No good deed goes unpunished

Keine gute Tag bleibt ungestraft.
Ich bin eigentlich kein Zyniker und halte es eher mit dem Karma-Gedanken, aber dieser Satz hat in meinem Leben leider immer wieder Bestätigung gefunden. Bevorzugt im Kontakt mit psychisch kranken Menschen.

Ich bin glücklicherweise ein sehr stabiler und selbstbewusster Mensch. Ich weiß, wer ich bin, ich weiß, was ich kann und ich weiß, dass ich mit dieser Stabilität sehr anziehend für Menschen bin, denen es deutlich schlechter geht.

Da ich eine Art Helfersyndrom habe, was mir sagt, dass ich meine “Superkräfte” dafür nutzen sollte, anderen zu helfen und sie zu unterstütze und da ich halt auch immer wieder in Kontakt mit psychisch kranken Menschen komme, führt eines zum anderen. Ich helfe und unterstütze und gerate dabei immer wieder unter die Räder.

Das geht von einem relativ harmlosen “sich auf mich und meine Geduld verlassen und sich selber nicht mehr so viel Mühe geben” bis zu emotionaler Erpressung und emotionalem Missbrauch.

Zum Glück sind die wirklich üblen Fälle inzwischen gestorben, auch wenn ich noch regelmäßig Alpträume von ihnen habe.

Entgegen meines besseren Wissens, nehme ich mich immer wieder Menschen an und päppel sie auf. Jemand verglich mich mal mit einer Wildtierstation, in der verletzte Tiere ankommen, von mir gepflegt werden und dann am Ende wieder ausgewildert werden können. Das Bild trifft es ganz gut, auch wenn es manchmal wehtut, die kleinen dann gehen lassen zu müssen, weil sie mich nicht mehr brauchen und sich neue Freunde suchen.

Ich bin eine sehr gute Aufpäpplerin und kann mit meiner positiven Art Menschen motivieren und aufbauen. Ich freue mich sehr, wenn ich das Feedback bekomme, dass sich jemand besser fühlt oder vielleicht auch etwas getraut hat, weil ich ihm mein Vertrauen und meinen Zuspruch geschenkt habe.

Über die Jahre habe ich ein relativ gutes Verständnis dafür entwickelt, was Angststörungen, Despressionen oder ähnliches für Macht haben und wie sehr sie den betreffenden im Griff haben. Ich habe aber auch verstanden, dass man die Leute trotzdem nicht in Watte verpacken darf und ihnen alles durchgehen lassen darf. So böse es klingt, es gibt halt doch immer wieder Situationen, wo sich auf “die Krankheit” berufen wird, um Dinge nicht tun zu müssen, oder um Aussagen und Verhalten zu rechtfertigen, die eigentlich nicht in Ordnung sind.

Ich bin kein Dienstmädchen, ich bin keine Therapeutin und ich bin keinem Menschen etwas schuldig, nur, weil es mir besser geht!

Aber genau so werde ich dann oft gesehen, womit wir wieder beim Titel angekommen sind. Ich tue etwas und gebe mir Mühe, dass es Menschen gut geht und werde als Dank behandelt wie eine Haushaltshilfe, ein Roboter ohne eigene Gefühle oder jemand, der einfach unwichtig ist. Es wird als selbstverständlich hingekommen, dass ich für sie da bin oder sogar verlangt, weil ich ja schließlich eine Freundin bin. Aber nur soweit, wie es denjenigen in den Kram passt. Wenn ich dann Fragen stelle, oder mal Kooperation erwarte, wird das abgeblockt. Und das schlimme ist, dass das ja nicht mal bewusst ist. Wenn ich diejenigen darauf anspreche, sind sie immer total bestützt und beteuern mir, wie wichtig ich ihnen doch bin und wie sehr sie mich schätzen. Aber sagen kann man halt leider sehr viel (und es ggf auch selber glauben!) aber entscheidend sind am Ende die Taten. Das eigentliche Verhalten mir gegenüber und das ist halt oft absolut daneben.
Das extremste Beispiel war jemand, der mir sagte, dass er schwer suizidal sei und auf meine Frage, ob ich denn helfen könne, antwortete “Ja, kannst du, aber ich verrate dir nicht wie. Das musst du selber herausfinden.” Wenn das nicht die Definition von no good deed goes unpunished ist, weiß ich auch nicht.
Und dass sowas zum Teil auch gerade von den Menschen kommt, die implizit oder explizit beteuern, dass sie für mich da sind und ich ihnen wichtig bin, das belastet schon sehr.

Vor einigen Jahren, als die zweite “Erpresserin” starb, hatte ich mir geschworen, mich nie wieder mit depressiven/psychisch kranken Menschen näher einzulassen. Darunter haben meine Schwester und ihr Freund lange leiden müssen, wobei da jetzt alles gut ist und auch bei anderen habe ich sehr lange gezögert. Es war kein Fehler, sie in mein Leben zu lassen und es war vieles gut, so, wie es war, aber am Ende habe ich immer wieder dafür gezahlt, weil eben oft doch der einfache Weg genommen wird und ich damit dann alleine zurück gelassen werde. Ein Freund schickte mir die Tage folgendes Zitat von Dumbledore: “We must all face the choice between what is right and what is easy”. Und genau so ist es halt leider.

Was ich daraus jetzt für Konsequenzen ziehe, weiß ich noch nicht. Es hat keinen Sinn, kathegorisch alle psychisch kranken Menschen aus meinem Leben fern zu halten. Dafür gibt es einfach zu viele und neben ihrer Krankheit sind es ja auch wundervolle Leute, die mein Leben bereichern. Aber ich muss irgendwie besser damit umgehen, wie mit mir umgegangen wird und verhindern, dass ich ausgenutzt und zum Teil auch energetisch “ausgesogen” werde. Aber das Fazit spiegelte sich ja schon in einigen meiner Posts wieder… besser auf mich aufpassen und nicht anderen unterordnen.

Ich werde sicher nicht aufhören, zu helfen und zu unterstützen, denn ich bin ja stolz und froh, wenn ich anderen helfen kann und die meisten nutzen es ja auch nicht aus, sondern profitieren nur ab und zu davon und geben ja meist auch etwas zurück.

Und solltet ihr euch fragen, ob ihr euch da mir gegenüber daneben benommen habt und etwas ändern solltet, dann fragt einfach. Auf keinen Fall kommt auf die Idee, mich jetzt nie wieder zu “belästigen” oder um Hilfe zu fragen! Denn das wollte ich keinesfalls erreichen!

Nachtrag:

Doch, eine Konsequenz habe ich daraus schon gezogen. Ich lasse niemanden zu nah an mich heran IRL. Das bedeutet, dass ich sehr stark zwischen online und offline Person trenne und auch Menschen, die tatsächlich mal den Sprung in die offline Welt schaffen (oder sowieso von da kommen), immer auf Armeslänge Abstand halte. Beispielsweise kennt keiner meiner Freunde meine Wohnung. Auch nicht die, mit denen ich seit Jahren gut befreundet bin und die ich regelmäßig sehe. Entweder treffen wir uns irgendwo zum Essen, oder ich gehe zu ihnen. Ich toleriere quasi niemanden so nah bei mir. Jemanden in meine Wohnugn zu lassen, öffnet ein neues Level und eine Nähe, die ich nicht mehr geben kann und will. Klingt extrem, aber wenn ihr mal jemanden bei euch hattet und nur drauf gewartet habt, ihn irgendwann mit aufgeschnittenen Pulsadern zu finden, dann baut man da einen Abstandshalter ein!
Es gibt ganz wunderbare Menschen da draußen, die ich wirklich gerne habe, aber bitte nach meinen Regeln – weswegen online so schön ist, weil ich einfach nicht antworten kann, wenn ich nicht will. Oder man verabredet sich halt geplant für ein paar Stunden irgendwo, wo ich mich auch wieder verziehen kann. Ich habe schon Menschen die Türe vor der Nase zugeknallt, die spontan an meinem Geburtstag davor standen. Fand man unmöglich, war mir aber egal.
Da kann man bestimmt psychologisch irrsinnig viel draus lesen, ich nenne es introvertierten Selbstschutz und warne auch Leute von außerhalb vor, dass sie sich bitte eine andere Unterkunft als mein Sofa suchen müssen. Es gibt sehr, sehr wenige Ausnahmen, die es geschafft haben, dass ich sie wirklich bei mir haben kann/will und auch für mehr als ein paar Stunden. (Klar kann ich Menschen bei mir haben. Das ist keine Phobie oder sowas. Das ist tatsächlich nur ein wollen. Handwerker oder so kommen ja auch hier rein, ohne, dass ich ne Krise bekomme.)

