalgisch werd*
Naja, aber dann kam der Umzug, neue Schule, Jobs, Ausbildung… und schwupps sind 12 Jahre vergangen, in denen ich keinen Ton gesungen habe. Leider klang ich auch so. :(
Inzwischen hat sich das wieder gebessert und es macht viel Spaß. Allerdings werde ich jetzt immer püktlich zu den Konzerten krank – ich wittere einen Zusammenhang *hmpf*

Wie man sieht, ist auch ein “aufregendes” Jahr bei mir herzlich ereignislos *grinst*

Also zum Schluss noch meine guten Vorsätze für 2011, denn auch wenn man sie meist eh nicht richtig einhält, so kann man es ja wenigstens mal versuchen.

  1. abnehmen – blödes Thema, aber ich bin halt auch schon deutlich jenseits der gesunden Rundungen und muss was tun. Ist ja auch nicht gesund. Also, 32Kg sind für das Jahr geplant, mal sehen, was draus wird. Hier im Blog werde ich es wahrscheinlich nicht weiter ausbreiten.
  2. Endlich mal wieder das volle Ärzteprogramm, was ich immer verschlafe… kann doch auch nichts dafür, dass ein Jahr so schnell rum ist. Bei meiner starken Kurzsichtigkeit müsste ich mindestens einmal pro Jahr zum Arzt (ist knapp 3 Jahre her), Zahnarzt ist auch schon ewig her und so weiter und so fort.
  3. Führerschein. Ja, ich bin 30 31 und besitze sowas bisher noch nicht. “Kein Geld, zu faul, eigentlich auch nicht wirklich dringend nötig” waren bisher die Ausreden und falls ihr euch erinnert, hatte ich letztes Jahr auch drüber geschrieben, dass ich es mir auch gar nicht so recht vorstellen kann, also mal sehen. man soll ja eigentlich am besten im Winter lernen, also jetzt, oder Ende des Jahres…

Also, packen wir es an und starten in ein hoffentlich erfolgreiches und gesundes neues Jahr 2011!


Nov 14 2010

Merlin

Volkstrauertag Ja, so heißt dieser Sonntag zu Recht, denn ich habe einen meiner besten Freunde verloren, in nur 12 Stunden wechselte das Leben von “alles prima” zu “er hat es hinter sich”. 12 Stunden und ich kann immernoch nicht aufhören, um meinen Kater Merlin zu weinen.

Gestern Abend um 10 war noch alles in Ordnung und er hat meine Schwester fröhlich begrüßt. Um 11 ging ich raus, weil ich komische Geräusche hörte, aber nur erwartete, einen Kater kotzen zu sehen, aber es war weit mehr als das: ein Kater, der sich übergab und ganz offensichtlich in einer Sekunde die Kontrolle über seine Hinterläufe verloren hatte und kurz darauf den Versuch, aufzustehen, aufgab und apathisch liegen blieb.

So schnell ich konnte, packte ich das arme Tier ein und fuhr zur Tierklinik, die glücklicherweise nicht so weit weg von uns ist; mich im Taxi an seine Wimmerlaute haltend, weil er dann wenigstens noch lebt. Als wir ankamen, übergab er sich und wurde trotz vollen Wartezimmers gleich rein geholt. Diagnose: Herzfehler, Atembeschwerden, Wasser in der Lunge, ein Thrombus, der die Vene zu den Hinterläufen versperrt. Er bekam Schmerzmittel, entwässernde Medikamente und wurde in eine Sauerstoffbox gelegt und wir mussten wieder raus, um abzuwarten, bis wir dran sind.

Eine gute Stunde später dann das Gespräch. Das Wasser könne man wahrscheinlich aus der Lunge bekommen, aber der Thrombus müsse aufgelöst oder operiert werden und während das erste nur geringe Erfolgsaussichten habe, wäre das zweite mit großer Wahrscheinlichkeit tödlich.

Aus zwei Gründen entschied ich mich dafür, bis zum nächsten Morgen zu warten: 1. Hoffnung. Hoffnung, dass ein Wunder geschieht und alles wieder gut wird. 2. Den Kater hatte ich damals mit meinem Ex-Freund/Mitbewohner bekommen und ich wollte, dass er vorher weiß, was passiert und es nicht hinterher erfährt, hatte ihn aber um die Zeit nicht mehr erreicht.

Danach sind meine Schwester und ich weinend durch die Nacht gelaufen und ich habe seit dem auch nicht mehr aufgehört, auch wenn es inzwischen meist nur noch innerlich ist.

