Category "Handarbeiten"

Stricken, Häkeln und ähnliches

Handlettering

Wer mir auf Instagram folgt, der hat schon mitbekommen, dass ich versuchen möchte, ein bisschen in die Welt der schönen Schriften einzusteigen. Nicht gleich so richtig extrem, aber ein bisschen schnuppern und ausprobieren.

Dazu inspiriert haben mich die Leute, die ihre BulletJournals (Ja, der Eintrag kommt bald!) so wundervoll verzieren. Also einfach ein paar schöne Monatsüberschriften oder sowas, mehr will ich gar nicht.

Dafür habe ich von meiner Mama zum Geburtstag ein Buch und ein paar Pinselstifte bekommen:

handlettering

Aber da zeigt sich wieder einmal mein altes Problem: Ich habe im Vorfeld keine Ahnung, wo ich hin will. Wenn jemand etwas zeichnet oder eben hübsch schreibt, dann sollte er vorher wissen, wie es aussehen soll, denn sonst kann man es nicht ordentlich machen. Ich sehe sowas aber vorher nicht vor mir, sondern mache wahllos ein paar Striche und hoffe, dass es am Ende gut aussieht. Tut es natürlich nicht.

Dafür gibt es verschiedene Lösungen: (außer resignieren)

  • Man gehe zu einer Schriften-Seite, gebe den gewünschten Text im Vorschaufenster ein und male es dann einfach ab. Eine Methode, die einen zum Ziel bringt, wenn man wirklich nur einen bestimmten Schriftzug in einer bestimmten Form sehen will, aber nur bedingt sinnvoll, wenn man selber lernen möchte.
  • Alternativ kann man es auch ausdrucken und abpausen, dann bekommt man vielleicht ein besseres Gefühl für die Schrift.
  • Wenn man es richtig macht, dann erstellt man aus einer Schrift, die man lernen möchte, Übungszettel. Man druckt einfach in einem hellen Grau das Alphabet der Schrift mehrfach aus und malt es dann immer und immer wieder nach. So hat man dann eine Chance, diese spezielle Schrift irgendwann zu begreifen und zu benutzen.

Auch wenn man nicht eine spezielle Schrift lernen will, heißt es eigentlich üben, üben, üben. Und darauf habe ich gar nicht so viel Lust, da ich ja eigentlich nichts tolles damit machen will. Also wird es bei mir beim wahllosen Herumkritzeln bleiben, in der Hoffnung, dass was Hübsches dabei raus kommt, bzw. dabei, spezielle Worte, die ich nun gerade brauche, irgendwo abzumalen.

Hier noch ein Bild von meinem kleinen Tribut an Alan Rickman, der ja nun leider vor Kurzem verstarb 🙁 Ich bin mit diesem Schriftzug ziemlich zufrieden, aber er ist natürlich auch nicht wirklich fancy.

Always.jpg

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Strickmuster, die einfach großartig sind

Inspiriert von meinem letzten Eintrag wollte ich mal ein paar Muster zeigen, die ich gefunden habe, bei denen man erstmal so denkt “Ja nee, is klar” aber dann feststellt, dass sie eigentlich awesome sind.

Eines davon hab ich ja schon vorgeführt, das Labello Täschchen. Super praktisch, wenn man häufiger Taschen wechselt und nicht immer alles von einer in die andere schaufelt.
Ein anderes is der Fahrrad-Kaffebecher-Halter, der sich gerade bei Rampen als äußerst nützlich erwiesen hat 🙂 Ich hab ihn im Tardis Design gemacht:
Tardis Cozy
Und der dritte WTF Fall war das hier: Eingestrickte Kopfhörer. Scheint total sinnlos zu sein, aber lasst euch sagen, ich habe keinerlei Probleme mehr mit verknoteten Kopfhörern <3

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Experimente

Ich möchte diesen Monat zwei Experimente starten und versuchen, hier darüber zu schreiben.

Experiment #1: eine Strickjacke innerhalb eines Monats stricken.
Ich habe noch nie etwas so in einem Stück gestrickt und der eine Pulli, den ich Anfang des Jahres mal zusammen mit meiner Schwester fabriziert habe, brauchte 2 Monate und ist ein echtes Einzelstück *hust*. Das Muster, was ich mir dafür ausgesucht habe, heißt Vitamin D und ist eine (hoffentlich) relativ einfache Jacke ohne großen Schnichschnack. In einer meiner Gruppen bei Ravelry ist diesen Monat “Sweater-a-long” angesagt und ich nehme das mal als Anreiz. Nächste Woche habe ich auch Urlaub, Pfingstmontag ist auch noch frei, also der perfekte Monat, um furchtbar viel zu stricken.

