Category "Privat"

Dinge aus meinem Privatleben

Gefühle

Ich habe ja im letzten Jahr immer mal wieder über meine Gefühle oder das Fehlen derselben erzählt. Als Nerd habe ich es als „mein Emotionschip ist kaputt“ beschrieben. (I <3 Data)

Im Moment beschäftige ich mich ein bisschen mit Meditation. Es fällt mir leicht, mir Dinge vorzustellen und Bilder in meinem Kopf zu erzeugen. „Stell dir vor, du sitzt gemütlich mit deinen Lieblingsmenschen vor einem flackernden Kaminfeuer und alles ist gemütlichund schön.“ Bäm, schon sitze ich da auf einem Kuschelfell in irgendeiner Hütte, schaue in einen Kamin und höre dem Knistern zu. Alles kein Problem.

Aber dann kommt die Aufgabe, meine Gefühle in diesem Moment zu beschreiben oder zu erkennen. Da sind aber keine. Es ist ein Bild, oder besser gesagt ein Film, aber da sind keine Gefühle. Ich kann mir nicht vorstellen, was ich in diesem Moment fühlen würde. Geht einfach nicht.
Erzähl mir, dass ich einen blau leuchtenden Stern habe, der durch meinen Körper wandert oder dass ein goldenes Licht aus meinem Körper strahlt (Doctor Who, anyone?) Kein Problem. Das sehe ich alles vor mir. Der Stern hat ein ganz bestimmtes blau und ich kann mir das Leuchten auch anders vorstellen, als eine Timelord-Regeneration. Aber all diese Bilder werden immer mit Glücksgefühlen verbunden. Ich leuchte ja nicht, weil man einen Lichtschalter gedrückt hat, sondern weil ich voller Glück und [Selbst-]Liebe bin. Ähm… ja, eher nicht so. Also schon, so ganz grundlegend ist das korrekt, aber das hat mit diesen Bildern nichts zu tun. Und da es dann darum geht, dieses Gefühl des Glücks oder der Liebe oder was auch immer zu erinnern und bei Gelegenheit zu reproduzieren, hat sich das mit der Meditation dann wieder erledigt.

Ich habe keine Ahnung, ob ich da diagnostizierbare Schwierigkeiten habe und irgendwo in Richtung Autismus/Asperger tendiere, aber selbst wenn, dann ist es doch in einem Rahmen, der es mir ermöglicht, ohne Einschränkungen und Probleme zu leben, also ist es vernachlässigbar (behaupte ich jedenfalls mal).

Ich weiß, dass ich im Gegensatz zu gewissen anderen Menschen extrem limitiert bin, was meine Gefühle angeht. Ich meine jetzt nicht mal in der Breite, da ich denke, dass ich grundlegend doch die meisten Gefühle durchaus habe, aber halt in der Intensität. Der Ausschlag entfernt sich nur minimal von der Nulllinie und es gibt nur sehr selten mal größere Amplituden und selbst wenn, dann sind sie nur von kurzer Dauer.

Persönlich empfinde ich das als positiv. Zu sehen, wie andere Menschen mit ihren intensive[re]n Gefühlen erscheint mir oft sehr anstrengend und in manchen Fällen auch belastend. Wahrscheinlich erscheint es mir so, weil ich es nicht kenne, aber es reicht ja schon, Twitter zu lesen, um zu erkennen, dass manche Menschen da echt kämpfen.
Mir reicht es schon, wenn sich mal ein paar Monatliche Hormone breit machen und ich etwas sensibler auf Themen oder Situationen reagiere. Das ist immer noch weit weg von dem, was andere Frauen* erleben, aber es nervt schon genug. Diese Diskrepanz von Gefühl und Verstand ist ätzend. Und hier rede ich noch von mir als glücklich und gesundem Menschen. Und nicht von psychisch angeschlagenen.

7 Wochen – Wochen 4-5

Diese Wochen waren ziemlich schlecht. Ich habe Geld für eine Kaffeemaschine* ausgegeben, die mir Instagram empfohlen hat. Brauche ich eigentlich überhaupt nicht, da ich eine grob vergleichbare Maschine schon habe, aber ich fand sie cool und zur Not kann ich sie immer noch als Geburtstagsgeschenk an jemand anderen weiter geben. Kommt eh erst im Oktober oder so. Außerdem habe ich mir einen Reiskocher bei Reishunger bestellt. Auch nicht wirklich notwendig, aber praktisch, auch für Quinoa und um Gemüse zu dünsten. Also lässt sich das gerade noch so rechtfertigen.