Nachdem heute Früh um halb 9 dann der Anruf kam, dass sich nichts geändert hat und die Hinterbeine komplett steif und eiskalt sind, rief ich Lars an. Keine Viertelstunde später war er bei mir und wir hielten und schluchzend in den Armen. In der Klinik konnten wir uns noch eine halbe Stunde von Merlin verabschieden und der Anblick des völlig zugedröhnten und gelähmten Katers beseitigte sofort auch die letzten Zweifel, ob es wirklich das richtige war. Die Hinterläufe waren tot und selbst wenn der Thrombus durch ein Wunder entfernt werden könnte, er würde immer bleibende Schäden haben.

Ich bin normalerweise kein Verfechter des “Leben nach dem Tod” Gedanken, aber in diesem Moment war es richtig und es fühlte sich tröstlich an, ihm zuzuflüstern, dass er es bald geschafft habe und es ihm dann wieder gut ginge und er sich wieder bewegen könne…

Um kurz nach 10 bekam er dann die Spritze und wurde erlöst. 6,5 Jahre ist er gerade mal geworden.

Zum zweiten Mal heute lief ich weinend den Weg nach Hause und als ich einen Schluckauf bekam, sagte Lars: “siehst du, er denkt an dich”. Und wir machten einen Witz darüber, dass wir hoffen, dass man in Wolken nicht mit den Krallen hängen bleibt, so wie er es immer auf flauschigen Decken oder früher beim Teppich gemacht hat und sich beim Laufen erstmal auf die Schnauze gelegt hat. Ich hoffe, er hat noch mitbekommen, dass wir da waren und dass wir ihn schrecklich doll lieb haben.

Leider konnte sich mein anderer Kater nicht mehr verabschieden, aber er spürt, dass etwas nicht stimmt und sucht immer wieder nach ihm… gut, dass ich diese Woche noch Urlaub habe, sodass wir beide nicht allein sind und uns gegenseitig trösten können.

Meine Schwester schrieb mir heute früh noch eine SMS, dass die anderen Katzen im Katzenhimmel ihn sicher Fonziecat McMerlin nennen würden, weil er so cool sei. Und meine Herren, das war er. Wäre er ein Mensch, hätte er sicher auch Haartolle getragen und wäre nur mit Ellenbogen aus dem Autofenster hängend gefahren. Den Kerl hat so leicht nichts erschüttert – bis auf sein Herz…

Merlin, ich werde dich vermissen!
Niemand mehr, der alles durchkaut.
Niemand mehr, der auf meinen Beinen schläft, weil er es liebt, mit erhöhtem Oberkörper zu liegen.
Niemand mehr, der alles, was er findet über das Katzenklo zieht, damit es nicht so stinkt.
Niemand mehr, der den Läufer im Wohnzimmer auf irgendeinen Kotzehaufen zieht, damit er nicht so stinkt.
Niemand mehr, der alles Wasser, was nicht in seinem Napf ist, als “Magic Water” ansieht und unbedingt trinken will (Zahnputzbecher, Dusche, Glas…)
Niemand mehr, der was von meinem Eis abhaben will.
Niemand mehr, der sich selbst auf rotem Untergrund noch unsichtbar machen kann…

Ich hatte eine Assoziation, als ich gestern darüber nachdachte, worauf es vielleicht hinaus laufen würde… ein Gedicht, was zwar für meinen Verlust übertrieben ist, aber das ich schon immer mochte und deswegen auch poste.

Continue reading


Nov 10 2010

Twandkalender

So, vielleicht erinnert sich der ein oder andere noch an das Twewinnspiel letztes Jahr und dass ich mich entschuldigt habe, dabei mitgemacht zu haben, aber Kalendern einfach nicht widerstehen kann.

Nunja, neues Jahr, neues Gewinnspiel, neuer Kalender <3.
Dieses Jahr hat sich meinedruckfabrik daran gemacht, uns mit einem neuen Kalender zu versorgen, wenn wir einen schönen Eintrag darüber schreiben.

Das Twittern an sich ist bei mir gerade ein bisschen eingeschlafen (leider), weil ich auf der Arbeit nicht mehr twittere und die Wochenenden bei mir schon immer mau waren, was Tweets angeht. Ist halt doch mehr Prokrastination, als eigenständig ;)
Aber ich werde bestimmt so schnell nicht aufhören, denn ich lese euch alle immer noch sehr gern und ab und zu kommt ja auch noch was.

Also, ich will jedenfalls so einen schönen und praktischen Kalender von meinedruckfabrik haben, denn der ist echt gelungen.

Hatte ja schon befürchtet, dass ich dieses Jahr auf einen normalen, langweiligen Kalender umsteigen muss, also herzlichen Dank für den Tipp, den ich übrigens bei Pink Fluffy im Blog gefunden habe.