365 Questions Challenge – Juli

Nachdem ich ursprünglich direkt mit dem August weiter machen wollte, fiel mir doch irgendwann ein, dass da noch der Juli dazwischen muss. Also hier die Fragen und Antworten für diesen Monat.

  1. Warst du heute alleine?
    Jepp. Wobei ich ne Weile mit einem Freund online geredet habe und abends einkaufen war.
  2. Wer war die letzte Person, die du heute gesehen hast?
    Irgendein Fremder auf der Straße
  3. Was solltest du gehen lassen?
    Sollte man Hoffnungen wirklich gehen lassen?
  4. Auf welchen Film freust du dich?
    Hmmm… keine Ahnung. Vielleicht Fantastic Beasts 2
  5. Ich kann einfach nicht…
    Ordnung halten. Gerade wenn ich nicht so viel zu Hause bin, entwickelt das irgendwie ein Eigenleben und ich würde es ja gerne den Katzen in die Schuhe schieben, aber das bin ich leider selber. Die verteilen nur Haare und Katzenstreu. (Wobei das schon auch Dreck genug ist)
  6. Wer hat dir heute geschrieben?
    • Ein paar Menschen von Twitter
    • Eine Dame von Instagram
    • Familie
    • Kollegen
  7. Hast du mal Lotto gespielt?
    Ich glaube schon… kann mich aber ehrlich nicht mehr dran erinnern.
  8. Etwas lustiges passierte auf dem Weg zu…
    Lustiger als Highway to Hell beim Joggen gibt’s nicht. Und ich erinnere mich sonst gerade auch an nichts.
  9. Nenne etwas, was du eigentlich wegwerfen solltest, aber einfach nicht kannst
    Da gibt es viel, aber eigentlich bin ich gerade sogar relativ motiviert, mal klar Schiff zu machen. Und der Wohnung täte es definitiv auch gut. (siehe auch Punkt 5) Leider geht es über die theoretische Motiviertheit noch nicht hinaus.
  10. Was passierte neulich, das dich stolz auf dich machte?
    Außer dem ganzen Sport? Dass mir jemand sagte, dass ich sein Leben verbessere und ihn motiviere. Sowas macht mich stolz und froh.
  11. Wen hast du heute am häufigsten gesehen?
    Den Kollegen am Tisch gegenüber 😉 Wobei, uns trennen ja ein paar Monitore, also vielleicht auch die Freundin beim Abendessen, wenn man die Zeit zählt, in der wir uns effektiv gesehen haben.
  12. Wer inspiriert dich?
    Gibt auf Twitter ein paar Frauen, die absolut großartig sind und sehr inspirierend sind. #girlscrush aber sonst finde ich meine ganz kleine Schwester auch sehr beeindruckend. Aber ich habe in dem Sinne keine Vorbilder, die mich konkret zu irgendetwas inspirieren. Eher mal ein Schubs zu irgendwas und das kann jeder sein. Der letzte Schubs war vielleicht L. als er schrieb, dass er joggen geht.
  13. Wie viel Benzin benötigst du für 100Km?
    5-5,5l etwa? Ich fahr ja nur Autobahn…
  14. Was war dein heutiges Horoskop? Traf es auf dich zu?
    Da musste ich mir jetzt erstmal eines suchen. Gelesen habe ich da schon sehr lange keins mehr.
    Ich stehe unter Stress, kämpfe mit mir selber und lasse meine emotionalen Probleme an anderen aus oder schotte mich ab. 
    Joah, das passt erstaunlich gut.
  15. Wovor hast du am meisten Angst?
    Alt, eingeschränkt und allein zu sein
  16. Was ist das größte, was du vorhast?
    Freiwillig? Wahrscheinlich mein Solo im Dom. Unfreiwillig die Haussanierung
  17. Was hast du heute erreicht?
    500m schwimmen… Ansonsten wäre es einfacher, aufzuzählen, was ich nicht geschafft habe :/ Aber wir wollen ja positiv bleiben.
  18. Verhältst du dich deinem Alter entsprechend?
    Joah, ich denke schon. Wobei das ja auch nicht so eindeutig ist. Aber ich bin definitiv nicht albern oder kindisch. Ich war schon immer die langweilige Erwachsene… Und zocken kann man heute auch als seriöser Erwachsener 😉
  19. Wie “voll” war dein Tag heute?
    Arbeit relativ entspannt, einkaufen, ein bisschen lesen, ein paar Folgen Once upon a time, bisschen Gemüse ernten… Nö, war ziemlich ruhig.
  20. Was brachte dich heute in Eile?
    Positiv: die Musik beim Laufen
    Negativ: Die Vorbereitungen für die Installateure am Montag
  21. Was ist deine Adresse?
    Evil Manor, Viertel,  Bremen, Norddeutschland 😉
  22. Wovon wünschst du dir, dass es weniger davon auf der Welt geben sollte?
    Naja, so das Übliche halt: Hunger, Unglück, Gewalt, Kriege, Rassissmus, Ignoranz,  – oh und Mücken!
  23. Was stoppt dich?
    Ich! Oder, als Ausrede: meine kranken Kater, die mich einschränken.
  24. Was waren deine Pflichten heute?
    Die Küche wieder einräumen, nachdem Heizungstherme und Herd ausgetauscht wurden.
  25. Was war das letzte, was dich zum Lachen bewegt hat?
    Keine Ahnung, irgendwas wird es schon gewesen sein…
  26. Mit wem hast du zu Abend gegessen?
    Niemandem, bzw. den Katern. Ich esse eh selten so richtig zu Abend, wenn ich nicht mit jemandem verabredet bin.
  27. Wie hast du die Welt heute verändert?
    So, wie eigentlich immer. Durch Freundlichkeit, da-sein, zuhören, motivieren, einfach nett sein, kurz: ein anständiger Mensch sein.
  28. Was ist der eine Gegenstand, den du immer mitnimmst?
    Handy, ganz unspektakulär
  29. Das letzte Geschenk, was ich bekommen habe, war…
    Zwei selbstgestaltete Karten von meiner Schwester <3
    Ach nein, etwas anderes… es war pink und gehört nicht hierher 😉
  30. Was hat dich heute motiviert?
    Nichts! Bei der Hitze gibt es wirkich so gar nichts motivierendes, außer vielleicht der Gedanke an eine Dusche.
  31. Wer ist dein verrücktester Freund?
    Wahrscheinlich meine Schwester? Wobei ich zugeben muss, dass einige meiner Freunde auf die ein oder andere Art nen Knall haben.
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1 Monat laufen

Jetzt ist es schon einen Monat her, dass ich mich zum ersten Mal zum Laufen an die Weser gewagt habe.

Die erste Woche startete direkt mit ein paar Ausreden (Dienstag und dann erst am nächsten Montag wieder) aber da war ein Muskelkater und Regen und mehr Regen und überhaupt. Außerdem macht es halt keinen Spaß. Aber die Gegend ist hübsch (wenn es nicht gerade regnet) und eine halbe Stunde ja doch auch irgendwie übersichtlich. Außerdem müssen diese letzten Kilo weg und der Körperfettanteil endlich auf ein gesundes Niveau gesenkt werden. Denn laut BMI war ich ja zu Beginn schon im Normalbereich, aber mit 33,5-35% Körperfettanteil ist man bei allen anderen Mess-Methoden immer noch übergewichtig, oder sogar adipös.

Morgens klappt bei mir tatsächlich ganz gut. Nicht groß nachdenken, kurz ins Bad und direkt los. Irgendwie schläft der Schweinehund da noch. Abends habe ich sehr viel mehr zu kämpfen. Danach in Ruhe duschen, Katzen versorgen und ins Büro. Dann hat man es hinter sich und hatte nicht schon einen ewig langen Tag hinter sich und alles andere außer der Laufstrecke sieht so viel verlockender und gemütlicher aus. Abends gab es dann dazu immer noch alle paar Tage ein Kettlebelltraining, da ich ja mit einem Ausdauersport nur wenig Muskeln aufbauen kann und die sind ja nunmal das Wichtigste. Hasfit.com hat da eine schöne Sammlung an Workouts. Ich hab zwar auch eine DVD von good old Jillian, aber irgendwie sind die beiden anderen mir lieber.

