Category "Privat"

Dinge aus meinem Privatleben

Merlin

Volkstrauertag Ja, so heißt dieser Sonntag zu Recht, denn ich habe einen meiner besten Freunde verloren, in nur 12 Stunden wechselte das Leben von “alles prima” zu “er hat es hinter sich”. 12 Stunden und ich kann immernoch nicht aufhören, um meinen Kater Merlin zu weinen.

Gestern Abend um 10 war noch alles in Ordnung und er hat meine Schwester fröhlich begrüßt. Um 11 ging ich raus, weil ich komische Geräusche hörte, aber nur erwartete, einen Kater kotzen zu sehen, aber es war weit mehr als das: ein Kater, der sich übergab und ganz offensichtlich in einer Sekunde die Kontrolle über seine Hinterläufe verloren hatte und kurz darauf den Versuch, aufzustehen, aufgab und apathisch liegen blieb.

So schnell ich konnte, packte ich das arme Tier ein und fuhr zur Tierklinik, die glücklicherweise nicht so weit weg von uns ist; mich im Taxi an seine Wimmerlaute haltend, weil er dann wenigstens noch lebt. Als wir ankamen, übergab er sich und wurde trotz vollen Wartezimmers gleich rein geholt. Diagnose: Herzfehler, Atembeschwerden, Wasser in der Lunge, ein Thrombus, der die Vene zu den Hinterläufen versperrt. Er bekam Schmerzmittel, entwässernde Medikamente und wurde in eine Sauerstoffbox gelegt und wir mussten wieder raus, um abzuwarten, bis wir dran sind.

Eine gute Stunde später dann das Gespräch. Das Wasser könne man wahrscheinlich aus der Lunge bekommen, aber der Thrombus müsse aufgelöst oder operiert werden und während das erste nur geringe Erfolgsaussichten habe, wäre das zweite mit großer Wahrscheinlichkeit tödlich.

Aus zwei Gründen entschied ich mich dafür, bis zum nächsten Morgen zu warten: 1. Hoffnung. Hoffnung, dass ein Wunder geschieht und alles wieder gut wird. 2. Den Kater hatte ich damals mit meinem Ex-Freund/Mitbewohner bekommen und ich wollte, dass er vorher weiß, was passiert und es nicht hinterher erfährt, hatte ihn aber um die Zeit nicht mehr erreicht.

Danach sind meine Schwester und ich weinend durch die Nacht gelaufen und ich habe seit dem auch nicht mehr aufgehört, auch wenn es inzwischen meist nur noch innerlich ist.

Nachdem heute Früh um halb 9 dann der Anruf kam, dass sich nichts geändert hat und die Hinterbeine komplett steif und eiskalt sind, rief ich Lars an. Keine Viertelstunde später war er bei mir und wir hielten und schluchzend in den Armen. In der Klinik konnten wir uns noch eine halbe Stunde von Merlin verabschieden und der Anblick des völlig zugedröhnten und gelähmten Katers beseitigte sofort auch die letzten Zweifel, ob es wirklich das richtige war. Die Hinterläufe waren tot und selbst wenn der Thrombus durch ein Wunder entfernt werden könnte, er würde immer bleibende Schäden haben.

Ich bin normalerweise kein Verfechter des “Leben nach dem Tod” Gedanken, aber in diesem Moment war es richtig und es fühlte sich tröstlich an, ihm zuzuflüstern, dass er es bald geschafft habe und es ihm dann wieder gut ginge und er sich wieder bewegen könne…

Um kurz nach 10 bekam er dann die Spritze und wurde erlöst. 6,5 Jahre ist er gerade mal geworden.

Zum zweiten Mal heute lief ich weinend den Weg nach Hause und als ich einen Schluckauf bekam, sagte Lars: “siehst du, er denkt an dich”. Und wir machten einen Witz darüber, dass wir hoffen, dass man in Wolken nicht mit den Krallen hängen bleibt, so wie er es immer auf flauschigen Decken oder früher beim Teppich gemacht hat und sich beim Laufen erstmal auf die Schnauze gelegt hat. Ich hoffe, er hat noch mitbekommen, dass wir da waren und dass wir ihn schrecklich doll lieb haben.

Leider konnte sich mein anderer Kater nicht mehr verabschieden, aber er spürt, dass etwas nicht stimmt und sucht immer wieder nach ihm… gut, dass ich diese Woche noch Urlaub habe, sodass wir beide nicht allein sind und uns gegenseitig trösten können.

