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“Ich verdiene das nicht”

Ja, ich schreibe schon wieder als nicht Betroffene über ein Thema aus dem Bereich Depressionen.
Ich habe schon viel zu viel Berührung damit gehabt und denke, ich habe eine ganz gute Sensibilität dafür entwickelt. Ich verstehe an vielen Stellen, warum jemand etwas bestimmtes denkt oder sagt, auch wenn ich es nicht wirklich nachvollziehen kann. Ich habe keinerlei Ausbildung, das sind alles Gedanken meiner persönlichen Erfahrungen mit Menschen, die mir nahe stehen und auch solchen, die ich nur bei Twitter mal lese.

In Anlehnung an das Thema “Wertschätzung”, was ich ja nun lang lang genug durchgekaut habe, begegnet mir immer wieder das Szenario, dass Menschen sich selbst nicht für würdig halten, dass man ihnen etwas Gutes gut. Die fühlen, dass sie es nicht verdient hätten, dass man sie liebt und sie als wertvoll ansieht.

Das ist etwas, was mich ehrlich fertig macht! Was muss jemandem in seinem Leben passiert sein, oder was müssen Menschen ihm eingeredet haben, damit er wirklich das Gefühl hat, er sei nichts Wert und habe nichts Gutes verdient. Manche fühlen, sie hätten dafür alles schlimme verdient und seien selbst daran Schuld, andere fühlen, sie haben gar nichts verdient.

Ich schreibe bewusst “fühlen”, denn wenn ich etwas gelernt habe, dann ist es, dass diese Menschen (oder ein Großteil davon) ganz rational durchaus erkennen können, dass sie tolle Menschen sind und dass sie Gutes bewirken können und dass sie wunderbar sind. Aber da sind immer diese völlig irrationalen Gefühle, die eine Mauer zwischen der Seele dieses Menschen und der Realität bauen. Eine Mauer, durch die all diese rationalen Gedanken, oder alles, was ihnen von außen gesagt wird, nicht durch kommt. Und sie wissen, dass diese Mauer da ist und dass sie sich damit selbst schaden. Sie können sich selbst ständig erzählen, dass sie toll und wertvoll sind, genau wie alle anderen auch, aber diese irrationale Gefühlsmauer sagt “redet ihr mal, ich weiß es besser!”

Ich kann nur ahnen, wie sich das anfühlt. Ich kann es mit meiner Schüchternheit vergleichen, die mich in gewissen Situationen unendlich nervös werden lässt, obwohl ich weiß, dass mir nichts passieren wird. Ein ganz banales Beispiel: Klassenabend der Gesangsschüler. Ich weiß, dass niemand mich auslachen wird, da ich in den vergangenen 5 Jahren bis auf 2 Konzerte alle anderen versaut habe. Ich habe bei allen Abenden so gepatzt, dass ich aufhören und neu einsetzen musste. Und ich habe immer nur Freundlichkeit und Lob geerntet. Es gibt also faktisch keinen Grund, dass ich da vorne stehe und so verkrampft bin, dass da nur noch Entenquaken raus kommt. (und ich wieder 2 mal starten muss) Aber genau das passiert jedes Mal wieder. Gut, nach all den Jahren wird es besser und letztes Jahr bin ich tatsächlich durchgekommen, ohne abbrechen zu müssen, aber die Ente am Anfang war trotzdem da. Also ja, ich verstehe ein klitzekleines Bisschen, was es heißt, zu wissen, dass alles gut ist, aber trotzdem etwas ganz anderes zu fühlen.

Aber diese Wertlosigkeit… das ist furchtbar! Menschen, die es nicht schaffen, Post von guten Freunden oder lieben Verwandten zu lesen, weil sie das Gefühl haben, dass sie so schlimme Versager sind und es gar nicht verdienen, zu lesen, dass sich jemand um sie sorgt und ihnen helfen möchte und die Briefe wochenlang ungeöffnet herumliegen lassen.
Menschen, die sich eigentlich schon gar nicht mehr trauen, ihren besten Freunden unter die Augen zu treten, weil sie das Gefühl haben, dass sie demjenigen gegenüber alles falsch gemacht haben und die Beziehung komplett ruiniert. Und da hilft es auch nicht, wenn man als dieser Freund sagt, dass man es selbst gar nicht so drastisch empfunden hat und es schon seit Jahren vergessen und vergeben hat, was passiert ist. Das ist egal, es ist trotzdem eine unendliche Überwindung, sich mit mir zu treffen. Und das macht mich so unendlich unglücklich.