Woche 1
  1. Dienstag laufen/gehen im Wechsel
    Klamotten und Schuhe hatte ich, also einfach los. Dass ein Freund jetzt auch gerade damit angefangen hatte, gab den letzten Schubs, da ich es ja schon ewig vor mir her schob.
Woche 2

Da habe ich mit einer anderen App das klassische C25K Programm gestartet

  1. Montag 1m laufen, 90s gehen im Wechsel
  2. Dienstag 1m laufen, 90s gehen im Wechsel
  3. Donnerstag 1m laufen, 90s gehen im Wechsel
  4. Freitag halbherziges Training, mit wenig Laufen und viel Gehen, da meine neuen Schuhe sehr ungewohnt und etwas schmerzhaft waren, weil sie halt ganz anders geformt sind, als die alten.
    Und an dem Freitag habe ich dann auch das erste Mal einen Zwischenstopp im Stadionbad eingelegt und mich ins kühle Nass (knapp 20°, bei etwa 14° Außentemberatur) geworfen. Obwohl ich seit Jahrzehnten nicht mehr richtig geschwommen bin, habe ich doch eine halbe Stunde und etwa 480m geschafft.
  5. Samstag 90s laufen, 2m gehen im Wechsel.
    Samstag war ich nicht an der Weser, sondern musste zum Bauhaus, etwas für meinen Wasserhahn besorgen. Das sind etwa 2Km und so habe ich das Freitagstraining am Samstag Nachmittag nachgeholt. So verbindet man das Nützliche wenigstens mit dem Praktischen, aber allgemein ist das keine Option. Tagsüber in der Hitze einfach die Straße lang ist noch viel ätzender, als morgens im Kühlen entspannt an der Weser. Aber eigentlich ist das Wochenende ja eh nicht für Sport gedacht, das bot sich halt nur an, weil der Freitag so schlecht lief.
Woche 3
  1. Montag 90s laufen, 2m gehen im Wechsel
  2. Mittwoch 90s laufen, 2m gehen im Wechsel
  3. Donnerstag 90s laufen, 90s gehen, 3m laufen, 3m gehen im Wechsel.
    Durch die neuen Intervalle wurde die Laufzeit wieder kürzer, aber ich war schon sehr angetan, dass ich die 3 Minuten relativ gut hinbekomme. Der Hals ist halt trocken (ja, Nasenatmung und so) aber ich war noch nicht an der Grenze. Dazu gab es dann auch noch mal eine halbe Stunde Schwimmen. (etwa 640m)
  4. Freitag 90s laufen, 90s gehen, 3m laufen, 3m gehen im Wechsel
    Diese Woche war wohl ein bisschen viel, jedenfalls habe ich leichte Belastungsschmerzen in den Schienbeinen und freue mich auf die zwei Tage ohne Laufen! Ich hab ein bisschen gelesen und neben zu schneller Steigerung (4/Woche könnte da schon mit gemeint sein) kann es auch an einem ungünstigen Laufstil liegen, wobei ich denke, dass ich zumindest auf ebenen Strecken schon ok bin, aber ich hab halt auch ein paar Steigungen. Und/Oder zu wenig Dehnung nach dem Training. Mal im Auge behalten und hoffen, dass es schnell wieder weg ist. Aber jetzt erstmal zwei Tage nur Sofa (naja und Haushalt und so).
    Außerdem hat es die ganze Zeit genieselt, trotzdem war ich tapfer und habe mich durch gequält. Wäre wohl besser gewesen, wenn ich es nicht getan hätte, wenn ich so an meine Schienbeine denke… Abends war es aber wieder ok.
Woche 4

Die Woche wollte ich das Pensum mal auf 3 Einheiten reduzieren, um nicht gleich von Anfang an Probleme zu haben und dann schneller wieder aufzuhören, als ich es vielleicht eh tun werde 😉 Außerdem war ich Montag und Mittwoch verabredet, sodass es ganz praktisch ist, wenn ich die Tage drauf nicht zwingend um halb 7 hoch muss.

  1. Montag 90s laufen, 90s gehen, 3m laufen, 3m gehen im Wechsel
    Nachdem ich das Wochenende gesammelt nur 2400 Schritte hatte und mich quasi nicht bewegt habe, ging es Montag zurück an die Weser und meine Beine haben auch nicht gemeckert.
    Abends war ich mit einer Freundin verabredet, die erzählte mir, dass es Anfang September einen 5Km Frauenlauf im Bürgerpark gibt und ich denke tatsächlich darüber nach, mir das als Ziel zu setzen. Das sind jetzt noch 2 Monate hin und niemand erwartet da von mir, dass ich das in 23 Minuten absolviere. Ich denke, ich melde mich einfach mal an und selbst wenn ich merke, dass es noch nicht geht, dann sind die 10€ Gebühr auch verschmerzbar. Bis Ende August muss ich mich entschieden haben. Theoretisch bin ich bis September mit meinem C25K Programm durch und sollte in der Lage sein, die 5K auch durch zu laufen. Ein bisschen skeptisch bin ich schon, aber ich sehe ja, wie es sich verbessert und es wäre nicht ganz unrealistisch.
    2 Wochen später gibt es noch einen kostenlosen 1,5/3Km Lauf, das ist aber an einem Probensonntag. Da würde ich dann glatt versuchen, L. zu motivieren, dass er auch mit kommt 😉
  2. Mittwoch 3m laufen, 90s gehen, 5m laufen, 2,5m gehen, 3m laufen, 90s gehen, 5m laufen
    Puh, da war ich stolz! Lust hatte ich den Tag tatsächlich eigentlich nicht, weil ich morgens auch super müde war (meine Verabredung hatte sich von Mittwoch auf Dienstag verlegt und ich war erst um halb 12 im Bett) aber nachdem die Katzen mich eh schon geweckt hatten, bin ich halt los.
    Meine Schuhe und ich sind nach wie vor keine best Buddies und ich bin noch unschlüssig, ob ich da einfach komplett ins Klo gegriffen habe, oder sie halt noch eingelaufen werden müssen. Werde am Freitag jedenfalls meine alten Schuhe nochmal probieren, die sind ja auch noch nicht wirklich abgelaufen. Naja, jedenfalls habe ich den Lauf ziemlich gut durchgehalten und war nicht an meiner Leistungsgrenze. Da tut sich echt jeden Tag etwas, das motiviert. Und selbst mit leichten Schmerzen bin ich durch die beiden 5-Minuten-Intervalle gekommen.
  3. Freitag 3m laufen, 90s gehen, 5m laufen, 2,5m gehen, 3m laufen, 90s gehen, 5m laufen
    Leider war diesmal auch der Schweinehund so früh wach, sodass er, gemeinsam mit dem eher gräulichen Wetter dafür sorgten, dass es diesmal keine Runde im Schwimmbad gab. Aber mit den alten Schuhen habe ich die Strecke schmerzfrei rum gebracht. Also werde ich die neuen erstmal ein paar Tage nur zum Gehen nutzen, bis wir uns besser aneinander gewöhnt haben. Da ich sie nicht ganz professionell mit Laufbandanalyse ausgesucht habe, kann ich sie auch in dem Zustand eher nicht mehr zurück geben.
  4. Sonntag 3m laufen, 90s gehen, 5m laufen, 2,5m gehen, 3m laufen, 90s gehen, 5m laufen (plus noch ein bisschen mehr)
    Samstag war ich knapp 12K Schritte unterwegs, allerdings nur gehend. Ich war mit meiner Schwester in der Kunsthalle und bin halt hin und zurück gelaufen. Das war aber auf jeden Fall gut, um mich mit den Schuhen besser anzufreunden. Und da am Sonntag das Wetter traumhaft war und meine App mir die Herausforderung gestellt hatte, an diesem Wochenende 5K zu absolvieren, bin ich tatsächlich am Sonntag noch mal los. Und siehe da, Schmerzen gab es diesmal auch keine, es lag also wirklich nur an der Gewöhnung.
    Ich habe wieder unglaublich schöne Ecken da hinten an der Weser entdeckt, von denen ich gar nicht wusste, dass es sie gibt. Da lässt sich das mit dem Laufen schon ganz gut ertragen – zumindest mit Sonne und brauchbaren Temperaturen. Mal sehen, wie das wird, wenn es dunkel, kalt und nass ist…

