Category "Privat"

Dinge aus meinem Privatleben

Online Dating

Nein, eigentlich ist die Überschrift falsch. Es geht nichts ums Dating, es geht darum, Menschen kennen zu lernen.

Ich weiß, dass die Menschen in meiner Umgebung gerne sähen, dass ich wieder date “Orrrrr, willst du denn nicht glücklich sein?”  aber die Wahrheit ist, dass ich 1. als Single nicht unglücklich bin und 2. eine Heidenangst davor habe, wieder etwas mit einem Mann anzufangen. Meine vergangenen Beziehungen beinhalteten immer Lügen, andere Frauen und daraus resultierende Katastrophen. Gaspistolen wurden mir vor die Nase gehalten, 14 jährige Kinder (wir waren damals auch noch etwas jünger) mir vorgezogen, Mädels mit dem IQ eines Toastbrotes in meiner Wohnung gevögelt und ich wurde fallen gelassen, sobald das tätowierte Telefonsex Mädel Interesse bekundete.

Ich weiß, dass so ziemlich jeder in seinem Leben beschissene Beziehungen hinter sich hat und in irgendeiner Weise verletzt wurde. So ist das Leben und man muss weiter machen. Irgendwann kommt dann der richtige.

Aber ich mag nicht mit all den falschen konfrontiert werden. Ich mag nicht auf etwas eingehen, was zu 50% toll und zu 50% die nächste Katastrohe werden kann. Und da ich das nicht ausschließen kann, da es schlicht keine Garantie gibt, lasse ich es schon seit vielen Jahren einfach bleiben.

Ich muss zugeben, ich habe keine Ahnung, was ich überhaupt will. Was für einen Mann, was für eine Beziehung, welchen Sex… Ich weiß es nicht. Meine Erfahrungen sind aus einer Zeit, wo keiner der Beteiligten wirklich viel Ahnung hatte. Meine Beziehungen damals waren nicht schlecht, aber sie fanden in einer Zeit statt, in der wir noch in der Ausbildung oder Schule waren, in der noch ganz andere Prioritäten im Leben gesetzt waren, in denen man kein Geld hatte und keinen geregelten Job. Aber sowas will ich heute natürlich nicht mehr.

Was will ich denn von einem Mann? Wie muss mein Prince Charming sein? KEINE AHNUNG!

Gut, ich weiß einiges, aber das ist ein sehr langweiliger Wunschzettel:

– zuverlässig
– stabil
– zufrieden mit sich und seinem Leben
– ehrlich
– kein Partymensch
– Nichtraucher

Klingt awesome, oder? Ich suche nicht nach Mr. sexy Romantiker (also nicht, dass er das nicht sein darf…) sondern ich suche einen Fels in der Brandung. Dazu muss ich sagen, dass ich das selbst ja auch alles bin. Ich bin keine hilflose instabile Träumerin, die einen Realisten sucht, der sie durchs Leben trägt, sondern ich suche jemanden, der mir gleichwertig ist. Die meisten Menschen um mich herum erfüllen vielleicht ein bis zwei dieser Kriterien und ich liebe sie trotzdem, aber ich hasse sie auch, weil ICH diejenige bin, die sie festhält, die der Rettungsanker für jeden um mich herum ist und mit ihrer Stabilität Ordnung und Ruhe bringt.

Deswegen will ich jemanden, der mich nicht braucht. Jedenfalls nicht auf diese Weise. Jemanden, der mir keine Energie und Kraft entzieht und dabei immer und immer wieder ins Leere laufen lässt. Ich habe schon gar keine Erwartungen mehr an Menschen, sie tun eh nie das, was sie versprechen und was vernünftig und sinnvoll wäre.

Ok, laaaaaanger Zwischenteil, zurück zur Überschrift.

Ich habe mich bei MeetMe angemeldet, um neue Leute kennen zu lernen. Naja, weil es vielleicht gut wäre, wenn ich neue Leute kennen lernen würde. Ich habe brav mein Profil ausgefüllt und als halbwegs attraktive Frau auch direkt x Anfragen. Jetzt sitze ich da und weiß  nicht, wie ich darauf reagieren soll… 20 Chats mit irgendwelchen Männern beantworten, die mir ein “hi” geschrieben haben? Dafür habe ich gar keine Zeit. Irgendwie habe ich das nicht so richtig durchdacht.

