Category "Sport & Abnahme"

30 Tage SHRED mit Jillian Michaels – Viel Spaß mit Sport

Moin, im Rahmen meiner Abnahme bin ich jetzt an dem Punkt angekommen, an dem ich Sport machen muss, damit ich nicht nur weniger werde, sondern damit mein Körper auch definiert und gestrafft wird. Momentan bin ich 0,5 Kilo von einem normalen BMI entfernt, aber immer noch fett. Ist halt alles insgesamt weniger geworden, aber mein Körperfettanteil liegt immer noch weit über 30%.
Und leider gibt es nur einen Weg, um das zu ändern: Sport.
Ich habe schon ein paar Mal kundgetan, was ich davon halte und daran hat sich bisher auch nichts geändert. Ich hasse Sport! Ich hasse es zu schwitzen, Endorphine kommen auch nicht auf, es ist einfach nur ätzend.

Naja, aber manchmal muss man halt Dinge tun, die man doof findet, weil man ein Ziel vor Augen hat. Und eine DVD mit 30 Minuten Training ist halt ein ganz guter Kompromiss, weil ich es irgendwann zu meiner Zeit eben zu Hause machen kann und mit Duschen dann in 45 Minuten durch bin.

Diese DVD liegt schon seit Jahren bei mir rum und ich habe es schon einige Male versucht, mich darauf einzulassen – totaler Reinfall.

Das Programm besteht aus 3 Stufen, die man jeweils halt etwa 10 Tage machen soll. Ich habe immer spätestens nach Tag 3 aufgegeben. Dadurch, dass eine Session nur 20 Minuten (plus Aufwärmen und Stretchen) ist, muss sie natürlich auch ordentlich fordern, damit es was bringt. Und so als untrainierter Moppel sind diese Sessions hardcore. 3 Minuten Krafttraining, 2 Minuten Ausdauer und 1 Minute Bauchmuskeln. Das ganze 3 mal. Klingt eigentlich machbar, aber in der Realität bedeutet das harte Arbeit und viel Schweiß.

Aber ich hab in den letzten 5 Monaten so viel erreicht, da muss es auch mit dem Sport was werden! Also hab ich mich dran gemacht und 30 Tage mit Jillian Michaels gekämpft.

Allgemeiner Eindruck der DVD / des Programms
Ich hab vor Jahren mal ein Sport Programm auf der Wii gemacht, bei dem man auch nur mitmachen musste, es also während der Übungen keine Interaktion gab. Der Vorteil da war, dass am unteren Bildschirmrand immer zu sehen war, was gerade dran war und wie lange noch. Musik konnte man wählen oder ausschalten.
Mir geht Jillians Gerede ziemlich auf den Keks und die Musik ist doof, aber ich kann halt schlecht stumm machen, weil man dann die Übergänge nicht mitbekommt. Mit geht so motivierendes Trainer-Anfeuern extrem auf die Nerven und dann 10 Tage lang auch noch das gleiche… Aber da es ja auch keine wirklichen Pausen gibt, ist es halt nicht ganz so praktisch, wenn man nichts von ihr hört. Würde ja sonst gerne einfach eigene Musik drüber legen oder von mir aus auch ganz ohne was. Naja, so ist das halt mit DVDs.
Gut finde ich, dass es für schwerere Übungen immer eine abgewandelte Version gibt, sodass man nicht selber irgendwie versuchen muss, die Intensität zu verringern, sondern auch dafür eine ordentliche Anleitung bekommt. Natürlich muss man trotzdem selbst auf sich aufpassen und schauen, wo die eigenen Grenzen liegen. Also nie blind alles mitmachen, sondern immer schauen, ob es mit den eigenen Fähigkeiten und Einschränkungen passt.