Meine Schwester schrieb mir heute früh noch eine SMS, dass die anderen Katzen im Katzenhimmel ihn sicher Fonziecat McMerlin nennen würden, weil er so cool sei. Und meine Herren, das war er. Wäre er ein Mensch, hätte er sicher auch Haartolle getragen und wäre nur mit Ellenbogen aus dem Autofenster hängend gefahren. Den Kerl hat so leicht nichts erschüttert – bis auf sein Herz…

Merlin, ich werde dich vermissen!
Niemand mehr, der alles durchkaut.
Niemand mehr, der auf meinen Beinen schläft, weil er es liebt, mit erhöhtem Oberkörper zu liegen.
Niemand mehr, der alles, was er findet über das Katzenklo zieht, damit es nicht so stinkt.
Niemand mehr, der den Läufer im Wohnzimmer auf irgendeinen Kotzehaufen zieht, damit er nicht so stinkt.
Niemand mehr, der alles Wasser, was nicht in seinem Napf ist, als “Magic Water” ansieht und unbedingt trinken will (Zahnputzbecher, Dusche, Glas…)
Niemand mehr, der was von meinem Eis abhaben will.
Niemand mehr, der sich selbst auf rotem Untergrund noch unsichtbar machen kann…

Ich hatte eine Assoziation, als ich gestern darüber nachdachte, worauf es vielleicht hinaus laufen würde… ein Gedicht, was zwar für meinen Verlust übertrieben ist, aber das ich schon immer mochte und deswegen auch poste.

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Morgenrituale

Moin,

heute mal ein bisschen eigenartiger Post, aber das beschäftigt mich immer wieder. Wie kommt ihr morgens aus dem Bett, bzw. wie verbringt ihr die Zeit von Aufstehen zu weggehen (mal angenommen, ihr müsst Arbeiten, Schule, Treffen, also was mit Zeitdruck)
Jetzt stellt euch mal bitte 2 Szenarien vor und erzählt mir, wie ihr damit umgeht.

1. Ihr müsst um 9 Uhr fix los, wann steht ihr auf?
2. Ihr wacht/steht um 8 auf und müsst spätestens um 10 los, könnt aber jederzeit vorher gehen (Gleitzeit, jem. besuchen o.ä.) wann geht ihr voraussichtlich los?

Ich frage, weil ich immer wieder auf ganz unterschiedliche Vorgehensweisen treffe und das interessant finde.

Meine persönlichen Antworten:

1. Ich würde vermutlich um halb 9 aufstehen. Ab ins Bad, Katzen füttern und los. Also so lange schlafen, wie möglich.
2. Wenn ich um 8 aufstehe, weil ich wach bin (mal sehr hypothetisch *hust*) dann würde ich genauso vermutlich um halb 9 oder etwas später gehen. Ab ins Bad (vllt. 7 statt 5 Minuten Duschen) Katzen füttern und los. Wenn ich nicht noch irgendwas suchen oder kurz erledigen muss.

Was ich damit sagen will, für mich gibt es diese Zeit zwischen Aufstehen und Losgehen nicht als verfügbare Zeit, für mich gibt es nur “Fertig machen” und los. Kein Frühstück, keine Zeitung, kein Radio, keine Mails, nicht noch ein bisschen chillen, kein Makeup, keine 3 Stunden im Bad, keine Aufwachphase, kein Kaffee. Einfach nur das, was halt nötig ist, um das Haus zu verlassen und ein paar versorgte Katzen zurück zu lassen.

Also erzählt mir, wie es bei euch so ist 🙂

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Chor

Vor 24 Jahren wurde in der Kirche in unserer Straße ein Mädchenchor für Mädchen ab 6 gegründet und meine Mama beschloss, dass das total super wäre, ich genau 6 bin und deswegen dringend eintreten sollte.

Hab ich auch getan, ich war von der ersten Probe an dabei und es war wundertoll! Die Qualität der Chorarbeit habe ich nirgendwo wieder erlebt und so wurden aus kleinen Mädchen Engelsstimmen.

Über die Jahre wurde ich richtig gut und hatte auch darüber nachgedacht, klassischen Gesang zu studieren, was mir von professioneller Seite auch als Möglichkeit bestätigt wurde, aber ich habe nie Klavier gelernt und dann während des Abis enscheiden, dass ich es lieber als Hobby weiter mache und nicht als Beruf, da das nichts ist, wovon mal toll leben kann, wenn man nicht gerade Anna Netrebkow ist und mit 1,55m und einer lyrischen Sopranstimme, komme ich gar nicht erst zur Oper.