Ich habe viele meiner Freunde (romantisch und platonisch) online kennen gelernt und endlos mit ihnen gechattet, das ist also etwas, was mir eigentlich gut liegt, aber so wahllos bombardiert werden ist dann doch wieder was anderes.

Damaaaaaaals… wir hatten ja nüscht. Damals war chatten noch teuer und wenigen Eliten (=Nerds *g*) vorenthalten. Das war alles viel einfacher und es waren viel weniger Spacken unterwegs, weil man sich eben doch damit richtig auseinander setzen musste. Gott, ich bin alt 😉 Aber die Zeit war awesome und die Leute (mit einigen Ausnahmen) waren cool.

Naja, was solls, ich schau mir das mal an und wenn das nichts wird, dann lösche ich das Profil eben wieder.

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Freizeitstress

Wenn die Hobbys einen mehr stressen, als die Arbeit, dann sollte man wohl drüber nachdenken, etwas zu ändern.

Ich liebe es, zu singen und freue mich über jede Einladung / Anfrage für Projekte, da mein Ego sich natürlich gestreichelt fühlt, aber jeder Auftritt bedeutet vorher x Termine, die sich immer mehr anhäufen. In entspannten Wochen habe ich etwa 2 Termine, in hektischen schon ungefähr 9 und das zusätzlich zu einer normalen Vollzeitarbeit.

Also lieber ein bisschen vorsichtiger sein mit Zusagen. Aber man hat natürlich immer im Hinterkopf, dass man vielleicht auch nicht mehr gefragt wird, wenn man öfter absagt und das wäre natürlich nicht gut. Aber da muss man wohl durch, wenn man sich nicht aufreiben lassen will.

Aber ich habe ja auch andere Hobbys. Die sind viel entspannter (oder auch nicht) Gemütlich mit dem Kindle und einem Strickzeug auf dem Sofa ist gleich was ganz anderes. Und natürlich Computerspiele. Ich finde leider nicht häufig die Zeit dafür, aber ich spiele gerne und auch wenn ich mir ganz doll Mühe gebe, die Steam Sales zu ignorieren, so fällt dann doch das ein oder andere Schnäppchen in meinen Warenkorb. 81 Steam Spiele besitze ich, einen Großteil davon habe ich noch nicht einmal installiert, geschweige denn angespielt… Aber letztes Wochenende habe ich mich tatsächlich mal wieder hingesetzt und Bioshock 1 angefangen. Hatte ein Bundle mit allen 3 Spielen günstig geschossen und dachte, ich probiere es mal. Gefällt mir bisher sehr gut 🙂

Was ich auch noch gekauft habe, waren alle Tomb Raider Spiele. Ich habe damals mit Spiel 4 oder so angefangen, was in irgendeinem Magazin frei dabei war und seitdem alle weiteren auch gespielt. Durch das Bundle war es jetzt möglich, mal den krassen Grafiksprung zwischen Spiel 1 (1996) und Spiel 9 (2013) – sehr, sehr krass. Aber auch die Zwischenstufen sind spannend. Wenn man keine Pixel mehr sehen kann, aber die Figuren noch eher wie Marionetten aussehen und wie sie immer realistischer und feiner werden. (Und ihr Busen von gigantisch-dreieckig-spitz zu realistisch schrumpft).

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Reiß dich zusammen und stell dich nicht so an

Als Reaktion auf Tiia Auroras Artikel über den Umgang mit psychisch kranken Menschen möchte ich einmal ein paar Worte als einer dieser gesunden Menschen schreiben.

Vorweg: ich stimme Tiia vollkommen zu. Psychische Krankheiten sind vorhanden, sind furchtbar und müssen ernst genommen werden.

Aber!

Ich habe in meinem Leben schon viel zu viel Zeit mit psychisch kranken Menschen verbracht und wurde von ihnen ausgenutzt, emotional erpresst und misshandelt. Bei jedem* Streit ist der gesunde Mensch Schuld, denn er nimmt den Kranken ja nicht ernst.

Ich muss meine Sätze vorher überlegen, muss Kritik x mal abwägen und vorsichtig sein, um nicht die nächste Lebenskrise auszulösen. Dafür bekomme ich im Gegenzug einen riesigen Egoismus, der soweit geht, dass man sich um nichts mehr kümmert, denn Miss Evil (der gesunde Mensch) ist ja für einen da.

