Wieder einmal Spotify

Ich habe ja schon von meiner verstörenden Beziehung zu Spotifys Wochenmix berichtet, aber diese Woche gab es wohl die abstruseste Liste ever! Nicht, dass ich nicht einige Lieder durchaus mag, aber dieser Mix!

1. Hakuna Matata – Deutscher OST
2. Fliegerlied – Buddy (auch ein absoluter Dauerbrennerm in drölfzig Versionen – wird jedes Mal geskippt)
3. Jump – Girls Aloud
4. Der ewige Kreis – Joycely B. Smith (König der Löwen, die zweite)
5. Maniac – Michael Sembello, OST
6. Tour de France – Dream Chaser
7. The Spirit of the Hawk – Rednex
8. (I’ve had) The Time of my Life – Sacre, Carlsberg Werbung
9- Probiers mal mit Gemütlichkeit – OST
10. Black or white – Michael Jackson
11. Reach – S Club 7
12. Hawaii 5-0 – Royal Philarmonic Orchestra
13. The Weekend Whip – The Fold
14. Altes Fieber – Die Toten Hosen
15. Chocolate (Choco, Choco) – La Banda Loca
16. Son of Man – Phil Collins
17. The Final Countdown – Europe
18. I Will Follow Him – Sister Act OST
19. Eine Insel mit zwei Bergen – Volker Racho
20. Duck Tales – OST
21. Deutsche Nationalhmyne
22. Der Lu-Lu-Lukas-Song – Jürgen und Ibero6
23. It’s my Life – Bon Jovi
24. Got my mind set on you – Damien Leith
25. Verdammt guter Tag – Feuerherz
26. The Power of Love 2006 – Huey Lewis & The News
27. Gäa – Oonagh
28. Mila Superstar – The Toonosaurs
29. Everything is AWESOME Tegan & Sara, The Lonely Island, OST
30. Can Can – Jaques Offenbach

Ja, ich höre viele Soundtracks, aber das sind mehr so die epischen Orchesterstücke von John Williams, Ramin Djawadi oder Hans Zimmer… und die Nationalhymne???

7 Wochen – Wochen 2+3 und Alltagsgedöns

Ich muss zugeben, viel zu erzählen gibt es gerade nicht. Zumindest nicht, was die 7 Wochen ohne angeht. Beim Geld bin ich 1,5 mal schwach geworden. Warum 0,5? Naja, das war eine Testbox mit Essen, was ich auf jeden Fall brauchen und nutzen kann, aber was nicht nötig gewesen wäre. Das hätte ich genauso nach Ostern bestellen können, aber zumindest war es nicht nur Schnickschnack, sondern sinnvoll.
Aber generell läuft das recht gut, aber seien wir ehrlich, wer sein ganzes Geld zum Tierarzt bringt, hat eh nicht wirklich viel Spielraum fürs Shoppen.

Sollte eine Koffein-Abhängigkeit vorgelegen haben, was ich ja nach wie vor nicht wirklich weiß, dann ist die zumindest erledigt. Es gibt hin und wieder eine Cola zero, weil keine Alternative da ist (oder ich keine 2,- für Wasser ausgeben mag, bei Cola habe ich wenigstens das Gefühl, da gibts noch Geschmack und Chemie fürs Geld 😉 ) Kaffee gibt es zurzeit höchstens mal selbstgekocht und dann koffeinfrei. Ansonsten bin ich weiterhin fleißig dabei, meinen Teeschrank zu leeren, was auf jeden Fall eine gute Idee ist und auchnach Ostern weiter geführt wird. Ich habe eine 1,2l Kanne, die wird jeden Morgen oder Abend mit irgendeinem Tee aufgesetzt und dann habe ich den Tag zumindest schon mal 3 Beutel erledigt und ein zuckerfreies Getränk. Bei den schwarzen Tees muss ich mal schauen, wie die sich kalt machen, oder die aufs Wochenenende verlegen und in einer Thermoskanne kredenzen. Aber bei schwarzem Tee bin ich immer noch irgendwie verpeilt, was die Zubereitung angeht. Zu oft ist es doch zu bitter oder schmeckt irgendwie nicht. Dabei habe ich schon einen Kocher, bei dem ich die Temperatur einstellen kann, sodass es nicht kochend heiß ist, aber naja, da ist noch Luft nach oben, wenn ich nicht die Hälfte der Aufgüsse wegkippen will. Weswegen es vielleicht auch sinnvoller ist, diese Tees nicht per Kanne, sondern wirklich nur in Einzelportionen zu kochen.

Süßes… nunja… lassen wir das Thema. Ich rede mich mal damit raus, dass ich zurzeit wieder viel Stress mit den Katern habe und der wird halt mit Süßem kompensiert, aber das ist halt nur eine Ausrede und die Wahrheit ist, ich bin echt zu undiszipliniert, was Gebäck und Eis angeht. Aber durch die Diät hält es sich grundlegend in Grenzen, da ich ja meine Kaloriengrenze doch einhalten will. Aber da ist in den nächsten 4 Wochen auf jeden Fall noch viel Potenzial.

À propos Katzen: der Herzkater war krank und hatte eine Entzündung im Zahn, weswegen er in den letzten Wochen kräftig abgenommen hat und der Diabeteskater stellt uns vor das große Problem, dass wir ihn nicht einstellen können. Seit er Ende 2016 diagnostiziert wurde, hatte er immer sehr hohe Zuckerwerte, sodass die gespritzte Insulinmenge relativ hoch war. Damit lebte er das Jahr aber gut, bis es dann ja vor einigen Wochen zur kompletten Unterzuckerung kam. Die Hoffnung war groß, dass er die Diabetes überwunden hätte und das Insulin wurde auf ein Minimum herunter gesetzt. Dieses Wochenende waren wir wieder beim Arzt und die Werte waren wieder in gigantischen Höhen. Also muss das Insulin auch wieder erhöht werden und wir müssen hoffen, dass es jetzt hoch bleibt und nicht wieder absinkt. Leider kann ich das nicht selbst prüfen und wir (naja, vor allem der Kater) hassen es natürlich, alle 2-4 Wochen zum Arzt zu müssen.