Esel und eine Ziege

Woche 5

Nachdem ich am Sonntag laufen war, wurde das nächste Training auf Dienstag verschoben, damit der freie Tag dazwischen eingehalten wird. Hatte über Schwimmen nachgedacht, aber noch ne Stunde schlafen war dann doch die Entscheidung des Morgens. Ja, ja, der Schweinehund wacht jetzt mit auf, das ist gar nicht gut. Allerdings will ich laufen. Nicht, weil ich das Laufen toll finde, oder abnehme (was ich übrigens auch erfolgreich mit genug Essen verhindere) oder so, sondern weil ich sehen will, ob ich die nächste Herausforderung schaffe. Gerade in dieser Woche sind ja tatsächlich alle 3 Trainings unterschiedlich, sonst wiederholen sie sich ja immer eine Woche lang. Ich bin super stolz auf meine Fortschritte und beobachte das sehr fasziniert.
Leider hat mein Vivosmart HR jetzt endgültig aufgegeben. Die HR Werte waren oft eh sehr enthusiastisch, aber hauptsächlich, weil es nach Beendigung einer Aktivität ewig nicht mitbekommt, dass mein Puls nicht mehr weit jenseits der 100 liegt und deswegen fröhlich weiter gezählt hat. Das ist natürlich immer die Gefahr, wenn nicht durchgehend gemessen wird, aber das war da schon auch im Vergleich mit anderen immer sehr optimistisch. Und jetzt zum Ende hin hab ich den Monitor schon gezielt nur während des Laufens/Schwimmens angemacht, denn wenn es durchgehend misst, dann ist es auch halbwegs ok.
Am Samstag hatte ich aber auch keinen Monitor laufen und nur eine Geh-Aktivität gestartet, die errechnete mir dann für entspannte 3K Schritte in einer halben Stunde großzügige 467 Kalorien. Dafür hätte ich das wahrscheinlich auf Händen laufend zurücklegen müssen… Also wird es Zeit für ein neues Armband.

  1. Montag 5m laufen, 3m gehen in Wechsel
    Jepp, ich war doch noch am Montag laufen – abends um 21 Uhr. Ich wollte mir den Samstag nicht zwingend ans Bein binden und dachte, dass ich ja mit 1,5 Tagen auch schon genug Pause hatte. War aber nur so eine bedingt gute Idee. Für die Woche gesehen ja, aber das Training war die Hölle! Es war warm, der Osterdeich voller Leute und ich war eh schon ausgelaugt vom Tag. Gab einen netten Sonnenuntergang über der Weser, aber das ist echt so gar nicht meins und ich hatte echt Probleme, das Training überhaupt durchzuhalten. Ich bleibe beim viel zu früh Aufstehen und habe es dann hinter mir, bei annehmbaren Temperaturen und ohne Publikum 😉
  2. Mittwoch 8m laufen, 5m gehen im Wechsel
    Dienstag war ich wieder eine Runde schwimmen (500m) und es ist definitiv auch eine gute Idee, nicht beide Trainings zu verbinden. Je weiter ich im Programm bin, desto kaputter bin ich ja schon vom Laufen und es kostet halt auch viel Zeit, so morgens vor dem Büro.
    Die 8 Minuten laufen waren schon eine Herausforderung, aber ich habe es geschafft! Zwei Mal! Bei den 5 Minuten bisher war ich zwar noch nicht am Limit, aber das sind ja mal eben über 50% mehr und ich war diesmal auch deutlich im grenzwertigen Bereich… das macht schon ein bisschen Angst vor Freitag 😉 Aber zumindest versuchen werde ich es *tschakka*
  3. Freitag 20m am Stück laufen
    Jepp, die berüchtigten 20 Minuten am Stück, die alle Läufer in diesem Programm immer total schocken. Ich bin da keine Ausnahme, aber zumindest wusste ich, dass sie kommen 😉
    Ich war sehr skeptisch, aber ich habe es geschafft! Ich habe das richtige Tempo gefunden und habe sogar 28 Minuten ohne Pause durchgehalten. Am Ende musste ich dann stoppen, weil mir eine rote Ampel in den Weg kam. Eigentlich wollte ich die 30 Minuten ja voll machen. Aber ich bin so stolz auf mich! Meine Beine waren danach zwar Gummi und im Büro wollte ich mich dann auch nicht mehr von meinem Stuhl weg bewegen, aber ich hab es geschafft!!!

Fazit

Auch nach 5 Wochen ist der Spaß leider immer noch nicht bereit, mitzulaufen, aber zumindest muss ich mich nicht allzusehr zwingen, sondern bin noch so im Halbschlaf, dass es einfach losgeht.
Und sonst so? Die Fortschritte lassen sich sehen und die Ausdauer verbessert sich mit jedem Tag. Leider bin ich noch dabei, kräftig gegen den Sport anzuessen. Aber ich hab mir gesagt, erstmal rein kommen und sich auf eines konzentrieren, dass ich das mit dem Essen im Griff haben kann weiß ich ja, also gewöhnen wir uns erstmal an den Sport. So haben sich die Kalorien über die Woche immer ziemlich ausgeglichen, aber in Woche 4 kamen dann 3 Essens-Treffen dazwischen, da war dann eh nichts mehr zu machen. Außerdem komme ich im Moment irgendwie nie zum Kochen, sodass ich wieder Stammgast beim Bäcker bin, was schon mal per se eine ganz dumme Idee ist. Mal ganz abgesehen davon, dass ich mit Brötchen auch meinen Eiweißbedarf nicht decken kann… Und Sport ohne Eiweiß ist ja auch nur so semi-gut. Das muss alles noch optimiert werden. Aber es war ja erstmal überhaupt ein Versuch, ob ich das durchziehe und mich damit anfreunden kann.

Alles in Allem bin ich sehr stolz auf mich und meinen Fortschritt. An der perfekten Playliste bastle ich noch, da ich so kleine Schritte mache, dass ich relativ schnelle Beats brauche und bei den vorgeschlagenen Stücken irgendwo bei Tempo schnell einzustufen bin, obwohl ich natürlich überhaupt nicht schnell bin, aber bei den Mini-Schritten summiert sich das in der Minute dann doch ganz schön. Also weiterhin experimentieren. Wobei ich auch mal testen wollte, wie es sich mit Hörbüchern läuft. Ich hab noch xxx Stunden bei Audible rumliegen, die ich vor Jahren mal gekauft und nie gehört habe. Wenn ich eh nicht nach Beat laufe, könnte das ja auch klappen – wobei man mit Musik noch eine grobe Zeitvorstellung hat (1 Song ~3 Minuten)

Aber nur mal so zur Vorstellung, von wie schnell wir hier reden: Das sind 173BpM und ist für mich problemlos machbar, wobei es, zugegebenermaßen, auch für mich eher schnell ist.

Aber von daher werde ich am Ende der App auch erstmal sehen müssen, was ich dann tatsächlich in Kilometern geschafft habe. Ganz grob rechnen die ja die folgenden Entfernungen in den gegebenen Minuten und davon bin ich ziemlich weit entfernt, wobei ich bisher noch nicht ausgerechnet habe, wie meine Bilanz tatsächlich ist 😉

90s = 200m
3m = 400m
5m = 800m
8m = 1,2 Km (knapp 1,1 Km)
10m = 1,6Km
20m = 3,2Km (knapp 2,8 Km)
22m = 3,6Km
25m = 4Km
28m = 4,5Km
30m = 5Km

Veränderungen?

Naja, nicht wirklich. Abgesehen von meiner Ausdauer natürlich. Aber beim Rest hat sich nicht viel getan, weil ich halt auch furchtbar schlecht gegessen habe. Wenn ich das jetzt dazu noch hinkriege, dann kann das tatsächlich was werden.

[Musik] ASP – Und wir tanzten (Ungeschickte Liebesbriefe)

Da stiehlt man einen einzigen Song aus der Playlist des Ex und dann ist das natürlich der schlimmste Emo-Song, den man nie wieder hören kann, ohne zu weinen.
Tja, so schafft man sich dann doch 2, 3 Lieder, die eine wirkliche Bedeutung haben – aber dass die immer gleich so negativ sein muss…

Life is Strange – Gedanken

Vor ein paar Jahren war ja der große Hype um das Spiel Life is Stange und alle haben es gespielt und gestreamt. Inzwischen kam noch ein Prequel und im September ist Teil 2 angekündigt. Ich hab das Spiel auch schon seit gut 2 Jahren rumliegen, aber ich tue mich immer ein bisschen schwer mit so Entscheidungsspielen und so habe ich es damals irgendwann weg gelegt, weil ich mich an einer Stelle im 2. Kapitel nicht entscheiden wollte (sehr erwachsen, ich weiß). Wer es nicht kennt, es geht um eine 18jährige, die plötzlich die Kraft hat, die Zeit zurück zu drehen, um Gespräche zu verändern, oder schlimme Dinge zu verhindern. Später kann sie dann mit Hilfe von ihen Fotos auch in die Momente der Aufnahme zurück springen und damit die Geschichte grundlegend ändern.