Natürlich bin ich da und natürlich möchte ich helfen, denn diese Menschen sind mir wichtig, aber ich möchte nicht ausgenutzt und angelogen werden.

Beispiel:
Person A wird von mir finanziell unterstützt. Sie müsste zum Amt, was aber mit einer Angststörung schwer ist. Das sehe ich vollkommen ein, aber 1. gibt es immer auch gute Zeiten, in denen die Angst weg ist und 2. kann ich es auf den Tod nicht ausstehen, wenn auf meine Frage “kümmerst du dich um was?” mit “ja” geantwortet wird, obwohl nichts getan wird, weil man sich ja auf mich verlassen kann und es schlicht und ergreifend  nicht so dringend ist.

Und das sind die Momente, in denen ich sagen möchte “Reiß dich gefälligst zusammen!” Das sind die Momente, in denen ich die Krankheit nicht mehr ernst nehmen will (und einen Teil weit auch nicht kann), sondern nur noch aggressiv bin. Natürlich sage ich das nicht und natürlich helfe ich weiterhin, aber daraus entwickelt sich immer mehr eine sehr gespaltene Haltung gegenüber Menschen mit psychischen Erkrankungen. Ich kann und mag einfach nicht mehr. Mein Leben mit diesen Menschen ist ein Tanz auf rohen Eiern und jede Kritik muss wohl formuliert und durchdacht sein, um nichts auszulösen. (Oder gar nicht erst geäußert, um gar nicht erst in eine Gefahrenzone zu geraten). Dadurch bin ich nicht mehr frei, sondern in den Fesseln meiner kranken Freunde.

Ich weiß, dass Tiia von einer ganz anderen Art von “reiß dich zusammen und hab dich nicht so” spricht. Von einer Ignoranz, die allgegenwärtig ist und einer fehlenden Empathie. Das hat nichts damit zu tun, was ich fühle, aber in diesem Zusammenhang musste ich was dazu schreiben.  Ursprünglich war der Text sehr viel länger und erzählte von den verschiedenen Menschen in meinem Leben und was sie mir in ihrer Ignoranz (denn auch die kranken Menschen können sehr ignorant und empathielos sein) angetan haben, aber das ging zu weit… wahrscheinlich ist das hier auch viel zu wirr, um sinnvoll zu sein, aber es musste gerade raus.

*grobe Verallgemeinerung! Aber leider nicht völlig falsch.

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Führerschein

Vor vielen Jahren schrieb ich mal einen Blogeintrag über die Optionen in der Software unseres Lebens.

Eine schnelle Zusammenfassung:

Es gibt normale Felder, in die man Wahllos Dinge eintippen kann, es gibt automatisch berechnete Felder und es gibt Checkboxen.

Die beiden Checkboxen, in denen es in meinem Eintrag damals ging, waren “Kinder?” und “Führerschein?”. Denn was daran so besonders war, war die Tatsache, dass diese Checkboxen nicht einfach anzukreuzen sind, sondern dass sie disabled sind. Ich kann also nicht aktiv wählen, ob ich Kinder möchte oder nicht, sondern diese Option existiert [momentan] schlicht nicht. Ich kann mich nicht vorstellen, welche zu haben. Geht nicht. Und das hat nichts damit zu tun, ob ich welche will, oder nicht, sondern damit, dass ich in meiner jetzigen Situation schlicht nicht bereit dafür bin.

Genauso war es mit dem Führerschein. Ich konnte mich schlicht und ergreifend nicht vorstellen, in einem Auto zu sitzen und zu fahren. Natürlich ist es total cool, einen Führerschein zu haben und fahren zu können, auch wenn ich in einer Gegend wohne, wo es nicht nötig ist und Fahrrad oder ÖPNV immer die bessere Wahl sind.So schob ich die Entscheidung immer weiter vor mir her, denn sie war ja quasi im Moment eh nicht aktivierbar.

Vor 3 Monaten dann kamen zwei meiner Kollegen und drängten mich dazu, mit ihnen gemeinsam den Führerschein zu machen und ich hab mich bequatschen lassen.