Und noch mal zu etwas ganz anderem. Instagram Stories / Vlogging. Ich folge einigen wundervollen Damen auf Instagram, die die Stories tatsächlich als eine Art Vlog nutzen und nicht nur spezielle Events zeigen, wie andere, sondern einen wirklich mitnehmen in ihr Leben und jeden Tag ihren Alltag zeigen.
Ich schaue das gerne und bin schon eine Weile versucht, das auch mal zu machen. Bei IG Stories ist es immerhin auch relativ egal, ob sich das jemand anschaut oder nicht. Bei einem YT Vlog oder einer Serie hier im Blog wäre es halt direkt deutlich, dass es sich eigentlich nicht lohnt und der Aufwand in keiner Relation zu den Views stehen würde. Stories gehen ohne weiteres Equip, ein paar Follower habe ich da schon und ich könnte meinen Narzissmus/Exhibitionismus ein bisschen ausleben 😉

Der Nachteil dabei ist halt, dass es genau auf diese Follower auch beschränkt ist. Wer kein IG hat, kann sie nicht sehen und ich weiß, dass es bestimmt doch den ein oder anderen Menschen da draußen gibt, den das vielleicht auch interessieren würde, der aber kein IG hat. Und ich bin nicht sicher, ob sich Stories ohne Account anschauen lassen? Bilder sind ja kein Problem. Ich denk aber nicht, dass das geht.

Außerdem habe ich mir überlegt, ich möchte eine kleine Serie über Bremen starten. So ganz simple ein paar der Highlights zeigen. Stadtmusikanten, Schnoor, Weser, Dom. Was man als Tourist vielleicht mal so gesehen haben sollte und ein paar hübsche Ecken, die sich so in meinem Umfeld befinden. Vielleicht auch ein paar Tipps, wo man gut Essen kann… gibts alles schon, weiß ich, aber ich mag Bremen und hier gibt es einige interessante Geschichten zu erzählen.

So, das war es mit meinem “ich hab heute eigentlich gar nichts zu erzählen” 😉 Vielen Dank fürs Lesen und wenn ihr Anmerkungen oder Meinungen zu meinen Ideen habt, lasst es mich gerne wissen 🙂

7 Wochen – Woche 1

Tag 1:
Heute gab es vor allem viel Obst und Tee. Einerseits um jegliche Lust auf “süß” zu unterbinden und weil ich dachte, die Kaffee/Cola-Diät kann ich ja auch gleichmal nutzen, um meinen Teeschrank endlich zu leeren.
Leider hatte ich vergessen, dass ich von Tee immer Unterleibsschmerzen bekomme. Keine Ahnung warum, aber nach etwa 3 Gläsern (egal welche Sorte) habe ich Unterleibsschmerzen. Mal sehen, ob sich das in den Wochen weg trainieren lässt. Google sagt mir dazu nichts, meine Follower wissen leider auch nichts… Und immer, wenn mal die Frage im Netz kommt “kann es sein, dass ich vom Tee Blähungen bekomme” (was gar nicht so selten kommt) ist die Antwort: “nein, kann gar nicht sein, hab ich noch nie gehört”. Also scheint es sowas doch irgendwie zu geben. Zu viel Luft im Bauch durch Tee.
Die offene Colaflasche im Bürokühlschrank lässt mich aber doch immer wieder für einen Moment zucken, weil es eben doch irgendwie leckerer/befriedigender ist, als Vilsa Lemon (Mineralwasser mit einem Hauch Zitrone, keine Limo) und Tee. Aber hoffentlich hat der Kollege sie bald weg getrunken und mich lacht in Zukunft nichts mehr an.

Ich habe für mich die folgenden Einschränkungen gemacht: schwarzer/grüner Tee is ok, wenn sie halt nur ab und zu mal zwischen all den Kräuter- oder Früchtetees getrunken werden.
Süßes Essen ist ok, solange ich es selber zubereitet habe. Soll heißen, die Bananen in meiner Küche müssen jetzt nicht bis Ostern gammeln, ich werde davon irgendwann ein Bananenbrot backen und es essen. Aber gekaufte Süßigkeiten und Kuchen sind nicht. Genauso wären selbst gebaute Süßkartoffelpommes ok.

Tag 2:
Kopfschmerzen from Hell! Ob das was mit dem Koffeein zun tun hat? Ich weiß es nicht. Startete schon gestern Abend und heute morgen war ich völlig ausgeknockt. 2 Ibu haben mich immerhin über ein paar Stunden gebracht. Insgesamt würde ich sagen, es geht eher in Richtugn Migräne, da mir auch ein bisschen übel ist, aber genau sagen kann ich es jetzt natürlich nicht. Ich habe mir einen Matcha-Latte gemacht, also ein bisschen “gesünderes” Koffein. Kann nicht behaupren, dass das etwas bewirkt hat, also lag es vielleicht doch nicht am Entzug.
Und fast hätte ich was Süßes gegessen… was so vertieft in Twitter, dass ich schon nach der Schokolade greifen wollte. Bis ich in meine Ativitäten schaute, wo jemand den Kommentar über die Süßigkeiten geherzt hatte. Dafiel mir dann wieder ein, dass ich ja gar keine Schokolade darf/will. Diese Gedankenlosigkeit und einfach zu sich nehmen, weil etwas da ist, ohne wirklich bewusst darüber nachzudenken… das ist echt übel.

Tage 3-7

Das einzige, was ich konsequent durchgezogen habe, war das mit dem Geld, der Rest war eher durchwachsen. Koffein war sehr reduziert, aber kam noch vor und Süßes… Nunja, reden wir nicht drüber. Mein heutiges Fazit auf MFP erzählte mir, dass die meisten Kalorien aus einem einzigen Lebensmittel die salted-caramel-dark Küsschen waren. Naja, nun sind sie weg und es geht mir ja auch wieder gut. Süß heißt ja oft, dass es mir schlecht geht.