Level 1
Level 1 hatte ich ja, wie gesagt, schon ein paar Mal erfolglos angefangen und wieder abgebrochen. Liegestütze, Hampelmänner und Bauchpressen (ja, ich musste gerade erstmal das Internet fragen, wie Crunches auf Deutsch heißen). Alles bekannte Übungen, aber durchaus fordernd.
Die ersten beiden Tage gaben heftigen Muskelkater, aber ab Tag 3 ging es dann doch ganz gut. Ich brauchte immer weniger Pausen und kam gut mit. Die ganze Hüpferei im Cardio-Teil habe ich einige Tage durch eine Box-Übung ersetzt, da ich Verdauungsprobleme hatte und die Sprünge meinem Bauch gar nicht gefielen. Aber Hauptsache man macht irgendwas.
Also ein harter Start, aber ich bin doch relativ schnell rein gekommen und habe die 10 Tage auch am Stück gemacht.

Level 2
Vor Level 2 gab es dann den ersten Tag Pause und die 10 Tage habe ich auch nicht ganz am Stück gemacht.
Alle warnten davor, dass der Übergang zu Level 2 extrem demotivierend sei, weil man sich plötzlich wieder fühlt, als hätte man noch nie in seinem Leben Sport gemacht. Ich war also auf alles vorbereitet, aber eigentlich ging es. Ja, es ist schwerer und ja, ich habe wieder Pausen gebraucht, aber alles in allem war es nicht so schlimm und es gab auch keinen Muskelkater. Auf dem Level gab es viele Plank-Positionen, auch für Ausdauer und Bauchmuskeln. Mein persönliches Problem war eigentlich immer der Übergang von Kraft zu Kardio. Nicht, weil die Übungen so schwer sind, sondern weil ich nach den 3 Minuten Kraft so ausgepowert war, dass so dynamische Hüpferei so völlig utopisch und unschaffbar erschien. Weiteres Krafttraining wäre gegangen, aber das Programm lebt ja gerade von diesem Mix.
Ich habe auch deutlich länger gebraucht, bis ich es ohne Pausen durchziehen konnte. Wo ich bei Level 1 schon nach 5 Tagen soweit ok war, habe ich in Level 2 bis zum Ende doch sehr gekämpft. Es hat auch bis etwa Tag 8 gedauert, bis ich tatsächlich “angekommen” war und das Gefühl hatte, ich wüsse, was abgeht. Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich Level 1 ja schon seit Jahren immer mal wieder probiert hatte und die Abfolge einfach so viel öfter gesehen habe.
Aber insgesamt gefiel mit Level 2 besser und es kam mir immer kürzer vor, als 1.

Level 3
Ich hatte zwar nicht das Gefühl, dass ich Level 2 erfolgreich “gemeistert” hätte, aber ich wollte mich nicht mehr länger als notwendig mit der DVD aufhalten, also Tag 21 direkt auf Level 3. Viele Plank-Variationen und Liegestütze, die mir zeigten, dass sich an meinen Armen schon mal was getan hat. Als ich dann jedoch in einer Yogastunde dann eine Übung machen sollte, bei der ich mich mit den Armen hochdrücken muss, war auch gleich die Ernüchterung wieder da, weil das absolut nicht ging. Aber egal, ich bin stärker als je zuvor und irgendwann wird es auch für das Rad im Yoga reichen.
Zwischendurch war ich ein paar Tage weg, also zog sich auch Level drei ziemlich hin.
Generell fand ich die Übungen aber sehr gut und zu sehen, wie viel besser vieles jetzt doch schon läuft, war auch motivierend. Und es gab ja zum Glück auch immer Anita, die fiese Sprungübungen dann vereinfacht hat. Jumping Lunges sind z.B. immer noch nicht so wirklich drin, aber irgendwann werde ich auch die können.

Fazit und Ergebnis
Bin ich jetzt schlank? Natürlich nicht! Aber es hat sich definitiv was verbessert. Bauch, Beine und Arme haben an Umfang verloren und ich kann die Muskeln spüren. Ich werde damit allerdings nicht weiter machen, dafür nervt es mich zu sehr. Aber ich halte die DVD grundlegend für wirklich gut, wobei ich von vielen gehört habe, dass man mit Knieproblemen damit auf keinen Fall glücklich wird, weil es doch auch auf die Gelenke geht. Da ich da keine Probleme habe, war es nicht schlimm, wobei ich meine Knie schon auch mal gemerkt habe.