Ich bin definitiv kein geborener Autofahrer. Viel zu schisserig und immer der Meinung, dass alle anderen gegen mich fahren. Mein Fahrlehrer musste mir immer wieder eintrichtern, dass man ohne das Vertrauen in andere Fahrer gar nicht erst in ein Auto steigen muss. Dass es in der Realität aber immer solche und solche gibt, zeigten mir dann ein Busfahrer, der mit Vollgas aus einer kleinen Straße von rechts kam und vor mir einscherte, als ich auf eine Ampel zufuhr und super hilfreiche Hintermänner, die mich netterweise doch noch auf die Autobahn fahren lassen haben, als ich am Ende des Beschleunigungsstreifens immer noch nicht drauf war und kurz vor dem Verzweifeln war. (gab auch keine Standspur, um weiter rechts zu fahren)

Nachdem ich die Theorie im 1. Anlauf mit 0 Fehlern durch hatte, musste ich aber fast doppelt so viele praktische Stunden nehmen, wie meine Kollegen, bis mein Lehrer und ich das Gefühl hatten, dass das was werden kann mit der Prüfung. Auch die habe ich dann beim ersten Versuch geschafft, aber jetzt geht es ja erst los… Momentan bin ich nur bei einem Carsharing System angemeldet und fahre viel zu selten. (5,5 Wochen und nur 3 kurze Touren durch die Stadt).

Ich denke darüber nach, mir für ein Jahr oder so ein altes, günstiges Auto zu kaufen, nur um Praxis zu haben. Ich brauche es nach wie vor nicht, aber muss ja drin bleiben und wenn ich mit einem der Carsharing Autos zu Arbeit fahren würde, müsste ich ja auch die ganze Zeit bezahlen, die es auf dem Parkplatz steht und das ist da Quatsch. Alle Hobbies liegen in der Innenstadt, da kann man nicht parken, also bleiben nur samstägliche Einkäufe, oder sinnlos durch die Gegend fahren, wozu ich mich bisher aber noch nicht so richtig überreden konnte.

Aber mit dem besseren Wetter kann man ja vielleicht auch einfach mal ans Meer fahren, Bremerhaven ist ja nicht weit. Außerdem werde ich in den kommenden Monaten hoffentlich ab und zu mal nach Berlin fahren, da einer meiner besten Freunde dann zum Fußball kann und nur die hälfte für die Fahrt zahlen muss. Ich bekomme dadurch Praxis und kann meine Familie und alte Freunde besuchen. Definitiv eine gute Sache.

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Happy 2014

Ein schönes neues Jahr wünsche ich euch. Und angelehnt an all die Berichte und eigenen Erfahrungen, wünsche ich euch vor allem ein weitaus besseres Jahr als 2013. Irgendwie war bei den meisten der Wurm drin.

Zwei Todesfälle im Freundeskreis, zwei enge Freunde sind psychisch erkrankt, Gewichtszunahme (ja, passt von der Relation nicht so ganz da rein, aber war trotzdem blöd), Umzugsdesaster in der Firma.
Aber viel Musik und nette Menschen gab es in 2013, also war nicht alles schlecht.

Trotzdem gibt es neue Vorsätze, die es zu befolgen gilt und neue Aufgaben, die zu bewältigen sind.

Endlich die 2. Hälfte meiner Abnahme, die vor 3 Jahren so großartig lief. Das beinhaltet Ernährung und Bewegung.
Mal wirklich regelmäßig meine Gesangsübungen machen, um endlich weiter zu kommen.
Etwas sozialer sein – soll heißen, mich öfter unter Menschen begeben, nicht, netter zu sein. In der Hinsicht bin ich eh schon viel zu sozial und kümmere mich viel zu engagiert um andere. Ja, helfen ist gut und wichtig, aber man darf sich dabei selber nicht vergessen und nicht zulassen, dass einen andere Menschen zu sehr in Beschlag nehmen – sowohl emotional, als auch finanziell, zeitlich, oder in Form von Arbeitskraft.

Viel habe ich von meinen letzjährigen Vorsätzen nicht eingehalten, aber man soll ja auch nicht verbissen werden und ich habe dieses Jahr trotz allem schöne Erfolge gehabt, die mich stolz und glücklich machen.

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Was für ein Jahr

Ich mag nicht mehr!

Dieses Jahr war kein schönes und ich habe keine Kraft mehr. Ich bin emotional dermaßen ausgelaugt, dass ich jedes Zusammensein mit Menschen als anstrengend empfinde, auch wenn ich sie sehr mag. Ich kann mich kaum noch für andere freuen, weil ich immer erwarte, dass es wieder kaputt geht und ich wieder für jemanden da sein muss.