Das mit dem Koffein nervt mich ein bisschen, denn mein Netto hat bspw gar nichts anderes als zuckerfreie Version da haben. Aldi hatte wenigstens Zitrone und Orange. Nur Tee und Wasser gehen nicht. Zwischendurch muss es auch mal Britzel mit Geschmack sein. Und bei mir regt das auch nicht die Lust auf Süßes an, sondern dient als Ersatzbefriedigung.
Aber mit meinem Teekonsum bin ich ganz zufrieden. Wenn ich nicht zu viel direkt hintereinander trinke, dann geht das auch mit dem Bauch ganz gut. 2 Packungen sind schon geleert, fehlen nur noch etwa 46 😉

7 Wochen ohne…

Ab Mittwoch beginnt die Fastenzeit (14.2. – 31.3.) und meine Yogalehrerin fragte (wie jedes Jahr) was wir uns denn vornehmen würden. Muss ja nicht zwingend Essen sein, kann ja auch eine schlechte Angewohnheit sein, die man mal fasten möchte.
In den letzten Jahren habe ich zwar drüber nachgedacht, aber nie etwas gemacht. Aber da ich ja eh noch im Diätmodus bin, dachte ich, ich kann mir ja mal was raus suchen und versuchen, meine Disziplin wieder etwas zu fo(ö)rdern.

Klar kommen da erstmal die klassischen Dinge in den Sinn:

  • Kein Zucker – Das ist scheiße viel Aufwand, denn überall ist Zucker drin und ich hab nicht die Zeit oder Lust, 7 Wochen alles von Null auf selbst zu machen
  • kein Weißmehl – nehme ich eh schon an vielen Stellen nicht, das könnte also fast von selber passieren… aber extra drauf achten werde ich wohl nicht
  • Kein Fleisch – nope, not gonna happen. Ich bin eh ein recht bewusster und seltener Fleischesser, aber dabei bleibt es auch
  • Kein Kaffee/Koffein – Das ist tatsächlich etwas, was ich probieren will. Kaffee und ich haben eine eh sehr seltsame Beziehung. Ich empfinde keinerlei positive Wirkung und brauche es auch morgens nicht, um ansprechnbar zu sein. Schmecken tut er meist auch nicht, aber ich trinke ihn trotzdem jede Woche – warum auch immer. Ein Grund ist vielleicht, dass die Milch (ich trinke ja meist eher Milch mit Kaffee als andersherum) eine Art Sättigungsgefühl gibt und der Kaffee einfach das Volumen erhöht, ohne die Kalorien noch schlimmer zu machen. Aber ich denke schon, dass ich eine gewisse Abhängigkeit entwickelt habe, denn wenn ich weder Kaffe noch Cola trinke, neige ich zu Kopfschmerzen. Also alles nur noch koffeinfrei.
  • Keine Süßigkeiten / Knabbereien – Immer eine gute Idee und ich werde es versuchen. Viel ist es dank der Diät eh nicht, aber ich bin ja eigentlich ein großer Verfechter der Idee, dass man sich nichts verbieten sollte, sondern nur bewusst damit umgehen, damit man nach der Diät einfach weiter machen kann und keine Gelüste entwickelt. Also mal schauen, da rutscht vielleicht doch mal was durch, aber ist geplant.
  • Kein Alkohol – na gut, da müssen wir nicht drüber reden, das gibts bei mir eh nicht
  • Kein Junkfood – Das versuche ich eh und halte es meist durch, also darf gerne mit auf die Liste

Dazu dann noch ein paar Sachen, die nichts mit Essen zu tun haben:

  • Kein unnötiges Geld ausgeben – Das ist wahrscheinlich mein größter Vorsatz überhaupt. Ich habe nur eine sehr begrenzte Abwehrhaltung bei Instagramwerbung oder Amazon… Ich brauche Werbeblocker nicht, weil mich die Werbung nervt, sondern weil ich sonst viel zu viel kaufe #Werbeopfer. Außerdem muss ich die Arztrechnung vom Diabeteskater auch erstmal wieder langsam ausgleichen, da sollte ich eh nichts sinnlos ausgeben. Das beinhaltet Klamotten, Kosmetik, Schuhe, Schnickschnack aus dem Chinesischen Internet und ähnliches.
  • Nicht fluchen – ähm… Meine Sprache ist ziemlich ok und die Flüche, die da raus kommen, sind so von Herzen und spontan, dass ich eh keine Chance habe, sie zurück zu halten
  • Nicht lästern – da bin ich noch nicht sicher… manche Leute stellen sich einfach zu bekloppt an
  • Nicht ausgehen – Mindestens ein Frühstück/Brunch wird in die Zeit fallen, aber der gehört zu einem Geburtstag und ist nicht nur ein Luxusessen auswärts. Aber sonst fällt das auch in die Kategorie “Kein Geld ausgeben”
  • Nicht mit dem Auto fahren – Das krieg ich hin 😉 Wobei, nein, wahrscheinlich liegt eine Fahrt genau am 31.3. Die lässt sich dann aber auch weder vermeiden noch verschieben.

Ansonsten müsste man halt ein paar gute Vorsätze noch umdrehen, damit sie ins Verzichten passen. “Nicht den ganzen Abend ohne Sport rumgammeln” oder “nicht immer bei brauchbarem Wetter mit dem Bus ins Büro fahren” oder so 😉

Macht ihr sowas? Nutzt ihr die Fastenzeit für schlechte Angewohnheiten? “7 Wochen ohne…” ist ja nun der Slogan der evangelischen Kirche, der damit jedes Jahr auch ein Motto verbindet (dieses Jahr: Zeig dich), aber ich mache das auch ganz unabhängig davon, weil es halt immer ein Extra-Grund von außen ist, der einem dann vielleicht noch so einen Kick geben kann, gewisse Dinge in Angriff zu nehmen. Klar kann man das immer und braucht dafür keine vorgegebenen Aktionen, aber man hält sich halt doch immer gerne an Sachen wir “ab Montag”, “ab dem 1.” oder “Im neuen Jahr”, also warum soll man nicht auch so etwas für sich nutzen. Es ist ein fester Zeitrahmen, auf Twitter hat man ggf auch einige Leute mit dem Hashtag #SiebenWochenOhne in der TL, sodass man sich nicht ganz so allein fühlt.