Wo man erwarten würde, dass die Familie erleichtert aufatmet, weil das Kind vernünftig geworden ist, ging durch einen Teil meiner Familie ein Aufschrei des Entsetzens, besonders, als ich dann irgendwann beschloss “was mit Computern” zu machen. Mein Patenonkel bot sogar an, mich finanziell zu unterstützen, damit ich doch bitte bei der Musik bleibe 😉

Naja, ich hab dann aber, wie bekannt, doch “was mit so Teufelsmaschinen” gemacht und irgendwie ist die Musik eingeschlafen. Ab und zu habe ich darüber nachgedacht, wo in meinem Leben ich so unglaublich falsch abgebogen bin, aber ich weiß, dass es das Richtige war. Nur war es nicht richtig, 12 Jahre lang nichts mehr musikalisch zu machen und nach vielen hach-ich-müsste-mal’s (kann man das so schreiben, oder komme ich jetzt in die Apostroph-Hölle? Egal, so wisst ihr immerhin, was ich meine) habe ich es vor einigen Wochen endlich geschafft und mich beim Domchor in Bremen angemeldet.

Vor einer Woche ging es dann endlich los und was soll ich sagen? <3 <3 <3 Ich merke schmerzlich, wie viel Technik ich verloren habe und dass mein Atem nicht mal ein Drittel so weit reicht, wie früher, aber es ist so toll, wieder zu singen. Bach - Schütz - komischer moderner Kram (Motschmann). Also werde ich jetzt Foursquare Mayor im Dom und freue mich schon riesig auf all die Konzerte, die da auf mich zukommen.

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Fehlkauf

Früher oder später passiert es vermutlich jedem mal, diesmal war ich dran. Bei eBay ein Schnäppchen entdeckt und nicht weiter drüber nachgedacht, sondern einfach mal gekauft.

Jetzt sitze ich hier also mit einem Handy, was schick aussieht, aber nicht im Entferntesten das tut, was ich eigentlich von ihm erwartet hatte, dafür aber jede Menge unnützer Features aufweist, die ich nicht brauche.

Wahrscheinlich hätte mich stutzig werden lassen sollen, dass es eine China-Version war, aber ich habe das so mit einem halben Auge neben der Arbeit gemacht und warum sollte das anders sein, als die Europäische Variante? Ok, anderer Stecker und andere Tastatur – so what?!
Tja, leider habe ich dann erst abends zu Hause, als mein Gebot längst abgegeben war, mal geschaut, was es denn mit einer China-Version so auf sich hat und dann war es zu spät.

Heute früh kam also mein sehr gut erhaltenes Handy an und meine ersten Tests ließen mich weinen. Kein Symbian, kein GPS, keine Mailfunktionalität. Und was soll ich mit Dual-Sim und TV?

Das heißt: zu Hause mal Google anschmeißen, ob man da firmwaretechnisch noch irgendwas retten kann, sonst @LottaWicked / meinem besten Freund anbieten, oder wieder bei eBay rein setzen und hoffen, dass ich wenigstens einen Teil meines Kaufpreises wieder rein kriege. *heulpopeul*

Loser. Also: ich 🙁

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Aufreger – Phrasen

Es gibt Dinge, dich bringen mich instant auf 180 und dazu gehören gewisse Phrasen, die manche Menschen von sich geben, wenn sie etwas von mir wollen oder so.

Hier mal ein paar Beispiele:

Ich hab mal ne blonde Frage
Kannst du das mal für Blonde erklären
Ich bin heute so blond

In diesem Fall stört mich nicht mal so sehr die Nutzung des bescheuerten Vorurteils, dass Blondinen dumm sind (wobei ich, zugegebenermaßen auch mal den Mund nicht mehr zubekam, als ich im Bus einen Tussiverschnitt, schlimmer als Paris Hilton, Financial Times lesen sah, aber das nur am Rande…) sondern mich regt dieses “ich bin so doof” daran auf.

Natürlich weiß ich auch manchmal, dass die Frage, die ich jetzt stellen werde, ziemlich bescheuert ist und ich sie eigentlich wissen sollte und stell sie trotzdem, aber dabei stelle ich nicht mich als Idioten hin.

Eigentlich kann man mir auch relativ problemlos dumme Fragen stellen, ich meine, niemand weiß alles und irgenwie muss man ja anfangen, aber bitte fragt vernünftig und nicht auf diese völlig hirnverbrannte Art und Weise!