Aber der Reihe nach.
Nein, es geht mir nicht schlecht, ich bin nur unendlich müde.
Es geht *mir* gut. Mein Leben ist in Ordnung und meine Stabilität und Ruhe ist es wohl, was mich heute noch am Laufen hält.

Denn allen anderen geht es furchtbar.

Ich fühle mich, als würde ich im Auge eines Tornados stehen, wo mir nichts geschieht. Aber um mich herum wirbeln all meine Freunde und gehen zugrunde. Und ich kann nichts tun, um ihnen zu helfen, sondern nur zusehen und ihnen eine Hand hin halten.

Im August diesen Jahres verstarb eine gute Freundin mit nur 28 Jahren überraschend an einem Herzversagen. Ein Sonnenschein für ihre Freunde und gerade auf dem Weg, ihren Weg zu finden und zu beschreiten. Wir hatten uns ewig nicht gesehen, aber es war immer, als wäre es erst letzte Woche gewesen, wenn wir es taten – und das sind doch die besten Freundschaften.
Nur wenige Wochen vor ihrem Tod hatte ich sie nach längerem mal wieder in ICQ (ja, sowas antiquiertes nutze ich noch) gesehen und überlegt, sie anzuschreiben, aber da ich gerade auf der Arbeit saß und beschäftigt war, schob ich es weg “später…” Nur, dass dieses später niemals kam.

Wenige Wochen später wurde bei meiner Schwester (30), die gleichzeitig auch meine beste Freundin ist, eine Depression und Anthropophobie diagnostiziert. Sie ist seit dem krank geschrieben und gute Tage wechseln sich mit schlechten ab… Manchmal kann sie kaum einkaufen gehen, ohne fast panisch zu werden, manchmal hält sie es auch in einem Konzert im Dom aus. Mit Psychopharmaka…

Auch bei meinem besten Freund (35) wurden diesen Herbst wieder Depressionen diagnostiziert.

Ende Oktober verstarb dann eine enge Freundin, die gleichzeitig auch meine Nachbarin war, mit 40 Jahren ebenfalls überraschend an einem Aneurysma. Zum Glück nicht in ihrer Wohnung, sondern in einer Therapie-Klinik, wo sie gerade war.
Ich kannte sie seit 10 Jahren und wir hatten fast jeden Tag Kontakt. Selbst wenn es nur ein paar Sätze waren, so haben wir zumindest miteinander gesprochen. Es war nicht immer einfach mit ihr und ich habe mich oft über sie geärgert. Und spätestens als sie mir sagte, dass sie kurz vor dem Suizid stünde und auf meine Frage, was ich den tun könne, um es zu verhindern, mit “das sage ich dir nicht, da musst du selbst drauf kommen” antwortete, war die Freundschaft nicht mehr wirklich als solche zu bezeichnen, weil ich nur noch Angst hatte, dass sie sich was antut, wenn ich irgendwas falsch mache. Aber trotz allem war sie meine Freundin und ein sehr präsenter Teil meines Lebens.
Ich denke, für sie war es eine Erlösung. Sie war sehr krank und bei dem, was sie so mitgemacht hat, hätte keine Therapie der Welt sie wirklich glücklich machen können, auch wenn es besser geworden wäre. Aber sie wollte zu diesem Zeitpunkt nicht mehr sterben und war in qualifizierten Händen… Das macht es wirklich tragisch.
Ihre Wohnung ist noch so gut wie unberührt in unserem Keller und ihr Kater lebt jetzt alleine dort. Er ist schon fast 20 und würde es nicht überleben, umgesiedelt zu werden. Es hat Monate gedauert, bis wir Freunde wurden und einschläfern mag ich ihn nicht, da er noch sehr fit ist, also müssen meine Schwester und ich jetzt jeden Tag für ein paar Stunden zu ihm runter.

Kater kopfüber

Ich möchte stark sein für sie, ich möchte ihnen helfen, denn es geht mir gut, aber ich kann nicht mehr. Meine Ressourcen sind erschöpft und als ich eben bei Blogblume las, dass Tiia einen ihrer Kater verloren hat, saß ich hier und habe geheult, wie ein Schlosshund. Ich kann nicht mehr und ich mag nicht mehr.