Also, wer Lust hat, überlegt euch doch bis nächsten Mittwoch auch ein, zwei Dinge, auf die ihr verzichten möchtet und macht mit 🙂

Angst um den Diabeteskater

Moin,

das war wieder ein aufregendes Wochenende. Ziemlich genau ein Jahr ist es her, dass der Diabeteskater mit seiner Überdosis ins Krankenhaus musste. Seit dem lief alles gut und er war prima eingestellt.
Bis am Samstag. Morgens war er noch gut drauf und alles war gut, aber mittags wollte er zu mir kommen und ich hörte nur ein “Fump” und da lag er neben mir. Er liegt oft mit ausgestreckten Beinen da, aber dann lässt er sie kontrolliert ausgleiten und sie liegen gerade nach hinten. Diesmal war er einfach weggerutscht auf dem Laminat und die Beine lagen seitlich, als gehörten sie gar nicht zu ihm.
Wer sich noch an Merlin erinnert, weiß vielleicht, dass es bei ihm ähnlich los ging. Alles war gut und plötzlich Schlaganfall und die Hinterbeine durch einen Blutpfropfen abgeschnitten.

In diesem Moment konnte ich gut verstehen, warum man von “kalter Angst” spricht, denn mir wurde schlagartig eiskalt. Als ich ihn hochhob und aufs Sofa setze, stellte ich fest, dass seine Beine zwar noch ok sind, aber er keinerlei Kraft hatte, um sich aufrecht zu halten. So schwankte er einen Moment und kippte sofort wieder weg.
Also direkt eingepackt und in die verhasste Klinik gefahren. Da begann er bei der Routineuntersuchung schon zu hecheln und sie verfrachteten ihn schnell ins Sauerstoffzelt… Sehr schlechter Allgemeinzustand, Untertemperatur, Keinerlei Reflexe… Also erstmal alles an Tests, die sie im Repertoire haben (wenn ich mir die Rechnung so anschaue, scheint das echt der Fall gewesen zu sein) und das Versprechen, sich später bei mir zu melden.

Hugo (Kater 2) war schon auch sehr besorgt gewesen, als Muffin mit ihm auf dem Sofa lag. Beste Freunde sind sie ja nicht, aber man sah richtig, dass er genau verstand, dass es seinem Mitbewohner sehr schlecht geht. Und als ich alleine wieder kam, schaute er sich auch erstmal nach Muffin um.
Der Anruf kam 2,5 Stunden später und war sehr durchwachsen. Unterzuckert, Dehydriert, Kaliummangel, Stoffwechselentgleisung, beschissene Blutwerte, fehlende weiße Blutkörperchen, zu dickes Blut. Eine Latte an Problemen, aber zumindest war es “nur” eine Schwäche und nichts Neurologisches. Also Infusionen mit Zucker, Kalium und ähnlichem und eine Nacht in der Klinik.
Hugo und ich verbrachten die Nacht also alleine und der Anruf am nächsten Morgen gab Entwarnung. Er ist klinisch wieder gesund und sehr aktiv und schlecht gelaunt. Das Blut sollte im Auge behalten werden und das Insulin erstmal reduziert und nächste Woche nohmal überprüft werden, aber sonst darf er wieder nach Hause (obwohl es natürlich auch total gut gewesen wäre, wenn er noh einen Tag länger bleiben würde und noch infusiert werden würde – ich erwähnte schon die Rechnung, oder? Die sind sehr… nennen wir es mal geschäftstüchtig. Ist mir letztes Jahr schon aufgefallen und wurde mir auf Twitter auch noch bestätigt.)

Muffin also wieder glücklich zu Hause, Hugo ist ihm die erste Zeit auch erstmal überall hin nach gelaufen, was ihn total genervt hat 😉 Und im Laufe der Woche dann mal zu meinem normalen Arzt und denen die Laborergebnisse übergeben und weiteres besprechen. Ausgelöst wurde es vermutlich nicht durch eine Überdosis, aber durch ein Unterfuttern. Offenbar hat er die letzten 2, 3 Tage nicht genug gegessen, sodass das Insulin ihm Zucker entzogen hat, obwohl er gar keinen aufgebaut hatte… also eine Überdosis aus der anderen Richtung.

Aber nach solchen Erlebnissen möchte man das Haus eigentlich gar nicht mehr verlassen. Damals, als Merlin seinen Anfall hatte, passierte das zu einem Zeitpunkt, wo meine Schwester seit einer halben Stunde mit Füttern durch war und bis zum nächsten Vormittag nicht wieder vorbei gekommen wäre. Ich sollte eigentlich in den USA sein, aber das zerschlug sich dann, weil mir ja die Gallenblase rausgenommen wurde. Aber der Kater hätte da 10 Stunden halb gelähmt gelegen. Der Gedanke daran macht mich heute noch panisch, denn der Gedanke, dass ein Tier so leiden muss, macht mich fertig. Und das am Samstag war ja ähnlich. Wäre das ein Tag unter der Woche gewesen, an dem ich erst irgendwann abends oder nachts nach Hause komme, wäre er ggf komplett ins Koma gefallen und… oh Gott! Man darf über sowas echt nicht nachdenken und muss dem Universum wirklich danken, dass es alles immer gut gegangen ist. (Merlin wurde eingeschläfert, aber besser ein schneller Tod als sich 12 Stunden quälen müssen). Ich mache jetzt jedenfalls mindestens 2 Tage Homeoffice, weil ich ihn einfach nicht alleine lassen kann.