Viel Highschool-Drama, aber auch düstere Themen kommen vor und man sitzt oft mit einem großen WTF davor.

Die letzten Tage habe ich es dann mal wieder raus gekramt und ärgere mich nach jedem Kapitel wieder darüber, wie unaufmerksam ich doch bin. Es gibt so viele Situationen, die ich “retten” könnte, wenn ich meine Kraft einsetzte, aber darauf komme ich gar nicht. Ich denke immer nur bei den total kritischen Momenten, wo es ohne gar nicht weiter gehen würde daran, aber Alyssa davor zu bewahren, dass sie nassgespritzt wird? Nope, schade für sie, aber dass ich da was hätte machen können? Total vergessen.

Am Ende eines Kapitels sieht man ja immer seine Entscheidungen und auch, was die Freunde oder alle Spieler weltweit entscheiden haben. Da fällt mir das dann auf und ich ärgere mich. Insgesamt ist es aber ziemlich vorhersehbar, was und wie ich entscheide. Ich kann einffach nicht böse sein, nicht mal im Spiel. Dass ich zu Kate das falsche gesagt habe und sie damit nicht vom Springen abhalten konnte, hat mich echt unglücklich gemacht, als ich feststellte, dass man sie auch hätte retten können 🙁 Sorry, Kate!

Holy Shit! den ersten Teil hatte ich nach Episode 3 geschrieben, als mich die erste große Zeitreise ziemlich geschockt hatte (die hatte nichts mit meinen Entscheidungen zu tun, sondern gehört zur Geschichte).

Heute habe ich dann Episode 4 und 5 gespielt und das Spiel ist ein echter Mindfuck, aber so gut! Am Ende denkt man so oft “Da, jetzt ist es aber vorbei” und dann kommt wieder eine neue, überraschende Wendung und man irrt noch eine Stunde durch die Zeit. Hammer! Viel Spielzeit geht dafür verloren, dass man den “perfekten” Ausgang eines Gesprächs haben will und so die Kombinationen immer und immer wieder durchspielen muss, bis man etwas gefunden hat, mit dem man für sich zufrieden ist, auch wenn man die eigentlichen Informationen, die man aus der Szene braucht, schon seit dem 2. Versuch in der Tasche hat. Oder vielleicht bin das auch nur ich, mit meiner “guten” Ader 😉 Jedenfalls ist bei mir bestimmt ein Drittel der zeit dafür drauf gegangen, Szenen sinnloser Weise nochmal und nochmal zu spielen. Und lauter andere Kleinigkeiten wieder zu übersehen (die arme Alyssa bekam herzlich wenig Hilfe von mir)

Definitiv ein Spiel, was einen nicht kalt lässt und hervorragend gemacht ist. Die Grafik hinterlässt eine Gänsehaut der nicht so guten Art, aber wer bin ich, dass ich meckern darf, wo ich mein meiste Spielzeit immer noch mit der Grafik von WoW zubringe 😉


“Things go a bit wibbly wobbly timey wimey in this trailer for Life is Strange.”

Depression

Jemand sagte mir neulich, er mache sich Sorgen um mich, weil ich Zeichen einer Depression zeige. Jemand anderes fragte mich daraufhin, ob ich mir Hilfe (ob nun bei Freunden, oder professionell) suchen würde, wenn dem so wäre. Meine Antwort darauf war, dass ich auf jeden Fall mit jemanden darüber sprechen würde, wenn ich es erkennen würde, dass ich das aber nicht versprechen kann, weil ich nicht sicher bin, ob ich mitbekomme, dass ich tatsächlich abgerutscht bin.

Heute kann ich klar die Zeichen erkennen und weiß, warum Menschen denken, dass ich abrutsche. Ich kann sehen, warum sie sich Sorgen machen und wollen, dass ich mit ihnen rede.

  • Ich ziehe mich noch weiter zurück, als bisher schon und sage selbst kleinere Treffen mit 5, 6 Leuten, die ich eigentlich gerne mag, ab
  • Ich habe das Gefühl, nie wieder glücklich sein zu können
  • Ich bin völlig überfordert mit all den Aufgaben, die gerade auf mich zukommen und sehe mich als komplett allein gelassen

Das sind auf jeden Fall alarmierende Zeichen, aber es ist auch eine beschissene Kombination von Ereignissen im Moment, die all diese Probleme und Gefühle potenzieren. Das eine ist die Übernahme eines Hauses und damit zusammenhängend die Aufnahme eines sechsstelligen Kredits, für was ich alleine verantwortlich bin.
Das andere ist eine Trennung, die mir einen wertvollen Ansprechpartner und Freund weggenommen hat.

Daraus ergibt sich ein extremes Gefühl des Alleingelassenseins und die völlige Rückhaltlosigkeit gepaart mit einer immensen Verantwortung. Das macht mich im Moment einfach fertig.

ABER:

  1. Kenne ich meinen Ex gut genug, dass ich weiß, dass er schlicht überfordert ist und keine Ahnung hat, wie er mit der Situation sinnvoll umgehen kann. Er will mich nicht absichtlich verletzen und ich bin ihm auch nicht egal, aber er weiß einfach nicht, was er tun soll, also wählt er den “sicheren” Weg und hält sich an ihr Verbot, keinen Kontakt mehr mit mir zu haben, weil er dann wenigstens an einer Front das Richtige macht. Er hat keine Erfahrungen mit so einer Situation und selbst innerhalb der Beziehung schon immer mal wieder Kommunikationsprobleme und Schwierigkeiten, sich “angemessen” zu verhalten. Das ist also eigentlich nur traurig, aber im Moment fehlt mir die Kraft, sein Unvermögen zu kompensieren und es nicht persönlich zu nehmen, dass er nicht mit mir reden will und all “unsere” Themen jetzt entweder mit ihr besprochen werden, oder halt gar nicht, was ihn aber nicht zu stören scheint. Ich kann im Moment nicht anders, als mich zu fühlen, als wäre ich absolut unwichtig für ihn, weil er einen perfekten Ersatz für mich gefunden hat, der einfach noch viel toller ist. (Ja, ich weiß, dass das nicht richtig ist, aber es fühlt sich so an!) Und ja, das ist momentan meine größte Angst in diesem Szenario: dass ich einfach komplett vergessen und irrelevant werde. Deswegen bin ich auch nicht glücklich über diesen kompletten Kontaktstopp, denn das ist genau der einfachste Weg, um jemanden aus den Augen und aus dem Sinn zu verlieren. Ein paar Wochen/Monate nicht gesprochen und der andere ist im Nirvana der Bedeutungslosigkeit verschwunden.
  2. Weiß ich, dass ich wertvoll und verdammt awesome bin und zweifle keinen Moment an mir! Das ist für mich der wichtigste Punkt, weswegen ich glaube, dass das “nur” eine temporäre Krise ist. Ja, es geht mir schlecht und ich habe das Gefühl, dass ich nie wieder glücklich sein werde, für immer allein bleibe und für den Rest meines Lebens nur für dieses Haus arbeiten und existieren werde. Aber nein, ich weiß, dass ich das schaffen kann und ich weiß vor allem auch, dass ich nicht alleine bin. Dass es da Menschen gibt, die mich unterstützen und helfen. Und sobald das alles irgendwann zur Ruhe gekommen ist und erstmal seinen Weg geht, wird das alles auch wieder besser. Momentan gibt es immer neue Nachrichten und Entwicklungen, manche gut, manche schlecht. Aber sie kommen und kommen und ich muss mir überlegen, wie ich damit umgehe. Wie ich darauf reagiere, was ich, im Rahmen dessen, anderen Menschen sagen muss und was ich selbst in der Zukunft machen muss, damit das alles funktioniert.
  3. Bin ich schon immer noch ein realistisch positiver Mensch und weiß, dass alles besser werden wird! Ja, es ist im Moment schwer und wird leider auch noch mindestens für den Rest des Jahres so bleiben, aber irgendwann wird alles besser werden und alles wird wieder normal. Ich werde alles stemmen und irgendwann wird mein Hirn auch einsehen, dass diese Gefühle keine Fakten sind. Sie werden ihre Narben hinterlassen, aber sie werden mich nicht zerstören. Und selbst wenn ich unfassbar naiv bin und in Wahrheit doch völlig irrelevant und unwichtig für meinen Ex geworden bin, dann werde ich darüber hinweg kommen und deswegen nichts daran ändern, wie ich bin, denn ich bin genau richtig so, wie ich bin!
  4. Und selbst wenn ich den Rest meines Lebens alleine bleibe, dann ist das in Ordnung. Ich habe wunderbare Freunde und tolle Menschen um mich herum, die mich lieben und für mich da sind, wenn ich danach frage. Und nur, weil ich im Moment nicht danach frage, oder vielleicht auch nicht danach fragen kann, dann heißt das nicht, dass das so bleibt. Ich halte es da mit dem Spruch von Oscar Wilde: “Am Ende wird alles gut. Wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende”!
  5. Der Sport ist zwar ganz offensichtlich in erster Linie ein Coping-Mechanismus (mir fehlt gerade das Deutsche Wort… Ah, Leo sagt Bewältigung), aber hey, es ist eine positive Strategie, die mir gut tut und nicht schadet, wie es Essen tun würde – was sonst die naheliegendste Alternative gewesen wäre. Wobei, ich esse schon auch viel, aber das gleicht sich mit dem Sport zumindest halbwegs aus. Wenn ich das jetzt noch in den Griff bekäme, dann stünden den letzten 8Kg und 10% Körperfett nichts mehr im Wege.
    Das heißt, ich habe den Drang, etwas Gutes für mich zu tun und auch wenn ich es nicht wirklich toll finde, so muss ich mich morgens nicht besonders zwingen, um eine Runde zu starten, weil der Schweinehund da noch schläft. Das ist definitiv ein sehr gutes Zeichen.