Das 2. Phänomen ist mir erst neulich wieder begegnet, als ich einer Freundin sagte, dass man ja wohl bei 35° im Schatten nicht ein nicht ganz leichtes Kleid über der Jeans tragen würde.

Ich wäre so bescheuert und würde das tun.

Weil ich so spinnert bin, spiele ich nicht mit der Wii, [die ich mir für viel Geld gekauft habe und die jetzt seit Monaten unberührt vor sich hin gammelt.]

WTF?! Ja, es ist bescheuert (in meinen Augen) und du kannst machen, was du willst, aber erzähl mir nicht, dass du bescheuert oder spinnert bist. Das ist kein Grund dafür, dass du diese Dinge tust und damit stellst du dich selbst nur immer mehr in schlechtem Licht dar, warum?

Keine Ahnung, vielleicht bin ich ja zu empfindlich, aber solche Sätze machen mich echt aggressiv und ich muss mich sehr zusammen nehmen, um den entsprechenden Leuten nicht irgendeine gar nicht nette Antwort zu geben.

Schon vor Jahren hab ich mal einen Bekannten irgendwann angepflaumt, weil er sich, hätte ich ihn nicht gestoppt, irgendwann noch dafür entschuldigt hätte, dass er atmet… Sowas kann ich auf den Tod nicht ausstehen.

Schön und gut, wenn man genug Einsicht hat, zu erkennen, dass man nicht perfekt ist, aber das ist niemand und es gibt keinen Grund, sich immer weiter runter zu machen.
Ich bevorzuge jetzt auch keine großkotzigen Menschen, die glauben, alles zu wissen und zu können und sich für nichts entschuldigen zu müssen, aber irgendwo dazwischen lässt sich doch bitte was finden.

Fakt ist, ich widerspreche Leuten nicht, die sowas über sich sagen. Ich würde nie zu jemandem gehen und sagen, “hach, du bist nicht blöd/spinnert/…, du bist ganz toll) Geht in dem Moment einfach nicht, weil ich 1. schon zu angepisst bin und 2. hat das diesen Touch von “Fishing for compliments” und das geht mal gar nicht, wobei das vermutlich keine Motivation hinter solchen Aussagen ist, aber für mich halt so den Beigeschmack hat.

Leute, Ihr seid jemand und ihr habt es echt nicht nötig, euch immer schlecht zu machen, denn früher oder später glaubt ihr das tatsächlich noch – oder eure Mitmenschen verachten euch irgendwann dafür und das will ja wohl niemand.

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Arachnophobia

Gerade heute Morgen hatte ich bei Jojo den Webcomic über den Beschützer der Arachniden gelesen und verhalten gelächelt, weil die Spinne so süß gezeichnet war, ich jedoch definitiv eher auf Nadinis Seite stehe. Jetzt wollte ich gerade ins Bett und komm in mein Zimmer, als ich auf einer weißen Plastiktüte ein Monster sitzen sehe! Leider habe ich kein Bild, aber es könnte sich um eine Große Winkelspinne (Weibchen) gehandelt haben. Ich hab direkt erstmal meine Schwester runter geholt, damit sie mir mindestens seelisch beisteht. Ihr Essen war gerade fertig und sie grummelte nur “du willst mir bestimmt was ekliges zeigen”, kam aber doch mit. Dann standen wir beide 10 Minuten hyperventilierend und quietschend herum, bis wir einen Plan ausgearbeitet hatten, wie wir sie am besten raus bringen. Als wir dann soweit waren und ich mich näherte, kam mein einer Kater unterm Bett hervor und schnupperte in die Richtung, sah sie aber gar nicht (oder ignorierte sie) Sie flitzte jedoch unter die Tüte. Jetzt muss man dazu sagen, dass in der Ecke gerade leichtes Chaos herrschte und ich vor nichts mehr Schiss hatte, als dass sie sich irgendwo versteckt und ich nicht weiß, wo sie ist. @LottaWicked schlug den obligatorischen Staubsauger vor, aber 1. will ich Spinnen trotz alles Ekels nicht töten und 2. befürchte ich auch eher, dass sie da drin überlebt und/oder halb verkrüppelt gequält wird. Naja, zu guter Letzt konnten wir aber doch noch schnell einen Eimer drüber stülpen und sie gemeinsam auf den Balkon transportieren – beide danach etwas aufgelöst und mit wackligen Knien. Ist schon echt albern, wie sehr uns so ein kleines Tierchen (~6cm in diesem Fall) in Panik versetzen kann, aber alles, was mehr als 4 Beine hat, ist suspekt. Und bei dieser scheiß Mücke, die hier rum sirrt, hab ich auch keine Bedenken, sie platt zu machen, ich Doppelmoralist, ich 😉 Also, nun geht es aber endlich wirklich ins Bett, hoffentlich ohne Alpträume.