Rückblick 2017 – Vorschau 2018

Und wieder ist ein Jahr rum. Schauen wir uns mal an, worum es beim letzten Rundblick ging:

Oh, ich war ganz excited über meine Fitnesstudio-Mitgliedschaft… war 2017 jedoch kein einziges Mal mehr dort und habe dann auch schnellstmöglich wieder gekündigt. Das war echt so gar nicht meins. Und wenn man die Übungen nur mit nem halben Arsch macht, kann man es auch sein lassen.

Muffins Diabetes hat sich ganz gut entwickelt. Ist nicht immer ganz einfach, dass man zu festen Zeiten spritzen muss, aber dank meines besten Freundes, der auch im Haus wohnt, klappt es doch ganz gut. Der Kater ist glücklicherweise super fit und scheint davon gar nicht weiter beeinflusst. Sogar das Überdosis-Drama, Anfang des Jahres, hat er gut weggesteckt. Oh, ich sehe gerade, davon habe ich nie erzählt. Also, als besagter Freund das erste Mal spritzen sollte, hat er 30 statt 3 Einheiten genommen und Muffin musste für einige Tage ins Krankenhaus. Hat er zum Glück schnell kapiert, dass da was nicht richtig war und ist sofort in die Klinik gefahren, so ist da nichts schlimmes passiert.

Bei Hugo ist zu dem ursprünglichen Herzfehler, den er eh schon hatte, eine chronische Erkältung dazu gekommen, die dauerhaft mit Kortison behandelt werden muss. Nicht schön, aber auch ganz gut händelbar. Also zwei Tabletten für den einen und zwei Spritzen für den anderen… aber sonst geht es ihnen gut hier.

Aber die eigentlichen beiden großen Themen des Jahres für mich waren Abnahme und Auto.

Am 3. April habe ich beschlossen, dass ich das mit dem Abnehmen jetzt wirklich durchziehe. Dazu gab es das Buch “Fettlogik” und einen Account bei MyFitnessPal. Dazu gab es im Laufe des Jahres auch zwei Einträge (Gewichtsgedanken und 10 Kilo geschafft) und ich will das jetzt nicht weiter ausführen. Ich bin zum Ende des Jahres zwar nicht bei meinem Zielgewicht gelandet, aber ich konnte Nov/Dec mit einer Nullrunde abschließen, was bei der Menge an Plätzchen, die ich so verdrückt habe, schon absolut großartig ist. Auch habe ich die 60 unterschritten und bin damit im oberen Bereich meines “Normal-BMIs” gelandet. Warum das alles noch nicht reicht und ich nach anderen Messmethoden immer noch fett bin (waist-to-hip oder waist-to-height z.b.), könnt ihr in den verlinkte Einträgen nachlesen.
Sportlich bin ich inzwischen wieder bei einem Programm auf meiner Wii angekommen, was mich auch 2011 schon begleitet hatte. 30 Minuten Ausdauer und Kraft gemixt an allen Abenden, an denen ich die Zeit dafür habe.

Und das Auto… bzw. das Autofahren. Im Januar habe ich mir einen Polo mit Automatik gekauft, weil mich dieses Anfahren verrückt machte und mich davon abhielt, öfter zu fahren. Wenn ich alleine bin und übe, hat es immer super geklappt, sobald Menschen hinter mir an der Ampel stehen, hab ich völlig versagt. Also haben wir uns überlegt, den Seat wieder zu verkaufen und ein echtes, neues (so gut wie) Auto beim Händler zu kaufen. Ein silberner Polo von 2014 ist es geworden und wir haben uns gut angefreundet. Ich fahre nach wie vor nicht viel und gerade die Stadt stresst mich immer noch sehr, aber ich habe zwei Touren nach Gütersloh gemacht (~230Km) und war über Weihnachten sogar in Berlin (~410Km). Es braucht immer ein bisschen, bis ich drin bin (weswegen das in der Stadt eh nichts wird, weil ich nicht lang genug fahre, um rein zu kommen), aber dann bin ich auch entspannt. Gerade auf die Hinfahrt nach Berlin bin ich recht stolz. Eine kurze Pause 15km nach Start, um zu Frühstücken und dann in einem Rutsch durch. Zurück war ich eigentlich zu müde und hatte nichts gegessen. Das war schlecht, aber ich habe es trotzdem durchgezogen, auch wenn eine Pause angebracht gewesen wäre, weil es nur noch 45 Minuten waren. Außerdem war wenig Verkehr. Wäre mehr los gewesen oder die Strecke noch länger, hätte ich auf jeden Fall angehalten, denn ich war völlig im Eimer. Aber jetzt habe ich das wenigstens auch mal erlebt.

Ansonsten… habe ich mal eine Chorpause gemacht, was sehr angenehm war. Es sind schon viele Termine und es ist ja auch nicht nur Spaß, sondern auch sehr anstrengend.

Bücher wurden es dieses Jahr nicht so viele, aber dafür habe ich wieder vermehrt gestrickt. Socken für kleine und große Menschen. (Ich bin ehrlich froh über meine Schuhgröße 37!)

Alles in allem war es ein gutes Jahr für mich und ich habe tolle Menschen um mich herum <3 Für das nächste Jahr sehe ich keine großen Änderungen. Business as usual. Stricken, lesen, singen, arbeiten, kuscheln, Auto fahren, Katzen versorgen, noch ein bisschen abnehmen, Sport treiben...

“Ich verdiene das nicht”

Ja, ich schreibe schon wieder als nicht Betroffene über ein Thema aus dem Bereich Depressionen.
Ich habe schon viel zu viel Berührung damit gehabt und denke, ich habe eine ganz gute Sensibilität dafür entwickelt. Ich verstehe an vielen Stellen, warum jemand etwas bestimmtes denkt oder sagt, auch wenn ich es nicht wirklich nachvollziehen kann. Ich habe keinerlei Ausbildung, das sind alles Gedanken meiner persönlichen Erfahrungen mit Menschen, die mir nahe stehen und auch solchen, die ich nur bei Twitter mal lese.