Blick auf die Weser mit den Domtürmen im Hintergrund

Ja, ich bin naiv und gutgläubig und ihr dürft mich sogar für ein bisschen dumm halten, das ist ok. That’s me! Ich weiß, dass ich in meinem Leben verdammt viel richtig mache und werde auch nicht aufhören, andere zu unterstützn und aufzupäppeln, auch wenn sie es mir – aus welchen Gründen auch immer – nicht zurück geben können. Seien es profane finanzielle Mittel oder emotionale / psychische Grenzen, die das verhindern. Ich mache weiter und es wird mir wieder gut gehen und ich werde wieder glücklich sein! Irgendwann!

Ich habe lange überlegt, ob ich diesen Eintrag öffentlich oder geschützt schreibe, aber ich denke, der geht mehr Menschen an, als nur die, die sich da bisher gemeldet haben.

365 Questions Challenge – Juni

So, für den Juni gibt es die Antworten auch wieder an den richtigen Tagen und nicht am Ende zusammen geraten 😉

Ansonsten noch der Hinweis, dass der Blog jetzt auch über https erreichbar ist. Bisher habe ich es nicht nur darauf umgestellt, aber wer will, kann es jetzt zumindest nutzen.
UND das hier ist Eintrag 200 *Konfetti* Ein paar Einträge hatte ich im Rahmen der Aktualisierung gelöscht, aber ich war in den letzten Wochen ja tatsächlich ziemlich fleißig mit Einträgen, sowohl geschützt als auch frei.

Ich wundere mich nur, wie viele Hits ich habe, ohne tatsächliche Besucher zu haben. Echte Menschen sind hier etwa 10-15 unterwegs, würde ich mal so behaupten. Hits habe ich mehr so im Tausender-Bereich… nervig! Ich hätte lieber noch 2, 3 echte Leser.

  1. Liste deine Kreditkarten aus deinem Geldbeutel auf
    Eine Amazon Visakarte
  2. Wie nah kam der heutige Tag an “perfekt” ran?
    Etwas näher, als ein normaler Tag. Ist ok, aber zu perfekt fehlt noch einiges. Auch wenn singen und bekocht werden schon ziemlich gut ist!
  3. Was hast du zuletzt laut gesungen?
    Gestern Chormusik von Merula und Cifra (16.Jhd)
  4. Was war die letzte Versammlung, an der du teilgenommen hast?
    Ähm… unser Standup Meeting heute Früh?
  5. Macht dich heute etwas traurig?
    Die Angst, vergessen und unbedeutend zu werden
  6. Teile einen geheimen Gedanken
    Ich bin gut im Bett, finde Sex aber ziemlich uninteressant 😉
  7. Liste 5 Dinge auf, bei denen du dir wünschst, dass du sie erfunden hättest
    • Irgendetwas, mit dem man in kritischen Momenten Tränen unterdrücken kann
    • Ein Katzenklo, was meinem Kater und seiner daneben-Pinkelei endgültig den Riegel vorschiebt
    • Etwas, was bei haarenden Haustieren hilft. Vielleicht so eine Kuh-Bürstanlage für Katzen und Hunde, sodass man nicht jeden Tag kämmen muss und die Haare nicht überall in der Wohnung und auf allen Klamotten verteilt sind
    • Schuhe mit einstellbaren Absätzen. Sowas ähnliches (tauschbare Absätze) gibt es schon, was ich sehr cool finde, aber so unterwegs anpassbar wäre so praktisch.
    • Implantierte Headsets für Musik und Telefonate
  8. Was ist das letzte Rezept, was du gekocht/gebacken hast?
    Eine Art Sheperds Pie mit Hackfleisch und Süßkartoffeln. War ok, aber irgendwie etweas enttäuschend, hab aber auch 2 Zutaten vergessen.
  9. Wer ist dein zuverlässigster Freund?
    Zuverlässig… na gut, das sind die einen mehr, die anderen weniger. Da suche ich mir jetzt aber keinen aus.
  10. Was ließ dich heute die Zeit vergessen?
    Das Brunch-Buffet und die Gespräche währenddessen
  11. Von was bist du überzeugt?
    Davon, dass ich ein toller Mensch bin, der zwar seine Macken hat, aber sehr viel richtig macht, im Umgang mit anderen und eine Bereicherung für andere ist. (ja, lasst mir meinen Narzissmuss, geht mir gerade mies genug, da muss ich mich an sowas festhalten!)
  12. Wie hast du deine Zeit heute verbracht?
    Hautarzt, Arbeit, endlich wichtige Mails und Yoga
  13. Was hast du zuletzt gekauft?
    Essen… Und sonst ein Kleid, einen Blazer, Adapter.
  14. Hast du heute jemandem deine Anerkennung gezeigt?
    Meinen Kollegen im Chor. Wir hatten heute ein Konzert, was definitiv nicht überprobt war *hust* Und dass es doch verhältnismäßig gut lief, dafür gab es heute Anerkennung an alle Beteiligten Sänger.
  15. Wie viele Liegestütze schaffst du?
    So echte mit ausgestreckten Beinen? Etwa 10, je nach Tagesform.
  16. Auf was freust du dich?
    Ganz ehrlich? Im Moment auf nicht viel… zu viele stressige Baustellen und nichts zum sich drauf freuen
  17. Was ist dein Lieblingsgericht, welches du selber kochst?
    Hmmmm… Das Chilli ist gut, da hab ich aber nicht viel mit zu tun und sonst der Süßkartoffel Eintopf oder Crêpes.
  18. Es gibt nichts besseres, als zu viel…
    Schlaf? Essen? (Ja, ich bin manchmal sehr einfach gestrickt)
  19. Was ist das wichtigste, was dir heute erzählt wurde?
    Nicht weise, aber wichtig: die Katze meiner Eltern/Schwester musste eingeschläfert werden. 🙁
  20. Worüber hast du zuletzt gelacht?
    Keine Ahnung… irgendwas werden Twitter/Kollegen/Gesangslehrer schon gesagt haben…
  21. Welches Buch hast du zuletzt gelesen?
    Buch 6 von der Land of Stories Reihe und “Die vierte Braut” von Julianna Grohe. Eine Art Cinderella Story, die es bei Amazon Prime Reading auszuleihen gab. Fand ich sehr schön, aber dass ich Märchen-Adaptionen liebe, hab ich ja schon ein paar Mal erwähnt. Aber Twitter hat mich auf den Cronos Cube neugierig gemacht, da habe ich mir jetzt mal die Leseprobe geholt und werde mir das ggf bei der wunderbaren Autorin direkt bestellen.
  22. Was zählt heute?
    Dass ich nicht endgültig durchdrehe. Mein Leben ist gerade ein Desaster und ich habe keine Ahnung, wie ich das in den Griff bekommen soll. So viele Entwicklungen, die allen in falsche Richtungen laufen und mich ratlos zurück lassen. Ich hasse es, dass es mir gerade so schlecht geht und mich alles so viel mehr mitnimmt, als es eigentlich müsste. Ich könnte viele meiner Probleme normalerweise mit einem Lächeln hinnehmen und würde sie gar nicht als so problematisch einstufen, aber im Moment ist alles ein riesiger Haufen Mist und ich kann mich nicht mehr dagegen wehren, dass jedes Problem so tut, als wäre es ein Weltuntergang und alle Neuigkeiten mir einreden, dass sie persönlich gegen mich gerichtet sind. Selbst meine Neurodermitis-Ausläufer kommen deswegen gerade alle wieder zum Vorschein.
    Ich weiß, dass einige Freunde Angst haben, dass ich gerade abrutsche und selbst depressiv werden. Ich verstehe, warum sie diese Angst haben und ich kann die Anzeichen sehen. Allerdings halte ich das tatsächlich in meinem Fall momentan für eine temporäre Krise. Ja, es geht mir auf jeden Fall schlechter, als es sein sollte und ich nehme mir vieles deutlich zu sehr zu Herzen, aber ich zweifle nicht an mir. Es geht noch nicht so tief, dass ich mir Sorgen mache, dass es zu einem dauerhaften Problem wird. Ich glaube an mich und ich weiß, dass ich es schaffen werde, da wieder raus zu kommen, auch wenn ich im Moment nicht sicher bin, wie.
  23. An welchem Projekt arbeitest du?
    Schal stricken, Gemüsegarten, Haus (Übernahme und Sanierung), Aufhören darüber nachzudenken, dass gewisse Chancen für mich halt einfach nicht kommen werden, Wohnung/Besitz ausmisten, weil die im Rahmen der Sanierung irgendwann komplett leer geräumt werden muss, die letzten Kilos abnehmen, Muskeln und Ausdauer aufbauen (Sport machen). Nicht alles Kurzzeit-Projekte und verschieden komplex, aber muss halt leider sein.
  24. Unterschreibe (und vergleiche deine Unterschrift mit vor ein paar Jahren)
    Sieht ziemlich genauso aus. Total unkünstlerisch und langweilig
  25. Was ist dein meist geschätzter Besitz?
    Immernoch meine Katzen und mein Auto, oder immateriell: meine Freunde, Familie und Gesundheit
  26. Warst du heute “gut” oder “böse”?
    Ich bin eigentlich immer “gut”. In der Regel sogar viel zu gut. Meine “bösen” Tage im Jahr kann man an ein bis zwei Händen abzählen #langweilig Ich weiß, der Blogtitel lässt anderes vermuten, aber ich kann ja nun nichts für meinen Namen…
  27. Was ist das intelligenteste, was du heute gesagt hast?
    Mit dieser Frage im Hinterkopf habe ich heute den ganzen Tag versucht, meinen inneren Yoda zu channeln (hey, immerhin sind wir fast gleich groß) und was intelligentes zu sagen. Das Ergebnis war dann: Ich mache Sport, obwohl ich es hasse, aus zwei Gründen: 1. Ist es das einzige, über das ich gerade halbwegs Kontrolle habe in meinem Leben und 2. wenn ich psychisch schon nichts machen kann, kann ich wenigstens daran arbeiten, physisch stark und fit zu werden.
  28. Was war heute in deinem Briefkasten?
    Eine Benachrichtigung, dass ich ein Einschreiben bei der Post abholen muss.
  29. Heute war ich so…
    Begeistert von mir selber! Ich war tatsächlich nicht nur laufen, sondern auch schwimmen! Und wer mich kennt, weiß, dass das ne große Nummer ist. Wie sagte meine Schwester schon so schön: wer bist du und was hast du mit meiner sporthassenden Schwester angestellt?
    Ja, schön ist es nicht, aber wie schon 2 Antworten weiter oben geschrieben, gerade sehr gut. Nicht, dass ich Glückshormone spüren würde, aber zumindest bin ich hinterher stolz. Das Problem ist nur, dass ich zu spät ins Bett gehe, als dass ich es einfach so wegstecken könnte, gegen 6 aufzustehen. War heute ziemlich komatös im Büro.
  30. Das letzte, was ich mir selbst gekauft habe, war…
    Ich kauf mir alles selber… schenkt mir ja niemand was 😉
    Eine polarisierte Sonnenbrille (na gut, erstmal bestellt) und einen Bluetooth Kopfhörer.