Ich möchte doch eine Hilfe und ein Anker für diese Menschen sein und möchte da sein und eine Hand hinhalten, wenn sie gebraucht wird. Nicht selbst wegen einer Auseinandersetzung vor 3 Jahren ein Stressfaktor sein. Es ist traurig, wenn die allerbeste Freundin, die man je hatte, solche Beklemmungen hat, einen zu sehen… und ich kann nichts tun. Ich kann nur immer und immer wieder sagen, dass ich da bin und sie für mich genauso wichtig ist, wie damals, als alles noch in Ordnung war. Aber dann kommen wir wieder an diese Mauer…

Da mich das Thema die Tage sehr beschäftigte, fragte ich heute noch jemand anderen, der auch krank ist, ob das bei ihm auch so sei. Die Antwort war ähnlich erschreckend. Er habe nicht nur nichts gutes, sondern einfach gar nichts verdient und gefühlt sieht er sich in seiner jetzigen Situation darin auch komplett von der Vergangenheit bestätigt. Ich weiß nicht im Detail, was alles schief gelaufen ist, aber damit ein erwachsener Mensch sich so gering schätzt und so wenig anerkennt, was er kann und ist, dann muss da schon sehr viel familiär kaputt gegangen sein.

Aber wie twitterte meine Schwester so schön:

Wieder einmal ein zusammengewürfelter Haufen Gedanken, aber das beschäftigt mich gerade sehr und ich meine es todernst, wenn ich schreibe:

Danke fürs Lesen und keine Ahnung, ob ich damit irgendwas Gutes tue, aber es war mir wichtig!

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Große Liebe?

Aus der Sammlung “Tweets, die mir aus der Seele sprechen” kommt hier ein neues Beispiel:

Mir ist das Verliebtsein egal. Das Kribbeln, das Kennenlernen. Das, was für viele Menschen die geilste Zeit ist. “Danach wird es ja langweilig…”
Nein, ich will das danach. Wenn mich jemand nach meinem Idealbild für eine Beziehung fragt, dann zeige ich auf ein Rentnerpärchen, was noch mit 70 glücklich zusammen ist. Und nicht, weil sie es müssen, sondern weil sie es wollen und ihre gemeinsame Vergangenheit mit allen Höhen und Tiefen sie zu dem gemacht hat, was sie jetzt sind. Das ist eine perfekte Beziehung, wie ich sie gerne hätte.

Von daher stimme ich diesem Tweet mit ganzem Herzen zu. Ich will diese tiefe, lebenslange Freundschaft und wenn dann noch Schmetterlinge dazu kommen und bestenfalls auch bleiben, na, dann ist das wohl der Jackpot.

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[Musik] Philipp Dittberner & Marv – Wolke 4

Wieder mal ein schöner Tweet, der gut trifft, was ich denke.

Ich weiß, dass der Song nicht so gemeint ist, aber als ich ihn die ersten Male hörte, hatte ich schon auch das Gefühl, dass für mich da was nicht passt und dann stolperte ich über diesen Tweet und dachte “jepp, genau das!”

Und das trifft bei mir einen etwas wunden Punkt, denn mir wurde sowas quasi mal ins Gesicht gesagt. Etwas anders formuliert, aber ja, das war es, was er meinte und das möchte echt niemand hören.

Sonst hab ich nichts gegen das Lied, gibt schlimmeres da draußen 😉

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Frau zum Pferdestehlen

Manchmal sind ja die Tweets anderer Leute die schönsten Aussagen über das eigene Leben 😉

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Soziale Netwerke und was poste ich wo

Mit den sozialen Netzwerken ist es ja so, dass man den ganzen Kram nur macht, um ein bisschen Aufmerksamkeit zu bekommen. Und damit meine ich jetzt gar nicht solche Selbstdarsteller, die entweder jede Sekunde ihres Lebens dokumentieren, oder jeden davon überzeugen müssen, dass sie die geilsten sind, sondern ganz normale User. Ja, ich poste auch Selfies, aber ich weiß auch, dass meine Mama sich darüber freut *g* Und es hält sich in Grenzen.

Aber was postet man denn nun wo? Bei mir ist das so:

Instagram: Da ist meine ganze Familie, da werde ich bestimmt keine anzüglichen Statements posten *lach* Aber da gehen Selfies immer gut und ich habe keine Hemmungen, meinen Alltag darzulegen. Mein Publikum ist nicht groß, aber Leute, die mir wichtig sind. Also alles, was “familienfreundlich” ist, kommt dahin.

Facebook: Einige der Instagrambilder landen auch bei Facebook, weil ich einfach mehr Leute erreichen will. Facebook sind bei mir zu 99% inzwischen Leute, die ich wirklich kenne, oder mal kannte. Ein Großteil der alten Klassenkamberaden sind mehr Deko, mit denen habe ich keinen Kontakt, aber was solls. Zusätzlich zu einem Teil Familie und Freunde sind da auch einige meiner Kollegen. Zwar nicht die aus meinem Büro hier in Bremen, aber in UK und Indien. Außerdem tummeln sich dort meine Exfreunde und ähnliches. Diese Mischung macht es auch wieder nicht ganz den Platz für alles. Aber gerade dort erreiche ich halt die meisten, die ich gerne erreichen möchte mit einem lustigen Spruch.