In Anlehnung an das Thema “Wertschätzung”, was ich ja nun lang lang genug durchgekaut habe, begegnet mir immer wieder das Szenario, dass Menschen sich selbst nicht für würdig halten, dass man ihnen etwas Gutes gut. Die fühlen, dass sie es nicht verdient hätten, dass man sie liebt und sie als wertvoll ansieht.

Das ist etwas, was mich ehrlich fertig macht! Was muss jemandem in seinem Leben passiert sein, oder was müssen Menschen ihm eingeredet haben, damit er wirklich das Gefühl hat, er sei nichts Wert und habe nichts Gutes verdient. Manche fühlen, sie hätten dafür alles schlimme verdient und seien selbst daran Schuld, andere fühlen, sie haben gar nichts verdient.

Ich schreibe bewusst “fühlen”, denn wenn ich etwas gelernt habe, dann ist es, dass diese Menschen (oder ein Großteil davon) ganz rational durchaus erkennen können, dass sie tolle Menschen sind und dass sie Gutes bewirken können und dass sie wunderbar sind. Aber da sind immer diese völlig irrationalen Gefühle, die eine Mauer zwischen der Seele dieses Menschen und der Realität bauen. Eine Mauer, durch die all diese rationalen Gedanken, oder alles, was ihnen von außen gesagt wird, nicht durch kommt. Und sie wissen, dass diese Mauer da ist und dass sie sich damit selbst schaden. Sie können sich selbst ständig erzählen, dass sie toll und wertvoll sind, genau wie alle anderen auch, aber diese irrationale Gefühlsmauer sagt “redet ihr mal, ich weiß es besser!”

Ich kann nur ahnen, wie sich das anfühlt. Ich kann es mit meiner Schüchternheit vergleichen, die mich in gewissen Situationen unendlich nervös werden lässt, obwohl ich weiß, dass mir nichts passieren wird. Ein ganz banales Beispiel: Klassenabend der Gesangsschüler. Ich weiß, dass niemand mich auslachen wird, da ich in den vergangenen 5 Jahren bis auf 2 Konzerte alle anderen versaut habe. Ich habe bei allen Abenden so gepatzt, dass ich aufhören und neu einsetzen musste. Und ich habe immer nur Freundlichkeit und Lob geerntet. Es gibt also faktisch keinen Grund, dass ich da vorne stehe und so verkrampft bin, dass da nur noch Entenquaken raus kommt. (und ich wieder 2 mal starten muss) Aber genau das passiert jedes Mal wieder. Gut, nach all den Jahren wird es besser und letztes Jahr bin ich tatsächlich durchgekommen, ohne abbrechen zu müssen, aber die Ente am Anfang war trotzdem da. Also ja, ich verstehe ein klitzekleines Bisschen, was es heißt, zu wissen, dass alles gut ist, aber trotzdem etwas ganz anderes zu fühlen.

Aber diese Wertlosigkeit… das ist furchtbar! Menschen, die es nicht schaffen, Post von guten Freunden oder lieben Verwandten zu lesen, weil sie das Gefühl haben, dass sie so schlimme Versager sind und es gar nicht verdienen, zu lesen, dass sich jemand um sie sorgt und ihnen helfen möchte und die Briefe wochenlang ungeöffnet herumliegen lassen.
Menschen, die sich eigentlich schon gar nicht mehr trauen, ihren besten Freunden unter die Augen zu treten, weil sie das Gefühl haben, dass sie demjenigen gegenüber alles falsch gemacht haben und die Beziehung komplett ruiniert. Und da hilft es auch nicht, wenn man als dieser Freund sagt, dass man es selbst gar nicht so drastisch empfunden hat und es schon seit Jahren vergessen und vergeben hat, was passiert ist. Das ist egal, es ist trotzdem eine unendliche Überwindung, sich mit mir zu treffen. Und das macht mich so unendlich unglücklich.

Ich möchte doch eine Hilfe und ein Anker für diese Menschen sein und möchte da sein und eine Hand hinhalten, wenn sie gebraucht wird. Nicht selbst wegen einer Auseinandersetzung vor 3 Jahren ein Stressfaktor sein. Es ist traurig, wenn die allerbeste Freundin, die man je hatte, solche Beklemmungen hat, einen zu sehen… und ich kann nichts tun. Ich kann nur immer und immer wieder sagen, dass ich da bin und sie für mich genauso wichtig ist, wie damals, als alles noch in Ordnung war. Aber dann kommen wir wieder an diese Mauer…

Da mich das Thema die Tage sehr beschäftigte, fragte ich heute noch jemand anderen, der auch krank ist, ob das bei ihm auch so sei. Die Antwort war ähnlich erschreckend. Er habe nicht nur nichts gutes, sondern einfach gar nichts verdient und gefühlt sieht er sich in seiner jetzigen Situation darin auch komplett von der Vergangenheit bestätigt. Ich weiß nicht im Detail, was alles schief gelaufen ist, aber damit ein erwachsener Mensch sich so gering schätzt und so wenig anerkennt, was er kann und ist, dann muss da schon sehr viel familiär kaputt gegangen sein.

Aber wie twitterte meine Schwester so schön:

Wieder einmal ein zusammengewürfelter Haufen Gedanken, aber das beschäftigt mich gerade sehr und ich meine es todernst, wenn ich schreibe:

Danke fürs Lesen und keine Ahnung, ob ich damit irgendwas Gutes tue, aber es war mir wichtig!