Trotz allem freue ich mich auf die (Vor)Weihnachtszeit, die für mich immer mit viel Musik verbunden ist und so ablenkt. Zwar sind auch diese angenehmen Zusammentreffen mit Menschen schwer, wie schon eingangs beschrieb, aber das Singen macht mich glücklich.

Ansonsten versuche ich, auf mich aufzupassen, sodass aus dieser Müdigkeit nicht auch noch zu etwas ernsten wird.

Und jetzt wünsche ich uns allen eine schöne und nicht zu stressige Vorweihnachtszeit und ein glückliches und erfülltes neues Jahr. (Ja, etwas früh, aber denkt ihr echt, ich schreibe vorher nochmal? *g*)

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Stricken: 0,5 – Vegan: 0

So, ein kurzer Zwischenstand.

Experiment #1: Strickjacke

Ich bin gut dabei, aber da ich ziemlich dünne Wolle nutze, hat man das Gefühl, dass Aufwand und Ergebnis irgendwie nicht ganz zusammen passen. Könnte aber auch dran liegen, dass ich immer mal wieder Fehler einbaue und dann wieder zurück stricken / aufribbeln muss. Also das in einem Monat zu schaffen, ist nicht möglich, aber ich werde weiter machen um sie so schnell wie möglich zu vollenden. Hier mal ein Eindruck:

Merlin mit Jacke (Kragen)

Dazu muss ich euch noch ein Ding der Kategorie: “wusste ich  nicht, dass ich es brauche, aber ist großartig” zeigen. Eine Labello Hülle, die man am Schlüssel trägt. Klingt total albern, aber als jemand, der den Labello immer in der anderen Tasche hat und sich deswegen ständig neue kaufen muss, ist das awesome.

Labello-Tasche

Solche Dinge entstehen, wenn man bei sogenannten Mystery Knit-a-longs mitmacht. <3

Experiment #2: Veganismus

Also bisher würde ich es mal mit “Fail auf der ganzen Linie” beschreiben 😉 Ich hab noch so viel Kram im Haus, der nicht dazu passt und einmal nicht nachgedacht und schwupps, da war ein Würstchen auf meinem Brötchen. Ich  hab die Idee noch nicht aufgegeben, aber das ist echt nicht einfach und ich muss erstmal schauen, dass ich den Kühlschrank von Teewurst und Ziegenkäse befreie. Ist aber schon viel Gemüse drin und auch Obst ist ordentlich da, also ich bin noch dabei und werde weiter berichten.

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Experimente

Ich möchte diesen Monat zwei Experimente starten und versuchen, hier darüber zu schreiben.

Experiment #1: eine Strickjacke innerhalb eines Monats stricken.
Ich habe noch nie etwas so in einem Stück gestrickt und der eine Pulli, den ich Anfang des Jahres mal zusammen mit meiner Schwester fabriziert habe, brauchte 2 Monate und ist ein echtes Einzelstück *hust*. Das Muster, was ich mir dafür ausgesucht habe, heißt Vitamin D und ist eine (hoffentlich) relativ einfache Jacke ohne großen Schnichschnack. In einer meiner Gruppen bei Ravelry ist diesen Monat “Sweater-a-long” angesagt und ich nehme das mal als Anreiz. Nächste Woche habe ich auch Urlaub, Pfingstmontag ist auch noch frei, also der perfekte Monat, um furchtbar viel zu stricken.

Experiment #2: Vegan leben.
Klingt blöd, ist es vielleicht auch, aber ich möchte es wenigstens für einige Wochen mal probieren. Einerseits für den Gewichtsfaktor, aber vor allem, weil ich jetzt von mehreren Seiten gehört habe, dass die Leute dann total viel Energie haben. Das ist nämlich etwas, was ich in der Regel nie habe. Ich bin immer mehr so ein halbmüder Schluffi. Liegt vermutlich an all dem Zucker, Weißmehl, etc. aber ich dachte, wenn man mal testweise umstellt, dann gleich richtig. Also einige Wochen Vegan. Schummeln ist erlaubt, denn für nächstes Wochenende sind Pfannkuchen angesagt und die werde ich auch essen, trotz all der Eier und Milch und was da sonst noch so schlimmes drin ist.