Ich werde jetzt wohl zu meiner Wii Trainerin zurück, denn immerhin habe ich mir diese halbe Stunde Sport ja jetzt schon halbwegs angewöhnt, also wäre es ja doof, das nicht weiter zu machen. Hätte sonst alternativ noch andere Sport-DVDs, aber eigentlich ist diese Abwechslung jeden Tag gerade das interessante und da hat man nicht nur jeden Tag einen anderen Fokus (Oberkörper, Bauch, Unterkörper, Flexibilität) sondern auch die Übungen wechseln immer. Ist halt der Vorteil eines “Spiels” gegenüber einer DVD.

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Gewichtsgedanken

Das wird wahrscheinlich ein langer Eintrag und ob was Informatives dabei raus kommt, kann ich auch noch nicht versprechen, aber ich lege einfach mal los.

Es gibt immer mal wieder Momente und Menschen, wo ich mich frage, wie es zu so einem Gewichtsanstieg kommen konnte, ohne, dass zwischendurch irgendwann mal auf die Bremse getreten wurde. Ein Beispiel dafür ist mein Kollege. Der Mann ist gut 1,90 Groß und wiegt deutlich über 200Kg. Das sind Außmaße, die einem wirklich Probleme im normalen Leben machen. Er ist gesundheitlich soweit topfit und hat (bisher) keine ernsten Probleme, aber immer wenn er von seiner Lifeguard-Karriere als Schüler erzählt, möchte ich gerne mal ein Bild von damals sehen und möchte wissen, wann und warum alles so aus dem Ruder gelaufen ist. Aber sowas fragt man natürlich nicht.

Also habe ich mal über mich selber nachgedacht. Zu meinen Spitzenzeiten (~2009) habe ich über 90Kg gewogen, was für eine “Größe” von 1,55 schon verdammt viel ist. Aber mein Vorteil war immer, dass ich gerade durch die geringe Größe deswegen nie in einen Bereich kam, in dem ich “zu viel” für irgendwas war. Ich konnte immer in normalen Läden einkaufen gehen (gut, es musste Größe 46/48 sein, aber die findet sich heutzutage recht häufig) und auch Sitze (Stühle mit Seitenlehnen, Zug, Flugzeug) waren nie ein Problem. Nur die Schaukeln auf dem Kinderspielplatz, aber das ist vielleicht verständlich 😉
Und ich hatte immer das Glück, dass ich sehr kompackt bin und einfach rundum gleich viel gepolstert. Dadurch sah man nicht, *wie* viel das eigentlich so war. Die mittlere Schwester hat viel bauch, die Kleine ist obenrum ziemlich schmal und hat dafür einen riesigen Hintern. Das macht es natürlich sehr viel auffälliger, als wenn jemans halt von oben bis unten gut zusammen passt und halt nur insgesamt dick ist.

Wie ist es also bei mir dazu gekommen? Das waren mehrere Schübe.
Bis zur Pubertät (~15) war ich immer moppelig und laut BMI im unteren “Übergewicht” Bereich. (Ab 60 ist normal, ich lag immer so bei etwa 60-63). Das lag zu einem großen Teil an meiner Mama. Klingt jetzt doof, das so abzuwälzen, aber war tatsächlich so. Sie selber war immer untergewichtig und isst auch total wenig. Nicht, weil sie es so möchte oder drauf achtet, sondern weil es sich einfach nicht anders ergibt. Ein Brot zum Frühstück, dann ein kleines Stück Kuchen zum Kaffee und abends eine moderate Portion irgendwas warmes. Damit ist sie happy und braucht nicht mehr. Bei etwa 1,60 und knapp 40Kg hat sie vermutlich auch nicht viel mehr Energiebedarf.

Aber sie hatte eine große Schwäche für Schokolade und damals immer so eine 400g Milka unter der Sofalehne. Und daraus ergab sich dann die Tradition, dass sie uns Kindern auch jedem jeden Tag eine Tafel Schokolade oder ähnliches mitbrachte. Jeden Tag eine Tafel Schokolade! Für jedes Kind, nicht etwa zu dritt geteilt. Rückblickend kann man sich da nur an den Kopf fassen, aber damals war es natürlich geil.
Das, gepaart damit, dass wir kein Frühstück hatten und uns selber um unser Essen irgendwie gekümmert haben (außer das warme Abendessen) war natürlich die ideale Voraussetzung für Desaster.