Update: Mein Kalender ist wohlbehalten angekommen und wurde auch schon eingeweiht. Zwar nicht von mir, aber von @LottaWicked, die daraus immer wahre Kunstwerke macht. Da es diesmal nur 1 Exemplar war, habe ich es großzügigerweise verschenkt.


Sep 30 2010

Morgenrituale

Moin,

heute mal ein bisschen eigenartiger Post, aber das beschäftigt mich immer wieder. Wie kommt ihr morgens aus dem Bett, bzw. wie verbringt ihr die Zeit von Aufstehen zu weggehen (mal angenommen, ihr müsst Arbeiten, Schule, Treffen, also was mit Zeitdruck)
Jetzt stellt euch mal bitte 2 Szenarien vor und erzählt mir, wie ihr damit umgeht.

1. Ihr müsst um 9 Uhr fix los, wann steht ihr auf?
2. Ihr wacht/steht um 8 auf und müsst spätestens um 10 los, könnt aber jederzeit vorher gehen (Gleitzeit, jem. besuchen o.ä.) wann geht ihr voraussichtlich los?

Ich frage, weil ich immer wieder auf ganz unterschiedliche Vorgehensweisen treffe und das interessant finde.

Meine persönlichen Antworten:

1. Ich würde vermutlich um halb 9 aufstehen. Ab ins Bad, Katzen füttern und los. Also so lange schlafen, wie möglich.
2. Wenn ich um 8 aufstehe, weil ich wach bin (mal sehr hypothetisch *hust*) dann würde ich genauso vermutlich um halb 9 oder etwas später gehen. Ab ins Bad (vllt. 7 statt 5 Minuten Duschen) Katzen füttern und los. Wenn ich nicht noch irgendwas suchen oder kurz erledigen muss.

Was ich damit sagen will, für mich gibt es diese Zeit zwischen Aufstehen und Losgehen nicht als verfügbare Zeit, für mich gibt es nur “Fertig machen” und los. Kein Frühstück, keine Zeitung, kein Radio, keine Mails, nicht noch ein bisschen chillen, kein Makeup, keine 3 Stunden im Bad, keine Aufwachphase, kein Kaffee. Einfach nur das, was halt nötig ist, um das Haus zu verlassen und ein paar versorgte Katzen zurück zu lassen.

Also erzählt mir, wie es bei euch so ist :)


Sep 21 2010

Mein Xperia 10 mini pro

Heute auch mal von mir ein kurzer Smartphone-Eintrag.
Ich hatte schon länger mit dem Gedanken gespielt, mir ein neues Smartphone zu holen, weil mein Nokia gerne hing und ich gerne GPS hätte (nicht, dass ich es brauche, aber naja…)
Vor einer Woche habe ich mir dann, nach mittel-langem Überlegen, ein Sony Ericsson Xperia 10 mini pro geholt.

Im Groben Vergleich mit meinem Nokia e63:

Display: identisch
Größe: das e63 ist natürlich länger, da das Xperia die Tastatur unter dem Display eingefahren hat, aber dafür ist das natürlich um einiges dicker.
Tastatur: das e63 punktet durch die eigenen Umlaut-Tasten, insgesamt sind aber beide komfortabel zu bedienen.
Ausstattung: Im Prinzip nehmen sich die beiden Geräte nicht viel, mal abgesehen vom GPS und dem Touchscreen.
Apps: Der Android Market ist um einiges größer, als der OVI Store, aber ich bin tatsächlich auch nicht soo anspruchsvoll, dass ich mit 300 Apps rumlaufe.

Insgesamt also beide recht ähnlich und ich habe mich tatsächlich schon 2, 3 Mal gefragt, warum ich jetzt so viel Geld für ein neues Handy ausgegeben habe. Aber zur Not kann ich das immernoch verkaufen, also erstmal testen und dann weiter sehen.