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Eclipse als nicht-Fan

Ein paar Dinge voraus:

1. ich bin kein Kino/Filme Fan
2. ich habe eine Sextanerblase

dadurch kam mir der Gedanke, dass es hilfreich wäre, wenn im Kino auch ein Fortschrittsbalken zu sehen wäre, um abzuschätzen, ob man es tatsächlich bis zum Ende noch aushält… was ich da schon gelitten habe *Beine verknot*

Naja, aber jetzt zum Film. Ich hab mir das erste Buch für einen Überseeflug gekauft, weil ich irgendwo nebenbei mal davon gehört hatte. Naja, ich habe mir dann tatsächlich auch die anderen 3 Bücher noch besorgt (alle auf Englisch), weil ich das einfach zu amüsant fand.
Kennt Ihr den Begriff “Mary Sue” aus/für Fanfictions? Das sind Verkörperungen der jeweiligen Autorin, die doch so normal und langweilig ist, aber dann von dem tollsten Jungen erobert werden und durch ihre ganz besondere Art alles retten. Also ein durch und durch abfälliger Begriff. Bella ist genau so eine Mary Sue und diese ganze Geschichte schlecht geschrieben und lächerlich.
Aber unterhaltsam, wenn man jeglichen Anspruch über Bord geworfen hat, weswegen ich die Bücher tatsächlich ganz gelesen habe.

Aber es geht heute ja gar nicht um die Bücher, sondern den 3. Film. Ich werde da jedes Mal von einer Freundin rein geschleift und nachdem ich nun die ersten gesehen hatte, hab ich mir eben auch den 3. angetan.

Gefühlte 30% des Filmes sieht man leinwandfüllendes Geknutsche – *kindische Schlabbergeräusche mach*
Weitere 30% streiten sich Edward und Jacob – “ich bin aber viel bessererer als wie du”
Und die drittem 30% sind Kämpfe – yay, Action
Rest ist halt Schulabschluss, Indianermythen und sowas…

Vor allem find ich diesen Edward mal null sexy! Der soll ja laut Buch der schönste Mann der Welt sein – Robert Pattinson taucht auf meiner Sexynessskala nicht mal auf… Ja, über Geschmack soll man nicht streiten, aber mal ehrlich… Papa Vampir sieht aus, wie ne Schaufensterpuppe, der Rest geht so, aber Eddi… nein, egal, ich will hier niemanden beleidigen.

Bevor wir losgingen, fragte meine Freundin: “glaubst du, dass der sehr schnulzig wird? Meine Antwort war “ja” und direkt in der ersten Szene sieht man die beiden auf einer Blumenwiese, wie sie romantische Gedichte liest (für die Schule) und er sie bittet, ihn zu heiraten…

Fazit: besser als die letzten beiden, aber als nicht Fan sollte man es echt bleiben lassen 😉

Und à propos gruselig: Gestern an der Weser haben wir Laternen mit Spinnen drum herum gesehen *schüttel* DIE waren widerlich! Zum Vergleich: Das sind halt so ganz normale Stangen, an denen man sich festhalten kann, wenn man aufs Wasser schauen will…
Edit: jetzt auch mit richtigem Bild

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Ich bin selbst für mein Leben verantwortlich

Letzt sagte jemand zu mir, dass ich das ja nun nicht wirklich erwähnen müsse, da das eine Selbstverständlichkeit sei, aber ist es das wirklich? Für mich ja, aber für andere?

Wenn ich mein Leben scheiße finde, muss ich etwas dagegen tun und nicht jammernd auf dem Sofa sitzen, wie ungerecht doch alles ist oder apathisch die Wand anstarren. Es ist MEIN Leben und ICH kannst es ändern – nur ich.