Wir alle drei waren dick. Ich war immer noch froh, nicht die dickste zu sein, aber habe das auch nicht als Anlass genommen, um irgendwas zu ändern, aber ich hätte auch nicht gewusst, was und wie. Meine mittlere Schwester war halt die dickste und hat unendlich gelitten. Wo mir vieles egal war und mich meine Mitschüler auch nicht sonderlich interessiert haben, hat es sie extrem mitgenommen, Außenseiter zu sein und gehänselt zu werden.
Wie die Kleine damit umgegangen ist, weiß ich tatsächlich gar nicht. Auch das von der Mittleren habe ich erst vor wenigen Jahren erfahren. Ich war nie so der führsorgliche Typ und sie waren halt auch 4, bzw. 6 Jahre jünger als ich.

Der erste große Zunahmeschub kam dann als ich meine erste richtige Beziehung hatte. Ich habe die 10 Kg damals auf die Pille geschoben, in der Realität war es eher, dass wir ziemlich schnell zusammen gezogen sind und uns um unser eigenes Essen kümmern mussten. Freiheit! Jeden Scheiß kaufen, den man wollte und die Minipizzen von der Pizzaria an der nächsten Kreuzung waren einfach nur göttlich!

Als ich dann 19 war, lag ich bei Kleidergröße 42 (das weiß ich nur noch, weil ich mich an die Suche nach einem Abi-Outfit erinnere). Das müssen also locker schon 75Kg gewesen sein.

Der Umzug nach Bremen brachte Abi-Stress, bald Trennungs-Stress und viele Trostsüßigkeiten. Da kamen wohl ein paar Kilo eher schleichend.

Der letzte große 15Kg Schwung kam dann mit meinem Job. Ich hatte Geld und komnnte mir kaufen, was ich wollte (Essen und Klamotten), ich saß nur noch vor dem Rechner, trank jeden Tag einen Liter Orangensaft, ohne mir darüber klar zu sein, dass das mal eben 450 Kalorien sind und genoss es, endlich angekommen und stabil zu sein.

Natürlich habe ich es gemerkt, aber neue Sachen kaufen war einfacher und mehr Spaß als Abnehmen. Und ich ertappe mich bis heute immer bei dem Gedanken, dass ich denke “ist zwar scheiße, aber noch sind es unter xxKg und ich werde jetzt drauf achten” Dieses “noch unter xx” erhöhte sich zwar über die Jahre, aber ich habe mich auch einfach lange nicht auf die Waage gestellt.

Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, was mich zu Jahreswechsel ’10/’11 letztendlich dazu bewegt hat, aber ich habe mit WW online 22Kg in 10 Monaten abgenommen. Anfangs war ich grundlegend motiviert und später haben mich die Erfolge motiviert. Es ging irgendwie so einfach. Was aber auch nicht schwer ist, wenn man sich vorher ausschließlich von TK-Pizza oder Mikrowellenzeugs und Schokolade ernährt hat. Ich fing an zu kochen und habe Gemüse für mich entdeckt, die ich noch nie gegessen habe oder immer dachte, ich würde sie nicht mögen. Meine Mama hasst beispielsweise Kürbis und so gab es das bei uns nicht und ich war immer sehr skeptisch. Aber so eine großartige Suppe aus Kürbis und Apfel ist was sehr feines!

Ende ’11 machte ich dann aus Krankheitsgründen Pause und war davon überzeugt, ich könne ja jederzeit wieder starten, weil es so einfach war. Dann kam Weihnachten und der Beginn von 2012, 13, 14 und ich kam nie wieder rein. Dadurch, dass ich ja inzwischen nicht mehr so unglaublich falsch aß, konnte ich ja nicht mehr so viel verbessern und die einzige Möglichkeit war halt, die Menge wirklich runter zu schrauben. Aber das ist so doooof.