30 Tage SHRED mit Jillian Michaels – Viel Spaß mit Sport

Moin, im Rahmen meiner Abnahme bin ich jetzt an dem Punkt angekommen, an dem ich Sport machen muss, damit ich nicht nur weniger werde, sondern damit mein Körper auch definiert und gestrafft wird. Momentan bin ich 0,5 Kilo von einem normalen BMI entfernt, aber immer noch fett. Ist halt alles insgesamt weniger geworden, aber mein Körperfettanteil liegt immer noch weit über 30%.
Und leider gibt es nur einen Weg, um das zu ändern: Sport.
Ich habe schon ein paar Mal kundgetan, was ich davon halte und daran hat sich bisher auch nichts geändert. Ich hasse Sport! Ich hasse es zu schwitzen, Endorphine kommen auch nicht auf, es ist einfach nur ätzend.

Naja, aber manchmal muss man halt Dinge tun, die man doof findet, weil man ein Ziel vor Augen hat. Und eine DVD mit 30 Minuten Training ist halt ein ganz guter Kompromiss, weil ich es irgendwann zu meiner Zeit eben zu Hause machen kann und mit Duschen dann in 45 Minuten durch bin.

Diese DVD liegt schon seit Jahren bei mir rum und ich habe es schon einige Male versucht, mich darauf einzulassen – totaler Reinfall.

Das Programm besteht aus 3 Stufen, die man jeweils halt etwa 10 Tage machen soll. Ich habe immer spätestens nach Tag 3 aufgegeben. Dadurch, dass eine Session nur 20 Minuten (plus Aufwärmen und Stretchen) ist, muss sie natürlich auch ordentlich fordern, damit es was bringt. Und so als untrainierter Moppel sind diese Sessions hardcore. 3 Minuten Krafttraining, 2 Minuten Ausdauer und 1 Minute Bauchmuskeln. Das ganze 3 mal. Klingt eigentlich machbar, aber in der Realität bedeutet das harte Arbeit und viel Schweiß.

Aber ich hab in den letzten 5 Monaten so viel erreicht, da muss es auch mit dem Sport was werden! Also hab ich mich dran gemacht und 30 Tage mit Jillian Michaels gekämpft.

Allgemeiner Eindruck der DVD / des Programms
Ich hab vor Jahren mal ein Sport Programm auf der Wii gemacht, bei dem man auch nur mitmachen musste, es also während der Übungen keine Interaktion gab. Der Vorteil da war, dass am unteren Bildschirmrand immer zu sehen war, was gerade dran war und wie lange noch. Musik konnte man wählen oder ausschalten.
Mir geht Jillians Gerede ziemlich auf den Keks und die Musik ist doof, aber ich kann halt schlecht stumm machen, weil man dann die Übergänge nicht mitbekommt. Mit geht so motivierendes Trainer-Anfeuern extrem auf die Nerven und dann 10 Tage lang auch noch das gleiche… Aber da es ja auch keine wirklichen Pausen gibt, ist es halt nicht ganz so praktisch, wenn man nichts von ihr hört. Würde ja sonst gerne einfach eigene Musik drüber legen oder von mir aus auch ganz ohne was. Naja, so ist das halt mit DVDs.
Gut finde ich, dass es für schwerere Übungen immer eine abgewandelte Version gibt, sodass man nicht selber irgendwie versuchen muss, die Intensität zu verringern, sondern auch dafür eine ordentliche Anleitung bekommt. Natürlich muss man trotzdem selbst auf sich aufpassen und schauen, wo die eigenen Grenzen liegen. Also nie blind alles mitmachen, sondern immer schauen, ob es mit den eigenen Fähigkeiten und Einschränkungen passt.

Level 1
Level 1 hatte ich ja, wie gesagt, schon ein paar Mal erfolglos angefangen und wieder abgebrochen. Liegestütze, Hampelmänner und Bauchpressen (ja, ich musste gerade erstmal das Internet fragen, wie Crunches auf Deutsch heißen). Alles bekannte Übungen, aber durchaus fordernd.
Die ersten beiden Tage gaben heftigen Muskelkater, aber ab Tag 3 ging es dann doch ganz gut. Ich brauchte immer weniger Pausen und kam gut mit. Die ganze Hüpferei im Cardio-Teil habe ich einige Tage durch eine Box-Übung ersetzt, da ich Verdauungsprobleme hatte und die Sprünge meinem Bauch gar nicht gefielen. Aber Hauptsache man macht irgendwas.
Also ein harter Start, aber ich bin doch relativ schnell rein gekommen und habe die 10 Tage auch am Stück gemacht.

Level 2
Vor Level 2 gab es dann den ersten Tag Pause und die 10 Tage habe ich auch nicht ganz am Stück gemacht.
Alle warnten davor, dass der Übergang zu Level 2 extrem demotivierend sei, weil man sich plötzlich wieder fühlt, als hätte man noch nie in seinem Leben Sport gemacht. Ich war also auf alles vorbereitet, aber eigentlich ging es. Ja, es ist schwerer und ja, ich habe wieder Pausen gebraucht, aber alles in allem war es nicht so schlimm und es gab auch keinen Muskelkater. Auf dem Level gab es viele Plank-Positionen, auch für Ausdauer und Bauchmuskeln. Mein persönliches Problem war eigentlich immer der Übergang von Kraft zu Kardio. Nicht, weil die Übungen so schwer sind, sondern weil ich nach den 3 Minuten Kraft so ausgepowert war, dass so dynamische Hüpferei so völlig utopisch und unschaffbar erschien. Weiteres Krafttraining wäre gegangen, aber das Programm lebt ja gerade von diesem Mix.
Ich habe auch deutlich länger gebraucht, bis ich es ohne Pausen durchziehen konnte. Wo ich bei Level 1 schon nach 5 Tagen soweit ok war, habe ich in Level 2 bis zum Ende doch sehr gekämpft. Es hat auch bis etwa Tag 8 gedauert, bis ich tatsächlich “angekommen” war und das Gefühl hatte, ich wüsse, was abgeht. Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich Level 1 ja schon seit Jahren immer mal wieder probiert hatte und die Abfolge einfach so viel öfter gesehen habe.
Aber insgesamt gefiel mit Level 2 besser und es kam mir immer kürzer vor, als 1.