Ich weiß, dass ich persönlich kein Low-Carb machen kann, ohne nach spätestens einer Woche zu einem pinken Hulk zu mutieren. Nicht mal zwingend wegen des Zuckers (ich LIEBE Zucker!) aber vor allem auch wegen Dingen wie Brot, Kartoffeln und Nudeln. Ohne Kohlenhydrate werde ich unglücklich, also versuche ich das gar nicht erst. Soll ja auch nicht auf Dauer sein, sondern einmal probieren, um es kennen zu lernen und herauszufinden, ob an der Sache mit der Energie was dran ist. Und dann lieber ganz radikal, als nur Zucker und Weißmehl weg zu lassen. Fleischesser bin ich eh nur in geringen Maßen, aber ganz weglassen werde ich es wohl nie.

Also schauen wir mal, was passiert und ob ich eines der Experimente erfolgreich abschließen kann. Für #2 hab ich noch viel zu viel schlechtes im Haus, aber ich bin motiviert 😉

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Kranker Kater

Unser Neuzugang macht sich ganz gut und auch wenn es immer noch ein paar Faucher gibt, haben sie sich ganz gut arrangiert.

Aber jetzt habe ich ganz andere Sorgen. Nachdem Tiger letzten Herbst beim Tierarzt ausgeflippt ist, musste ich jetzt wieder hin, um endlich seine Zähne machen zu lassen. Außerdem hat er schon wieder Durchfall und ständig Bauchgrummeln… Eine Röntgenaufnahme und ein Blutbild später die Diagnose: extreme Bauchspeicheldrüsenüberfunktion. Dafür gibt es Tabletten, die viele Katzen allerdings nicht vertragen… Sieht aus, als hätten wir Glück und er verträgt sie, allerdings wird der Durchfall nicht besser; also morgen noch eine Ration Antibiotikum vom Arzt holen 🙁
In 3 Wochen dann wieder ein Blutbild, um zu sehen, ob sich die Bauchspeicheldrüse wieder normalisiert. Außerdem schauen ob er zusätzlich noch ein Herzmittel braucht, oder ob sich das alles mit der BSD wieder einrenkt *Daumen drück*

So geht es ihm ja ganz gut, aber ich hab doch ziemlich Schiss und denke immer wieder zurück an Merlin und wie schnell dann alles auf einmal ging…

Ach menno, man hängt doch echt extrem an den Tieren und sowas macht einen fertig. Aber ich sage mit immer wieder, dass das wieder wird und Tiger mit noch mindestens 8 Jahre erhalten bleibt! Gibt dann zwar Tabletten auf Lebenszeit, aber wenn dann alles wieder gut wird, ist mir das ja Recht.

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Was machen die Katzen?!

So, 2 Wochen ist der “kleine” Kater schon bei uns. Hat sich sofort großartig eingelebt und liebt meine Schwester und mich. Tiger ignoriert er meistens.

Tiger hingegen ist wiedereinmal nicht glücklich über seinen neuen Mitbewohner. Vielleicht habe ich ihn doch völlig missverstanden und er ist gar nicht einsam… wobei er jetzt wesentlich weniger jault – dafür aber mehr knurrt. Irgendwas ist ja immer *seufz*
Aber es ist nicht halb so schlimm, wie vor einem Jahr, sodass ich dieses Mal nicht nach 3 Wochen aufgeben werde, auch wenn ich weiß, dass es umso schwerer wird, je länger man es heraus zögert, aber es muss doch einfach klappen *Daumen drück*

Er ist ca. 10 Jahre alt und leider ohne Namen zu uns gekommen. Nachdem wir ihn das erste Mal haben maunzen hören, kamen wir auf “Farinelli”, da er zwar sehr groß ist, aber klingt, wie eine kleine, neugeborene Winzkatze. Allerdings fanden wir den Namen dann im Alltagsgebrauch nicht mehr so toll und da er bisher eh nicht drauf hörte, haben wir uns dann umentschieden und jetzt heißt er “Muffin”.

Muffin, unser Neuzugang

Ich hoffe wirklich, dass das mit den beiden noch was wird, denn ich möchte nicht schon wieder heulend einen Kater zurück ins Tierheim bringen!

Er ist sehr schmusig, liebt den Kratzbaum (endlich jemand, nachdem der seit 2 Jahren quasi ignoriert wird) und genießt es, dass er da direkt an der heißen Heizung liegt. Außerdem nuckelt er gerne an Klamotten, wenn es ihm gut geht und setzt mit Vorliebe seine Krallen ein, um sich in den unmöglichsten Haltungen auf dem Arm meiner Schwester zu verrenken, a/k/a zu genießen. 😉

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