Dann ergab sich aber auch ein weiteres Problem, was ich erst vor ein paar Tagen verstanden habe. Wenn ich meine Daten in irgendwelche Rechner eingab, erzählten die mir immer, dass ich ja mit meiner Bewegung (immerhin 10Km Rad am Tag und Singen ist auch anstrengender als es aussieht) deutlich über 2000 Kalorien am Tag verbrauchen würde. Da ja überall die 2000 als Durchschnittswert für normale Frauen angegeben wird, habe ich das auch nie in Frage gestellt.

Also suchte man sich eine 1500 Kalorien-Diät und hoffte, dass man damit dann doch pro Monat wieder die 2Kg verlieren sollte, wie auch schon 2011. Tat ich aber nie. Als ich mich bei MyFitnessPal.com anmeldete und denen sagte, dass ich 1Kg in der Woche verlieren will, setzten sie mich auf 1400 Kalorien. Wenn man von einem normalen Durchsatz von 2400 ausgeht, dann ist die Rechnung ja auch korrekt.

Aber ich verbrauche am Tag nur etwa 1700 Kalorien. Und das beinhaltet schon das Fahrrad fahren. Da ich nur 1,55m groß bin, braucht mein Körper gar nicht so viel, selbst bei einem BMI der zwischen Übergewicht und Adipös I liegt.

Von daher sind die 1400 (was einfach der generelle Tiefstwert ist, den MFP vorschlägt) natürlich nichts, was mir auch nur ein halbes Kilo pro Woche bringt. (1 Kilo besteht aus 7000 Kalorien. Also muss man 1000 am Tag weniger essen, als dass man verbraucht, um in einer Woche 1 Kilo loszuwerden)

Das habe ich tatsächlich erst letzte Woche entdeckt. Ich hatte mich immer auf diese 2×00 verlassen.

Jetzt versuche ich also, mich mit etwa 1000-1100 Kalorien über den Tag zu bringen, um noch ein brauchbares Defizit zu erzeugen. Es ist für mich nicht schwer, mit 1000 Kalorien zu überstehen. Ich merke, dass mir das von der Energie absolut reicht, aber 1000 sind halt verdammt schnell erreicht und wenn man auch noch drauf achten will, dass man genug Eiweiß zu sich nimmt, (was ich momentan noch nicht mache), dann ist man auch ziemlich festgelegt auf vieles.

Von daher habe ich schon immer wieder Hunger, wenn ich dann halt zum Frühstück ein Glas Chocomel hatte, weil es noch im Kühlschrank steht und ich es ja nicht wegkippen will. Aber das Glas hat dann halt auch 1/4 meiner Tageskalorien und auch wenn mir die Energie problemlos reicht, so meldet sich der Magen doch schon, wenn er nichts Substanzielles bekommt.

Das ist das Problem, wenn man so klein ist. 1000 Kalorien sinnvoll zu füllen heißt halt auch, dass wenig Platz für Ausrutscher oder Genuss bleibt. Denn wenn ein paar Stückchen Schokolade dann spontan das Abendessen komplett ersetzen, ist man zwar für den Moment glücklich, aber nicht satt.

Aber im Moment bin ich motiviert und ein-, zweimal im Monat gibt es eh “Cheatdays” an denen ich dann mit Freunden brunche. Wobei das Frühstück neulich “nur” 2000 Kalorien hatte, da hatte ich doch mehr befürchtet und wollte erst gar nicht aufschreiben. Aber da war ich auch pappsatt und hab den Rest des Tages dann nichts mehr gegessen. Aber das möchte ich mir auch nicht nehmen. Dafür esse ich zu gerne, als dass ich vollständig darauf verzichten würde.
Ich habe auch schon eine Sushi-Verabredung in 2 Wochen, das ist auch nicht mit 1000 Kalorien erledigt, aber ich freue mich riesig drauf und werde es genießen, egal, wie viel es am Ende wird.