Das war es dann auch schon wieder für diesen Monat. Viele gute Antworten dabei und ich bin gespannt auf den nächsten Monat.

Youtuber:
Blogger:

Highway to Hell

Ich denke schon lange darüber nach, Laufen zu gehen. Braucht wenig Equipment, Zeit und Aufwand. Aber irgendwie hat es sich nicht ergeben. Außerdem hasse ich Laufen, aber nunja…
Da meine Katzen mich zurzeit ständig viel zu früh wecken, ich aber vor 8 nicht weg kann, weil ich ja das Insulin spritzen muss, dachte ich mir, ich könnte diese Zeit vorher ja zum Laufen nutzen. Sonst mache ich Sport gerne abends vom Schlafengehen, aber das kann man ja aufteilen. Das ist dann ja eher Krafttraining mit Gewichten und DVD oder so.

Dienstag, 19.6.:

Also habe ich mich heute Früh tatsächlich in Schale geschmissen und bin um 7 los in Richtung Weser gesockt. Ein bisschen gelaufen, ein bisschen gegangen. Insgesamt war ich etwa 3Km und 30 Minuten unterwegs. Als mir dann das Handy irgendwann überraschend Highway to Hell einspielte, fühlte ich mich zumindest verstanden 😉

Jetzt heißt es nur noch am Ball bleiben. Einen einzelnen Tag habe ich durchaus schon mal geschafft, aber regelmäßig? Das wird sich zeigen. Ich habe all die anderen Jogger um mich herum bewundert, die das richtig durchgezogen haben, aber naja, jeder war mal Anfänger und vielleicht… ganz vielleicht *hust* schaffe ich das ja auch und mach das irgendwann ohne groß drüber nachzudenken. Ich teste gerade ein paar Anfänger-Apps. Die, die ich heute morgen hatte (StartRunning) hat mich jedenfalls nicht überzeugt. Habt ihr Favoriten, die Anfängerpläne integriert haben, ohne, dass man direkt ein Jahresabo abschließen muss?

Blick auf die Weser

Montag, 25.6.:

So, nachdem es die letzten Morgende immer irgendwie nicht passte, weil es regnete oder ich Kopfschmerzen hatte oder so (ja, ich weiß, sehr überzeugender Start in meiner Läuferkarriere), bin ich heute tatsächlich wieder los.
Wieder eine Mischung aus Laufen und Gehen, diesmal mit der App Couch to 5k & 10K. Die war gar nicht schlecht, wobei die Zusammenfassung des Laufs äußerst… nunja… phantasievoll ist. Ich wüsste jedenfalls nicht, wo ich in Bremen 622 Höhenmeter hoch und 663m runter geschafft haben sollte. Aber es geht mir ja hauptsächlich um die Ansagen Laufen/Gehen und die Steigerung über die Zeit, dafür ist das schon ok. Oder vielleicht lese ich den Report einfach auch nur falsch und er meint, ich bin in der ganzen Zeit 600m mit steigung gelaufen? Aber selbst das halte ich noch für übertrieben, wobei so am Deich natürlich ein paar Meter zusammen kommen.

Ich komme dabei am Stadionbad vorbei, also wenn ich jetzt wirklich ambitioniert wäre, würde ich mir noch eine Karte dafür kaufen und hätte morgens dann mit dem Weg zur Arbeit einen Mini-Triathlon 😉 Aber so cool das in der Theorie klingt, ich glaub da nicht dran. Also nehme ich einfach mal das Laufen und das Radfahren, gemeinsam mit dem Kettlebell Training abends und bin so schon furchtbar stolz auf mich.

Heute habe ich aber direkt meinen Schlüssel verloren. Zum Glück hat ihn aber keine Krähe geklaut und er leg noch da, wo ich ihn verloren habe. *phew*

Dienstag, 26.6.