Twitter: Da kann ich eigentlich schreiben, was ich will. Die Leute, die mich da lesen, kennen mich größtenteils auch von da, auch wenn wir uns inzwischen vielleicht getroffen haben. Ich glaube, da sind etwa 3 Menschen, die mich vorher kannten und die können das ab 😉 Also kann ich da auch Sowas wie das hier posten: “Dinge, um die man sich selbst kümmern muss, wenn man sie haben will, weil es sonst niemand tut: Nikoläuse, Osterhasen, Orgasmen…” Das stelle ich bestimmt nicht bei Instagram ein 😉 Bei FB vielleicht gerade noch. Bei Twitter erreiche ich zwar relativ viele, aber eigentlich ist das ziemlich egal, da sich daraus kein Gespräch oder so entwickelt, wie es das bei FB täte. Einfach in die Welt gepustet. Ein Reply kam, 4 Favs. Nicht die Welt, aber es wurde gehört. Es wäre wahrscheinlich netter gewesen, wenn ich es bei FB gepostet hätte.

Dieser Blog: Das Publikum dieses Blogs setzt sich größtenteils aus Twitterern zusammen, mit denen ich über die Zeit in näheren Kontakt gekommen bin + eine ganz externe Freundin. Nein, vielleicht ist ja noch der ein oder andere irgendwie dazu gekommen, aber das ist so gefühlt der Kern.

Ich glaube, mein Idealpublikum ist FB + Instagram, um die Leute zu erreichen, dich ich normalerweise so erreichen möchte und die auch ein Feedback geben. Aber da muss man halt manchmal vorsichtig sein, was man schreibt 😉 Bei FB kann man zur Not ja noch Leute ausklammern, aber wie nervig ist das denn… bei Instagram geht das nicht und ich muss meiner Mama echt nicht alles erzählen 😉

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Twabendessen

So, nachdem ich heute mal in die Runde gefragt hatte, wann und wo wir endlich mal ein #Twabendessen veranstalten können.
Das Ergebnis war folgendes:

Mo: 12 | Di: 11 | Mi: 6 | Do: 8 | Fr: 6 | Sa/So: 4

Der Rest hat sich beschwert, dass er nicht eingeladen wurde 😉

Freitag fängt zwar der Freimarkt an und es kamen schon Stimmen, in dieser Zeit nichts zu machen, aber irgendwann müssen wir ja mal anfangen und so hab ich den Vorschlag von @Ingozen aufgegriffen und einen Termin für uns bei Twittagessen.de angelegt, wo sich jeder eintragen kann, der kommen will und kann.

Montag, den 19.10.2009, 20.00 Uhr, Schlachthofkneipe, Bremen – Findorff

Falls der Termin nicht passt, es wird hoffentlich nicht der letzte sein, aber wie gesagt, anfangen müssen wir ja mal 🙂

Vorschläge, Wünsche, Anmerkungen können bei @MissEvil oder hier hinterlassen werden. Und wenn jemand anderes sich da (auch) reinhängen / organisieren will, gerne, ich habs nur erstmal in die Hand genommen.

Und für die, die dachten, es wird privat gekocht: wenn irgendjemand so viele Leute aufnehmen kann, wäre ich da sofort dabei, aber bis dahin erstmal ein Lokal.

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Follower und Following

Ja, schon wieder ein Twitterpost, ich weiß, das nimmt Überhand, aber was solls 😉 Dieses übernächtigte Geschwafel muss jetzt noch raus *auf die Uhr schau*

Wie überall gilt, hat man viele Anhänger, ist man ein toller Hecht. Ist natürlich Quark, da es auf die Qualität und nicht auf die Quantität ankommt. Was nützen mit 59 “Britneys mit Fleischpeitsche” (by @bako13) und 44 Twittercoaches, die die “ultimativen Tipps für Twitter” für mich haben, aber weder etwas interessantes schreiben, noch sich für mich und meine Tweets interessieren.

Klar haben eine @Silenttiffy, eine @Elsebuschheuer, ein @Haelekschwein oder ein @Vergraemer zu Recht tausende Fans, weil ihre Tweets einfach außergewöhnlich und originell sind, aber ich beschränke mich jetzt mal mehr auf Otto Normaltwitterer 😉

In der Regel folgt man x Leuten, in der Hoffnung, dass sie alle zurück folgen. Tun sie es nicht, verlässt man sie enttäuscht wieder, sofern man die Tweets nicht tatsächlich interessant und/oder lustig findet.