Bleibt am Ende noch das Thema Sport, denn damit könnte ich ja meinen Umsatz hervorragend anheben und müsste nicht mehr so jammern. (Ich frage mich gerade, bei welchem Umsatz ich denn dann lande, wenn ich bei meinem Zielgewicht bin, dann ist ja gar nichts mehr übrig…)
Das ist richtig, aber ich hasse Sport! Und solange ich nichts finde, was mir wirklich Spaß macht, wird das auch nichts werden. Ich fahre bei halbwegs anständigem Wetter 10-15Km Rad am Tag, das bringt grob +200. Das Studio war ein Reinfall, aber so habe ich es ausprobiert und weiß, dass das in dieser Form für mich nicht funktioniert. Denn wenn ich mich nur hinquäle, dann mache ich alles nur mit nem halben Arsch, um schnell wieder raus zu sein. Daraus habe ich bisher keinerlei Verbesserung/Veränderung wahrgenommen.
Was 2011 gut funktioniert hat und was ich wieder angehen wollte (aber die Gewohnheit muss sich auch erst wieder einschleifen) war ein Wii Sportprogramm, was Cardio und Muskeln bearbeitet und zwischendurch auch immer Fortschritte festhält. Hat auch keinen Spaß gemacht, aber das ist ne halbe Stunde, die man abends mal eben zwischendurch erledigt und dafür nichts extra machen muss. Irgendwann war es drin und ich habe es vor dem Schlafen gehen fast automatisch gemacht und gar nicht mehr drüber nachgedacht.

Na, noch jemand an Board? Wie erwartet, ist der Eintrag ein bisschen ausgeufert, aber das bewegt mich die Tage gerade, denn speziell diese 1700 haben mich echt überrascht und frustriert. Zusätzlich habe ich das Buch “Fettlogik” gelesen, was mir schon vor Jahren mal empfohlen wurde und bei Twitter gerade einen ziemlichen Hype erlebt. Da war vieles drin, was sehr interessant ist. Klar, man findet immer und zu allem Studien, die einem beweisen, was man will, aber ich finde, was sie schreibt ist für mich schlüssig und dass das ganze Drama meine Schuld ist, weil ich einfach zu gerne leckere Sachen esse, habe ich eh nie in Frage gestellt. War jetzt also nicht der Heilige Gral und ein Engelschor begann zu singen, wie es bei manchen der Fall zu sein scheint, wenn man bei Twitter liest, aber es ist gut, manche Sachen bestätigt, nochmal erklärt oder eben auch widerlegt zu bekommen, die da so seit 30 Jahren in meinem Kopf rumschwirren. Vieles davon sind ja wirkich Sachen, die man immer wieder irgendwo hört und einfach ohne großes Nachdenken verinnerlicht. Und die Kritiker, die ihr vorwerfen, 500 Kalorien am Tag zu propagieren, haben es nicht richtig gelesen.

Wer gerne einen Kommentar oder eigene Leidens-/Erfolgsgeschichten dalassen möchte, ist herzlich eingeladen, ich freue mich über Nachrichten.

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3 Wochen Sport

Knapp 3 Wochen und 6 Besuche im Studio später…

Ich mag es einfach nicht. Sport und ich werden niemals Freunde werden. Dafür sorgt schon allein das Schwitzen. Ich schwitze leider super schnell und nach 1:15 da durchs Studio turnen, ist das echt nicht mehr schön. Wobei die Muskelübungen ja noch gehen. Das ist nicht so schlimm, aber die je 10 Minuten am Anfang und am Ende auf dem Crosstrainer killen mich.

Ich erwähnte ja schon, dass das Studio ganz neu ist, aber dass ich letzte Woche Mayor bei Swarm geworden bin, fand ich schon sehr lustig. Aber gab halt erst 3 Besucher und 4 Check-Ins – aber hey, Icke, Mayor eines Fitnessstudios, wie so ein echter Fitnessfreak. 😉

Gefühlt denke ich schon, dass sich etwas tut. Gerade jetzt würde ich sagen, dass ich mal etwas grader sitze, als sonst, ohne es bewusst getan zu haben. (Schwerpunkt: Aufbau der Rückenmuskulatur)