Meine Mama macht sich immer mal wieder Gedanken, weil ich seit 9 Jahren Single und relativ arm an sozialen Kontakten bin. Sie befürchtet, dass ich an meinem 50. alleine zu Hause sitze und niemand da ist, der kommen und feiern könnte.
Sie hat ja durchaus Recht mit ihrer Befürchtung, aber was sie nicht versteht, ist, dass ich bewusst so lebe. Mal ganz abgesehen davon habe ich ein paar ganz wundervolle Menschen in meinem Leben, die auf jeden Fall zu meinem 50. kommen und feiern 😉

Würde ich mehr Freunde haben wollen, oder Sex oder eine Beziehung, dann würde ich mich darum kümmern und würde es ändern. Ich behaupte nicht, dass es kinderleicht wäre, aber es ist machbar, man muss es nur angehen.
Aber ich bin glücklich mit meinem kleinen Einsiedlerleben, unterhalten von den Wortspielen bei Twitter, den Bildern in der Soup und guten TV-Serien. Den Rest der Zeit kann ich wunderbar mit mir alleine verbringen, nachdenken, schlafen, lesen, schreiben…

Und was stört euch an eurem Leben? Und wie könnt ihr es ändern?

Ja, es gibt auch Dinge, die einem im Leben nicht so gefallen und bei denen man glaubt, dass man sie nicht einfach so ändern kann (damit meine ich jetzt nicht Politik oder sowas, sondern euer ganz privates Leben) aber 1. hat man selbst zu verantworten, dass man in dieser Lage ist, weil man es versäumt hat, an einem früheren Zeitpunkt die Notbremse zu ziehen und 2. gelangt man irgendwann auch an einen Punkt, an dem man einfach zu feige ist, weil man Angst hat, dass alles in der großen Katastrophe endet, aber es ist immer die Entscheidung zwischen “Großer Knall und es ist geklärt” und “Alles geht weiter, wie bisher und man selber wird immer unglücklicher”
Das können finanzielle Dinge sein, genauso wie Probleme mit anderen Menschen, dem Job oder sonstwas.

Man weiß, dass es besser wäre, den großen Knall zu wagen (oder sich eine neue Identität zuzulegen) aber traut sich einfach nicht, sondern redet sich ein, dass es schon irgendwie wird und man sich arrangieren kann.

Ich sitze auch gerade in so einer Situation und trau mich nicht, irgendwas zu ändern, aber immerhin weiß ich, dass es meine Verantwortung ist und niemand außer mir etwas daran ändern kann.

Aber an all jene, die sich Sorgen um meine soziale Kompetenz und mangelnde Kontakte machen: Ab August gehe ich wieder in einen Chor <3

Inspiriert zu diesem Eintrag (der jetzt doch nicht so spektakulär geworden ist, wie ich erhofft hatte 😉 ) hat mich die liebe @Whispersister, die neulich in ihrem Blog einen hervorragenden Eintrag über das Leben und wie man es besser meistert schrieb. Übrigens generell sehr zu empfehlen, da ihre Einträge immer wunderbar aufbauend, voller Energie und positiv sind.

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Selbsterkenntnis

So, ich bin ja jemand, der gerne alles benennt und in Schubladen steckt. Ich weiß, ganz schlechte Angewohnheit, aber ich wende sie auch hauptsächlich auf mich selbst an und nicht so sehr auf andere – versprochen.

Normalerweise würde ich mich niemals als spontan bezeichnen. Wenn du mich treffen willst, dann bitte per Antrag in dreifacher Durchschrift und mindestens eine Woche vorher.

Aber ich habe gerade festgestellt, eigentlich stimmt das gar nicht, ich bin spontan, ich will nur einfach nicht. All dieses “ja, lass mal nächste Woche schauen” hat nichts damit zu tun, dass ich es nicht auch heute tun könnte, sondern, dass ich normalerweise einfach keinen Bock habe, irgendwas mit anderen Leuten zu machen und es auf diese Weise vor mir her schiebe.

Eigentlich ist das eine echt dumme Angewohnheit, denn

  1. hätte ich es sonst schnell hinter mir, wenn es wirklich ätzend ist
  2. müsste ich mich dann nicht 2 Wochen lang immer wieder über diesen Termin ärgern, an dem es dann doch passiert

Tja, mal sehen, ob ich das ändern kann und endlich einfach nein sagen, wenn ich keine Lust habe. (Rechne mir keine hohen Chancen aus – das mit den nein sagen lief noch nie gut)

Anstrengend wird es halt, wenn Freunde es ganz toll finden, Dinge gemeinsam zu tun, die ich albern finde, wie nebeneinander zu sitzen und immer nacheinander ein paar Minuten das Adventure auf der Wii weiter zu spielen, während der andere zuschaut.

Und an alle, die sich jetzt fragen, ob ich immer total genervt und angekotzt neben ihnen sitze, wenn wir zusammen sind: es gibt auch Tage, wo es mir tatsächlich Spaß macht, etwas zu unternehmen und/oder unter Menschen zu sein.

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