Experiment #2: Vegan leben.
Klingt blöd, ist es vielleicht auch, aber ich möchte es wenigstens für einige Wochen mal probieren. Einerseits für den Gewichtsfaktor, aber vor allem, weil ich jetzt von mehreren Seiten gehört habe, dass die Leute dann total viel Energie haben. Das ist nämlich etwas, was ich in der Regel nie habe. Ich bin immer mehr so ein halbmüder Schluffi. Liegt vermutlich an all dem Zucker, Weißmehl, etc. aber ich dachte, wenn man mal testweise umstellt, dann gleich richtig. Also einige Wochen Vegan. Schummeln ist erlaubt, denn für nächstes Wochenende sind Pfannkuchen angesagt und die werde ich auch essen, trotz all der Eier und Milch und was da sonst noch so schlimmes drin ist.

Ich weiß, dass ich persönlich kein Low-Carb machen kann, ohne nach spätestens einer Woche zu einem pinken Hulk zu mutieren. Nicht mal zwingend wegen des Zuckers (ich LIEBE Zucker!) aber vor allem auch wegen Dingen wie Brot, Kartoffeln und Nudeln. Ohne Kohlenhydrate werde ich unglücklich, also versuche ich das gar nicht erst. Soll ja auch nicht auf Dauer sein, sondern einmal probieren, um es kennen zu lernen und herauszufinden, ob an der Sache mit der Energie was dran ist. Und dann lieber ganz radikal, als nur Zucker und Weißmehl weg zu lassen. Fleischesser bin ich eh nur in geringen Maßen, aber ganz weglassen werde ich es wohl nie.

Also schauen wir mal, was passiert und ob ich eines der Experimente erfolgreich abschließen kann. Für #2 hab ich noch viel zu viel schlechtes im Haus, aber ich bin motiviert 😉

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Wolle galore

Kennt ihr das? Zubehör kaufen, ohne schon einen genauen Plan zu haben, was man damit macht? So geht es mir gerade mit Wolle. Ich kaufe fröhlich immer mehr Wolle, ohne zu wissen, wofür. Wenn ich dann ein Muster habe, habe ich im Zweifelsfall vielleicht schöne Wolle da, aber sicher nicht mal ansatzweise genug, also nach neuer Wolle schauen und “ach, da kann man doch mal eben ein Knäuel mitnehmen” 😉

Aber ich habe tatsächlich schon so einige hübsche Kleinigkeiten gezaubert und es macht nach wie vor viel Spaß!

Aktuell habe ich etwa 5 Projekte gleichzeitig laufen, wobei 3 davon sogenannte “Mystery KAL/CAL”s sind. Ein Knit/Crochet-a-long ist eine Gruppe von Leuten, die entweder das gleiche Muster stricken, oder Dinge zum gleichen Thema oder ähnliches. In dem Rahmen kann man sich dann gut austauschen und Fragen stellen.

Mystery bedeutet in diesem Fall, dass die Stücke über den Zeitraum eines Monats entstehen und alle paar Tage das Muster für die nächsten x Reihen gepostet wird, sodass man erst im Laufe der Arbeit überhaupt entdeckt, was man da eigentlich gerade fabriziert. Es wird halt vorher grob angegeben, was für Wolle es sein sollte, ob die Maschenprobe genau überinstimmen muss, oder man auch alles andere nutzen kann, welche Nadelstärke, ob es tragbar, oder einfach nur dekorativ ist und das wars dann.

Ich finde die Idee ganz großartig und da 220 yard Wolle grob die Obergrenze für die Projekte sind, reichen in der Regel auch die vielen angesammelten Knäule aus meiner Sammlung und ich kann nicht nur Wolle verbrauchen, sondern auch neue Dinge lernen und ausprobieren.

Aber mein Ziel für dieses Jahr ist es, mindestens eine Strickjacke und ein Kleid zu stricken. Da sind so wunderschöne Muster auf ravelry.com <3 (Aber dafür fehlt mir definitiv noch die richtige Wolle *kicher*)

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