Aber was mich wirklich ärgert ist die Tatsache, dass sich an meinem Gewicht absolut gar nichts verändert. Gut, ich bin jetzt nicht gerade auf Diät, aber esse, im Gegensatz zu den Monaten vorher, deutlich besser und bei meiner letzten Abnahme war die Bewegung immer sehr wirksam. In den letzten 3 Wochen hat sich absolut nichts getan. Und ja, ich weiß, dass Muskeln schwerer sind und so, aber so viele, dass das gewichtsmäßig etwas ausmacht, habe ich bestimmt noch nicht aufgebaut, denn das dauert eine Weile. Und ja, ich habe auch Umfänge gemessen, also glaubt mir einfach, wenn ich sage, dass sich da bisher noch nichts getan hat. 😉

Sieht also aus, als ob ich doch radikaler an das Essen ran gehen muss. *seufz*

In meiner Umgebung versuchen sich die Leute gerade an Stoffwechselkur, Paleo und Shakes… Gerade die Kur und die Shakes geben natürlich relativ drastisch und schnelle Ergebnisse, aber will ich das? Mal ganz abgesehen davon, dass ich von all diesen Shakes einen Würgereiz bekomme, ich kann mit der Konsistenz einfach nicht. Ist relativ unabhängig davon, was für eine Art von Shake das ist. (aus mir wird nie ein guter Bodybuilder, so ohne Eiweißshake…)

Damals habe ich konstant 500-700g pro Woche gehabt. Das war jetzt nicht rasend viel, aber konstant und stressfrei. 10 Monate für 20 Kg ist schon in Ordnung. Aber es braucht halt erstmal einen Kick. Sobald man sieht, dass es läuft, ist das selbst schon die beste Motivation, aber es erstmal zum Laufen zu bringen, ist halt doof. Da sind solche Radikal-Kuren natürlich interessant, wenn auch nicht empfehlenswert, aber es hätte den Vorteil, dass man mit sowas auch ziemlich Cold Turkey beim Zucker geht. Und nach einer Woche sind die Gelüste dann ja meist auch weg.

Am besten brauche ich etwas mit ganz klaren Regeln und Plänen. Kein Platz für Interpretation und Improvisation, sondern alles aufs Gramm genau vorgegeben. Mit sowas kann ich gut – Scheuklappen auf und durch. Also vorausgesetzt, die Pläne sind per se realistisch und verlangen nicht nach total ausgefallenen Dingen, oder irgendwelchen Amerikanischen Zutaten, die man hier so gar nicht bekommt. Und ich muss es schriftlich haben. Mir selber jetzt einfach vorzunehmen, dass ich jeden Tag nur noch rohes Gemüse von morgens bis abends esse, funktioniert auch nicht. Ist in den meisten Fällen wahrscheinlich Bullshit, aber ich habe doch zumindest das Gefühl, dass, wenn es irgendwo steht, sich da auch jemand mit ein bisschen Ahnung mit beschäftigt hat.

Naja, allgemeines Fazit: ich reiße mich ziemlich gut zusammen und ziehe das mit dem Studio 2-3 mal die Woche durch. Ich hoffe, das bleibt auch so. Wenigstens komme ich dabei dazu meine Podcasts und Hörbucher, die ich seit Jahren rumliegen habe, zu hören. Das mag ich sonst nicht so gerne, aber dafür bietet es sich ja an.

Die Sache mit dem “vor der Arbeit Sport” muss ich noch testen, dazu konnte ich mich bisher noch nicht durchringen 😉 Aber wenn der Chor wieder anfängt, ist das wahrscheinlich doch die bessere Alternative, anstatt das in die Pause davor zu quetschen, auch wenn das zeitlich gut passen sollte – halt immer vorausgesetzt, ich komme wie geplant aus dem Büro. Aber wenn ich morgens gehe, stehe ich halt abends nicht unter Druck.

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Fitnessstudio

Teil 1: Vor dem Probetraining

Wie ihr euch sicher erinnern könnt, wollte ich immer mal wieder mit meienr Abnahme weiter machen. Nachdem ich 2011 so schön 20Kg abgenommen hatte, ohne, dass es mich gestört hat, sollen die nächsten 20 doch auch irgendwann mal weg.