Ich persönlich halte nichts von dieser Technik, auch wenn ich mich natürlich freue, wenn ich sehe, dass einer dieser “Promis” mir auch zurück folgt, aber in der Regel entscheide ich tatsächlich in erster Linie nach Entertainmentgehalt der Tweets. Klar gibt es auch mal Ausnahmen, wo ich auch bei jemandem bleibe, auch wenn er nervig (geworden) ist, einfach aus Nostalgie oder weil ich schon viele Dialoge mit demjenigen hatte.

Generell miste ich immer wieder aus und versuche, die Zahl derer, denen ich folge, wirklich überschaubar zu halten, denn was nützt es mir, wenn meine Timeline nur so an mir vorbei rauscht und ich keinem mehr richtig folgen kann.

So nehme ich es auch niemandem übel, wenn er mir nicht mehr folgt. Ich schreibe sicher nicht die genialsten Tweets und wer sich nicht dafür interessiert, bitte. Ich halte Reisende nicht auf 😉

In all den Monaten gab es nur einen Follower, bei dem ich tatsächlich irritiert war, dass er auf einmal weg war. Gerade noch eine DM geschrieben und als ich antworten will, bekomme ich die Meldung, dass es nicht möglich ist, weil er mir nicht folgt. Ich hab eine Ahnung, warum er gegangen ist und akzeptiere es, aber überrascht hat es mich trotzdem.

Kennen gelernt habe ich bisher nur einen einzigen, nachdem ich ja zum Twestival nicht gesund war und noch immer ein bisschen vor mich hin vegetiere, wobei doch schon wieder die Frage nach einem Twabendessen auf kam, was wir Anfang August mal auf den September verschoben hatten 😉 Vielleicht klappt es ja doch mal, damit ich doch auch mal 2, 3 neue Gesichter hinter den kleinen bunten Bildchen sehe 🙂

Auf jeden Fall will ich die kleine Bremer(-havener) Truppe um @Oliverprivat, @Fastcloud, @Blushi, @KleineMiez und @Black_Igel (und Düsseldorferin @Heike186) nicht mehr missen. Es gibt einfach zu schöne Gespräche 😉 #Kalte_Muschi, #Bravo_Poster, #Baby_Bilder

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Bild der wunderbaren Michaela von Aichberger

Die Grafikdesignerin Michaela von Aichberger hat auf Twitter unter dem Pseudonym @Frauenfuss ein Projekt gestartet: “Ich male meine Follower” #immf.
Zum Zeitpunkt dieses Posts sind es bereits 175 Bilder und Bild 173 bin ich, bzw. mein alter Ego @MissEvil *schwärm*

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Dazu schrieb sie den wundervollen Satz:

Träumewahrmachschubs-#immf für die wunderbare @MissEvil aus Bremen!

Nach dem vorletzten Post über Castelbajac hatten wir uns darüber unterhalten, dass ich es liebe, etwas mit meiner Stimme zu machen und bis zum Abitur fest entschlossen war, klassische Sängerin zu werden, dann aber im letzten Moment aufgegeben habe.

Ich liebe es, wie dieses Bild die Musik und das Programmieren vereint 🙂 Und für alle nicht Programmierer: der Text des Liedes sind lauter Codefragmente. <3 C# ist eine Programmiersprache, aber auch eine Tonart, bzw. ein Ton (Cis (-Dur)) Ich habe tatsächlich vor, wieder Gesangsunterricht zu nehmen und endlich wieder ein bisschen mehr von meinen Träumen zu leben, anstatt sie nur zu träumen. Edit: Inzwischen ist unsere liebe Michaela ja direkt eine Berühmtheit und alle Welt reißt sich um Interviews. Gut gemacht, @Frauenfuss!

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Twestival Bremen II.

Hmmmm… das war wohl nichts *zur Eintrittskarte an der Pinnwand schau*
Dank Magenschmerzen hält sich dieser Eintrag sehr kurz, da ich nicht da war 😉

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Sibylle Berg und Jean-Charles de Castelbajac

Heute Nachmittag sagte @SibylleBerg: “sagt jetzt alle mal: jean-charles de castelbajac – ohne das es klingt wie mario barth der schwul spielt” und auf meine Antwort: “geschafft, was hab ich gewonnen? #Castelbajac Immerhin halten mich meine Kollegen jetzt für bescheuert ;)” kam zurück: “wenn du so einen nerdinerd beruf hast, vermagst du sicher schnell 1 tonschlaufe aufzunehmen, dass ich das überprüfen kann, hm?”

Naja, aus dem “schnell” ist dann nichts geworden, weil ich arbeiten musste, aber hier ist das Ergebnis:

JCdC1_missevil
JCdC2_missevil

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