Level 3
Ich hatte zwar nicht das Gefühl, dass ich Level 2 erfolgreich “gemeistert” hätte, aber ich wollte mich nicht mehr länger als notwendig mit der DVD aufhalten, also Tag 21 direkt auf Level 3. Viele Plank-Variationen und Liegestütze, die mir zeigten, dass sich an meinen Armen schon mal was getan hat. Als ich dann jedoch in einer Yogastunde dann eine Übung machen sollte, bei der ich mich mit den Armen hochdrücken muss, war auch gleich die Ernüchterung wieder da, weil das absolut nicht ging. Aber egal, ich bin stärker als je zuvor und irgendwann wird es auch für das Rad im Yoga reichen.
Zwischendurch war ich ein paar Tage weg, also zog sich auch Level drei ziemlich hin.
Generell fand ich die Übungen aber sehr gut und zu sehen, wie viel besser vieles jetzt doch schon läuft, war auch motivierend. Und es gab ja zum Glück auch immer Anita, die fiese Sprungübungen dann vereinfacht hat. Jumping Lunges sind z.B. immer noch nicht so wirklich drin, aber irgendwann werde ich auch die können.

Fazit und Ergebnis
Bin ich jetzt schlank? Natürlich nicht! Aber es hat sich definitiv was verbessert. Bauch, Beine und Arme haben an Umfang verloren und ich kann die Muskeln spüren. Ich werde damit allerdings nicht weiter machen, dafür nervt es mich zu sehr. Aber ich halte die DVD grundlegend für wirklich gut, wobei ich von vielen gehört habe, dass man mit Knieproblemen damit auf keinen Fall glücklich wird, weil es doch auch auf die Gelenke geht. Da ich da keine Probleme habe, war es nicht schlimm, wobei ich meine Knie schon auch mal gemerkt habe.

Ich werde jetzt wohl zu meiner Wii Trainerin zurück, denn immerhin habe ich mir diese halbe Stunde Sport ja jetzt schon halbwegs angewöhnt, also wäre es ja doof, das nicht weiter zu machen. Hätte sonst alternativ noch andere Sport-DVDs, aber eigentlich ist diese Abwechslung jeden Tag gerade das interessante und da hat man nicht nur jeden Tag einen anderen Fokus (Oberkörper, Bauch, Unterkörper, Flexibilität) sondern auch die Übungen wechseln immer. Ist halt der Vorteil eines “Spiels” gegenüber einer DVD.

Coldbrew

Heute mal zu etwas ganz anderem: Kaffee.

Ich bin kein regelmäßiger Kaffeetrinker und trinke auch immer nur mit viel Milch und süß, sodass der eigentliche Kaffee fast irrelevant ist. Wobei es schon durchaus Unterschiede gibt, auch wenn man ihn in Milch ertränkt. Ich mag geschmacklich zum Beispiel in den meisten Cafés Espresso lieber als Kaffee.

Vor einem Jahr habe ich dann mal den sogenannten Coldbrew entdeckt. Also Kaffee, der direkt kalt hergestellt wird und nicht einfach nur herunter kühlt, oder über Eis gebraut gebrüht wird. Dadurch ist er sehr viel milder, da die Bitterstoffe nicht freigesetzt werden. Dadurch braucht es dann auch nicht so viel Milch.

Dafür aber umsomehr Zeit. Um einen guten Coldbrew herzustellen, kann man schon 12-24 Stunden rechnen. Und damit der Aufwand sich lohnt, wird er in der Regel extrem stark gemacht, sodass man ihn problemlos mit Wasser/Eis mischen kann, ohne, dass es zu verwässert ist.

Und wie macht man das nun? Ganz simpel: Im Verhältnis von etwa 1:4 Kaffeepulver und Wasser (ja, das kommt dann aus der Ecke mit den Cups) verrühren und einfach stehen lassen. Dafür eigenen sich French Press Kannen besonders gut oder ich habe keine eine kleine Kanne mit einem Siebeinsatz, wie so eine Teekanne, aber sehr viel feiner. Nach 12-24 Stunden dann einfach mit Wasser/Eis/Milch aufgießen und trinken. Je nach Kanne und Dichte des Siebes kann es notwendig sein, den Kaffee noch mal zu filtern. Meine French Press lässt viel Pulver durch, die kleine Siebkanne quasi nichts.

In einem verschlossenen Behälter kann man das Kaffeekonzentrat problemlos einige Tage im Kühlschrank lagern und sich dann immer wieder eine Tasse machen. Deswegen ist auch die Ziehzeit nicht so unglaublich schlimm, außer, man hat jetzt sofort einen ganz furchtbaren Jieper, aber dann muss man seinen Kaffee vielleicht doch einfach direkt auf Eis brühen oder so.

[recipe title=”Coldbrew” servings=”4-6″ difficulty=”easy”]
[recipe-ingredients]
– 1 cup Kaffepulver (am besten nicht zu fein gemalen)
– 4 cup Wasser
[/recipe-ingredients]
[recipe-directions]
1. Kaffeepulver und Wasser in ein Gefäß geben und gut mischen (French Press funktionieren am besten, weil der Großteil dann schon weggefiltert wird)
2. 12 – 24 Stunden ziehen lassen (angeblich braucht es im Kühlschrank länger als bei Raumtemperatur)
3. ggf. Konzentrat einmal filtern und mit beliebig viel Wasser, Eis und/oder Milch aufgießen
[/recipe-directions]
[/recipe]

Ich wollte nur mal den Rezept Shortcode von WordPress testen 😉

Coldbrew findet sich inzwischen auch im Angebot einiger Cafés, allen voran natürlich bei der grünen Meerjungfrau. Und eigentlich ist dieser Eintrag ungefähr 4 Monate zu spät, da man sich jetzt gerade wieder drüber freut, dass der Kaffee einen schön wärmt. Aber so ist das, wenn man sich irgendwan Entwürfe anlegt und dann erst Monate oder Jahre später dazu kommt, sie auszuarbeiten.

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