Vor einigen Tagen stellte ich entsetzt fest, dass ich seit Monaten nicht mehr gekocht habe. Kein Wunder, dass ich zurzeit eher im Aufwärtstrend bin. Hält sich alles noch in Grenzen, aber trotzdem doof.
Ich habe mich seit Monaten nur von Joghurt, Brot, allem was man vom Bäcker bekommen kann und Essen unterwegs ernährt. Und es ist schon so weit, dass ich, wenn ich drüber nachdenke, was ich kochen könnte, gar keine Idee mehr habe. Alles weg.
Vorgestern habe ich dann gleich den ganz großen Sprung gemacht und eine Hackfleisch-Quiche gemacht, von der ich bis heute noch im Büro essen werde. Ich kann also tatsächlich noch kochen 😉

Also, auf dem Plan steht somit wieder eine sinnvolle Ernährung, ohne Schokocroissants (*fiep*) und McDoof mal eben schnell vorm Chor.

Aber was wirkich geholfen hatte, war Sport. Und mehr als Radfahren zur Arbeit ist da irgendwie nach wie vor nicht drin. Ich denke immer über Schwimmen nach oder Joggen, oder… naja, aber nur drüber nachdenken hilft nicht – leider.

Jedenfalls hat vor einem Monat ein neues 24/7 Studio bei mir in der Gegend aufgemacht und nachdem ich nie zu McFit wollte, weil das Publikum da am Bahnhof so oberprollig ist, dachte ich, dann halt hier. Und heute Abend ist mein Probetraining. Auch nur, weil jemand mich ein bisschen geschubst hat, damit ich da anrufe, da ich bei sowas immer total nervös bin (dazu in ein paar Tagen mehr).

Ich habe in meinem Leben noch kein Fitnessstudio betreten und keine Ahnung, ob das überhaupt was für mich ist, aber dafür macht man ja so ein Probetraining. Und der Preis ist zwar keine Hürde, aber dadurch leider auch keine Motivation.

Aber ich sollte die Chance nutzen und meinem Körper helfen. Gerade mein Rücken kann jede Hilfe gebrauchen. Also scheiß auf Nervosität und das wird heute Abend gemacht. Dagegen entscheiden kann ich mich ja immer noch. Aber das ist so schön zwischen mir und dem Chor, dass ich quasi ständig so gut wie dran vorbei fahre. Also los.

Teil 2: Nach dem Probetraining
Ja, ich hab es durchgezogen und mich angemeldet. Das lief alles “begleiteter” als ich es von einem Studio für 15€ erwartet hätte. Die haben sich mit mir hingesetzt und gefragt, was mein Ziel ist (Abnahme, Muskelaufbau, Ausdauer, Rücken…) und haben mir dann einen 8-Geräte-Plan für die nächsten 6-8 Wochen erstellt. Danach wird dann weiter geschaut und ggf Übungen gewechselt. Und von 8-22 Uhr sind halt auch immer Trainer im Haus, die bei Fragen helfen.

Das war sehr positiv für mich als Neuling und auch so ein bisschen der Skepsisfaktor gegenüber so eines Billigladens, da ich jetzt eher erwartet hatte, dass die einem ein paar Maschinen zeigen (sind auch genaue Erklärungen überall drauf) und einen dann sich selbst überlassen.

Zur Anmeldung gabs dann noch einen Stapel Merchandise (Tasche, Handtuch, Flasche) und es gibt dort eine Getränke-Flatrate mit verschienen Wassern mit und ohne Geschmack.

Da das Studio erst ein paar Wochen da ist, sind die Geräte natürlich alle super neu und das Publikum war ganz gemischt. Von irgendwelchen halbstarken Muskel-Prolls zu übergewichtigen Pärchen, die gemeinsam abnehmen und fit werden wollen.
Mein Eindruck war also wirkich gut. Dafür das es Sport ist… ich hasse Sport und hasse es zu schwitzen und es macht mir echt keinen Spaß, aber dafür war es sehr gut 😉

Jetzt muss ich also nur noch dran bleiben, ein paar passende feste Termine finden und den Hintern hoch kriegen. Vielleicht schaffe ich es dann ja auch mal, all die Hörbücher und Podcasts, die ich so rumfliegen habe, endlich zu hören.

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