Die Idee ist, Mo/Di und Do/Fr zu Laufen. Mittwoch brauche ich mal Pause und am Wochenende muss ich ja morgens nicht so früh hoch, bzw. kann direkt nach dem Füttern/Spritzen zurück ins Bett. Da ist das freiwillig. Aber 4 Termine (idealerweise!) sind schon völlig ausreichend.
Heute war ich tapfer und bin tatsächlich raus, obwohl es nur 12° hatte und fröhlich vor sich hin nieselte. Spaß sieht anders aus, aber im Moment passt es so einmal ums Weserstadion rum ganz gut und ich hab gut 3Km erledigt. Und so an der Weser entlang kann man den Weg ja beliebig verlängern.

Der Vorteil des morgendlichen Laufens ist auf jeden Fall, dass es noch nicht so voll ist und dass es auch noch nicht warm ist. Also ein paar Grad mehr als 12 dürften es schon sein, aber es soll die Woche ja tagsüber wieder hoch auf 26° gehen, das brauche ich zum Laufen definitiv auch nicht.

Privat und Geschützt

Ich habe eine neue Kategorie ins Leben gerufen. Hier werden nur passwortgeschützte Einträge auftauchen, die entweder mehr über mich erzählen oder mir zum Auskotzen dienen. Alles keine super geheimen Texte, aber nicht für jeden geeignet und zum Teil auch TMI (too much information).
Diese Einträge werde ich auch nicht zu Twitter weiter leiten, da muss also jeder, den es interessiert, selbst vorbei schauen.
Das wird interessant für Menschen, die mich entweder eh schon kennen und damit vielleicht mehr anfangen können, aber auch für die, die mich als Menschen hinter diesem Blog näher kennen lernen möchten.
Voraussichtlich wird es für alle Einträge ein gemeinsames Passwort geben, sodass jemand, der mal Zugang bekommen hat, einfach alles lesen kann. Sollte es noch spezielle Themen geben, die ich wirklich nur an Ausgewählte weitergeben möchte, dann wird das dabei stehen und es gibt ein eigenes Passwort.
Traut euch ruhig, euch dafür zu melden, wenn es euch interessiert.
Noch hab ich nicht ganz durchdacht, wie ich das mit den Titeln mache, da die ja für alle sichtbar sind und ggf schon zu viel verraten. Mal schauen. Aber jedenfalls werden da die Tage ein paar Beiträge rein kommen, die zum Teil schon seit Jahren hier rumliegen und nie veröffentlicht wurden. Also schaut ab und zu mal in der neuen Kategorie rein, denn sie werden voraussichtlich auch nicht im Feed oder der normalen Hauptseite auftauchen.

Wer ein Passwort möchte, kann unter diesem Eintrag kommentieren und mit eine Mailadresse da lassen, mich anmailen oder mich via Twitter oder IG privat kontaktieren.

Trennungsphrasen

Jaaaaa, noch ein Eintrag zum Thema. Ich hoffe aber mal, dass es der letzte ist. Ich habe mich nur so sehr über ein paar gesammelte Kommentare geärgert in den letzten Wochen, dass ich darüber schreiben musste.

“Andere Mütter haben auch schöne Söhne”
“Du musst nicht die Welt retten”
“Willst du wirklich mit so jemandem befreundet sein, der sich nicht für dich einsetzt?!”
“Mach dir doch um den keine Gedanken mehr”
“Er ist der Verlierer, er hat dich verloren”
“Er ist es doch gar nicht Wert, dass du dich da seinetwegen so rein hängst”
“Wart’s ab, bald geht es dir auch am Arsch vorbei”

Mal ganz abgesehen davon, dass diese Kommentare absolut nicht hilfreich oder motivierend sind, stehe ich tatsächlich so alleine mit dem Wunsch da, dass der Mensch, mit dem ich die letzten 1,5 Jahre verbracht habe und den ich als einen meiner besten Freunde ansehe, glücklich ist und dass es ihm gut geht?
Und wenn ich weiß, dass es ihm nicht gut geht (sei es akut, oder weil er allgemein immer ein paar Schwierigkeiten hat), ist es dann falsch, ihm helfen zu wollen? Ist es zu aufdringlich, ihm Hilfe anzubieten? Sollte ich mich besser zurück ziehen und hoffen, dass seine Neue das schon regelt? Dass es jetzt ihr Job ist und ich da nichts mehr zu suchen habe?

Offenbar scheinen das sehr viele so zu sehen. Aber wenn mein erster Eindruck von besagter Neuer nicht darauf schließen lässt, dass sie die Einfühlsamkeit in Person ist? Was dann?

Ja, er ist alt genug und weiß hoffentlich selber was er tut. Und wenn er Hilfe braucht, wird er sich schon melden…

Ist das so? Natürlich hoffe ich das, aber sicher bin ich mir nicht, denn ich weiß, dass er sich auch in guten Zeiten schwer damit tut, andere mit seinen Problemen zu “belästigen”… Also bleibe ich am Ball, denn es hatte ja einen Grund, dass ich ausgerechnet diesen Menschen für 1,5 Jahre in meinem Leben hatte. Ich bin nun wirklich nicht jemand, der schnell Freunde oder Partner findet und wenn jemand in diesen Kreis aufgenommen wird, dann bedeutet das auch, dass er mir sehr wichtig ist. Und das verfliegt nicht, nur, weil wir kein Paar mehr sind. Klar verschiebt es sich alles irgendwie, aber in meiner Welt sind gute Freunde gar nicht so weit von Partnern weg.

Und ich will auch gar keinen anderen schönen Sohn, darum geht es überhaupt nicht. Ich bin ganz zufrieden alleine und die Chance wird es eh so schnell nicht wieder geben. Ich will nur meinen guten Freund behalten und für ihn da sein, womit ich aber von verschiedenen Seiten als bekloppt abgestempelt werde.

“Perlen vor die Säue”
“Verkauf dich nicht so unter Wert”
“Er wird dich nur ausnutzen, wenn du ihn lässt”
“Er weiß eh nicht, was er an dir hat, also warum machst du dich für ihn stark?”
“Wenn ihm etwas an dir läge, dann würde er auch was dafür tun, so machst du dich nur lächerlich”
“Komm bloß nicht auf die Idee, ihn zurück zu nehmen, dann wird er das immer und immer wieder machen, weil du ja auf ihn wartest”

Kaum einer der Kommentierenden kennt ihn oder weiß, was genau vorgefallen ist (zum Teil kennen sie nicht mal mich wirklich) Diese Kommentare sind nur Phrasen, damit der Verlassene sich besser fühlt. Aber mich haben sie sehr geärgert.
Ich sehe ein, dass ich für Außenstehende ein bisschen selbstzerstörerisch wirke, aber ich bilde mir ein, zu wissen, was ich tue und dass es richtig und wichtig ist, für ihn/uns zu kämpfen, auch wenn – oder vielleicht auch gerade weil – er das im Moment nicht kann.

Und ja, wir haben im Moment keinen Kontakt, was auch ok * ist und sicher im Moment auch mir ein bisschen hilft, alles zu verarbeiten, aber ich werde trotzdem immer für ihn da sein und wir werden auf die ein oder andere Art auch immer wieder Kontakt haben. Und solang er nicht von sich aus sagt “Lass mich in Ruhe, du nervst!” sehe ich auch keinen Grund, damit aufzuhören.

Wir haben uns ja völlig ohne Streit getrennt und waren bis zu dem Tag glücklich zusammen. Warum ist es dann also so schwer zu verstehen, dass ich ihn nicht verlieren will? Warum muss ich das immer und immer wieder rechtfertigen? Ja, ich bin unglücklich – sehr sogar! Ja, ich bin enttäuscht. Ja, ich fühle mich ersetzt (besonders, da sie jetzt auch all die Dinge tun und Spiele zusammen spielen, die vorher unsere waren. Es würde sich besser anfühlen, wenn sie komplett andere Interessen hätte… Dann wäre der Gedanke “er braucht dich jetzt nicht mehr” weniger stark)

Aber wenn jemand bis gestern einer meiner besten Freunde war, dann ist er mir doch heute nicht egal und nicht mehr wichtig! Warum ist das so abwegig?

* Das wie und das warum sind keinesfalls ok, aber grundlegend ist es in Ordnung, dass wir ein bisschen Abstand haben.
Oh und falls sich jemand fragt: ja, das ist meine erste emotionale Trennung. 1998 hab ich Schluss gemacht, weil ich mehr Zeit mit seiner (sehr netten) Mutter verbringen musste, als mit ihm und 2000 lief mit Auseinanderleben, Betrug und fiesen Drohungen, da war ich auch schnell drüber weg.

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