Punkt 1, der mich schon fast direkt wieder zum Verkauf/Zurücksenden gebracht hat, war die Akku-Laufzeit. UN-TER-IR-DISCH!
Von meinem Nokia war ich gewöhnt, dass es locker nen Tag, bei weniger WLan-Last auch 2+ hielt. Nicht der Brüller, aber wer Schnickschnack will, muss halt Abstriche machen.
Wenn ich beim Xperia jede Datenübertragung, WLan und GPS abschalte, zeigt mir der Akku eine geschätzte maximal Laufzeit von 14h irgendwas an. 14 Stunden, wenn das Ding quasi scheintot ist und genauso viel kann, wie mein Festnetztelefon. Schaltet man dann noch WLan etc. ein, ist das Gerät in ~5h leer. Was bitte soll ich mit einem Mobilgerät, was nach ein paar Stunden tot ist?!
Ein bisschen forschen und googlen hat mir immerhin eingebracht, dass ich ohne WLan und GPS auf 1-2 Tage Standby komme. Wenn ich irgendwelche Dienste nutze, geht es aber immernoch ordentlich runter *wein*
Einige schrieben, dass sich die Laufzeit verbessert, wenn es ein paar mal ge-/entladen wurde, mal sehen, was da noch kommt.
Interessant wäre auch zu sehen, ob das Firmware-Update im Oktober auf 2.1 etwas bringt, denn so ist das echt frustrierend.
Klar habe ich auf Arbeit oder zu Hause die Möglichkeit, am Netz zu hängen, damit ich auch ins WLan kann, aber mich interessiert doch gerade, dass ich ohne Kabel auf dem Sofa hängen und chatten kann. Naja, wird jetzt erstmal über GMS gemacht, dafür hat man ja ne Flatrate, aber doof ist es trotzdem.

Bei Simiancreased habe ich ein paar sehr hilfeiche Tipps zur Akkulaufzeit gefunden. Ansonsten bin ich noch am Experimentieren, was man weiterhin tun kann. Vielleicht findet sich ja auch noch ein größerer Akku, der jetzige hat nur 970 mAh.

Sonst bin ich sehr zufrieden mit dem Handy und würde es auch weiter empfehlen. Der Bildschirm reagiert prima, Sound ist gut, alles in Ordnung, bis auf den blöden Akku.

Soviel erstmal zu meiner neuen Errungenschaft. Bei Fragen oder Tipps einfach kommentieren, ich schau mal, ob ich noch einen 2. Teil schreibe, wenn ich noch mehr damit gemacht habe.


Sep 10 2010

Spam

Ich würd mich ja gerne über 20 Besucher am Tag freuen, aber leider kommen die zu 90% von irgendwelchen Hardcoreseiten.
Solltet ihr irgendwelche Tips brauchen, geb ich die gerne weiter (granny does porn oder insane cock gays…) nur keine Hemmungen!

Genauso sind die meisten meiner Feedleser irgendwelche Bots. *pfft*

Naja, egal, ich weiß, dass ein paar nette und echte Menschen meine Sachen lesen und damit bin ich auch schon glücklich :) Also danke euch echten Lesern und Kommentierern.


Sep 6 2010

Andere Zeiten

Ich bin nun echt nicht alt, mit meinen 30 Jahren, aber ich finde es erstaunlich, wie sich die Zeiten ändern.

Wir hatten seit Mitte, Ende 80er einen C64 im Wohnzimmer stehen, der wurde aber zu 99% nur zum daddeln benutzt (von der ganzen Familie). Meinen ersten Kontakt mit einem PC und somit auch mit seriöser Computerarbeit hatte ich 1993, als ich meine Jahresarbeit über Japan am PC meines Vaters schrieb, da war ich 13.
Mit ~16 (’96) kam dann mein erster eigener PC aus den Überresten von Papas weiterentwickeltem Rechner: MS DOS, Norton Commander, Works und Capella waren da drauf. Irgendwann dann mit 2 MB Ram und 32MB Festplatte auch Windows 3.11 und ein 14.4 Modem.
Erste Chatversuche bei Compuserve, wo ich mich von einem Dortmunder verspotten lassen musste, weil ich noch kein 28.8er Modem und Win95 hatte. (Btw. Iron, ich fand dich so toll und hätte zu gerne mal wieder was von dir gehört! <3)

Naja, ihr seht, was ich meine. Ich war nicht wirklich ein Haxx0r-1337-Kiddie und in meiner Klasse trotz allem die, mit der meisten Ahnung, wohingegen heute jeder Drittklässler mehr weiß, als der arme Lehrer.

Bei uns gab es früher Telefonketten auf dem Festnetz und wer nicht rechtzeitig angerufen wurde, hatte halt Pech gehabt.

Jetzt war ich ja nun seit 12 Jahren nicht mehr im Chor und auch wenn sich das Publikum nicht geändert hat (Durchschnittsalter ~40), so hat sich alles andere geändert. Die Stimmführer haben E-Mailaddressen, der Chor hat ein Wiki, wenn es um neue Stücke geht, wird nach einem “MP3″ gefragt… in meinem alten Chor hat unser Leiter noch für jede Stimme selber eine Kassette(sic!) besungen und dann vervielfältigt.

30 Jahre und so viel hat sich getan… ob das jedem Menschen so geht? Oder ist dieses Zeitalter der Technik noch rasanter als andere?

Habt ihr so Momente, wo ihr euch Gedanken darüber macht, wie schnell sich alles ändert? Woran seht ihr das?