Gerade das letzte Wochenende war wieder ganz furchtbar, was Süßigkeiten anging. Wie immer möchte ich es auf die Hormone und den Eisprung schieben, aber damit macht man es sich ja nun auch ein bisschen leicht. Also, voll versagt!

Irgendwo las ich neulich mal, dass man Ziele, die man öffentlich macht, schlechter einhält als die, die man geheim hält. Sonst wird ja immer das Gegenteil gepredigt, weil man sich durch die öffentliche Aufmerksamkeit eher unter Druck gesetzt fühlt, es auch durchzuziehen. Aber ich verstehe schon auch diesen Ansatz, denn dieser Druck führt auch zu Trotz und zu einem Widerwillen gegen die Aufgabe, weil man es nicht mehr nur für sich macht. Und Dinge, die man nicht nur für sich macht, sondern, weil es erwartet/bewertet wird, funktionieren oft nicht so richtig gut.

Ansonsten freue ich mich über den zurückgekehrten Winter. Sonne und Minusgrade sind einfach traumhaft! Und besser als der „warme“ Regen, den es zwischendurch gab, ist es doch bitte allemal. Nur der Gedanke, dass nächste Woche schon Ostern ist, überrascht etwas. Aber das ist auch so ziemlich die früheste Möglichkeit für Ostern. Ich erinnere mich durchaus auch an Jahre, wo ich nach dem Chor morgens zu meiner Patentochter gefahren bin und alle halbnackt im Garten rumlagen und wir im Planschbecken gespielt haben. Aber das war auch erst am 24.4.

Meine Abnahme dümpelt so vor sich hin (dank der oben erwähnten Eskalations-Tage) und es wird Zeit für mehr Sport, um den Speck endlich zu verbrennen und die Körperfettanteil, der noch deutlich über 30% liegt, mal in den Griff zu kriegen. Mein BMI ist ja schon ok, aber ist halt nichts definitiert, sondern alles weich. Deswegen gab es gestern dann mal eine Session mit Jillian Michaels (ihr erinnert euch an SHRED?) und meiner neuen Mitbewohnerin, der Kettlebell. 25 Minuten die Kugel durch die Gegend schwingen hat doch seine Spuren hinterlassen… Da kommt heute im Laufe des Tages noch einiges an Muskelkater auf mich zu. Aber Krafttraining ist halt das wichtigste und da ich nicht zurück ins Studio will, ist das ein ganz guter Ansatz.

* falls jemand über den Link bei Kickstarter pledged, bekomme ich etwas Geld gutgeschrieben

[Blogparade] Schlaf

Ich habe beschlossen, meinen Blog mal ein bisschen auszuweiten, sodass es mal 2, 3 mehr Leser gibt, als meine Lieblinge von Twitter (you guys rock!)

Also gibt es ein paar Einträge für Blogparaden. Das erste Thema ist „Schlaf“ und kommt von Gesundheitsgeflüster.

Ich habe mich entschlossen, über das Thema Schlaf zu schreiben, da ich immer mal wieder darüber nachdenke und merke, dass ich zwar 38 Jahre alt bin, aber keine Ahnung davon habe, wieviel Schlaf ich brauche.

Gefühlt bin ich eigentlich immer müde und dabei ist es egal, ob ich 6, 8 oder 10 Stunden schlafe. Wahrscheinlich hat das nicht mal was mit der Schlanflänge zu tun, sondern eher mit der Ernährung und irgendwelchen fehlenden Vitaminen oder Nährstoffen.

Laut meines Fitnessarmbands schlafe ich im Durchschnitt eigentlich ganz gut und bewege mich kaum. Was immer dazwischen kommt, sind natürlich die Katzen, die sich nachts zu mir legen, oder weggehen. Davon wache ich nicht wirklich auf, bzw. schlafe direkt wieder ein, aber Unterbrechungen sind es natürlich trotzdem.

Oft bemerke ich, dass ich nach kurzen Nächten deutlich fitter bin am Morgen, aber dafür dann am Vormittag einen totalen Durchhänger habe. Also auch nicht ideal. Sonst bin ich halt den ganzen Tag über so naja und habe ggf nachmittags mal einen Tiefpunkt.

Müde zu sein, ist für mich so normal, dass ich immer irritiert bin, wenn Menschen mich besorgt fragen, ob ich eine zu kurze Nacht gehabt hätte, wenn ich es erwähne. Der Gedanke, dass jemand einfach morgens erholt und frisch aufwacht und dann den Tag voller Elan stemmt und erst abends wieder müde wird, ist für mich komplett absurd.

Nach dem Aufstehen bin ich sofort voll da und ansprechbar und leistungsfähig, ohne eine längere Anlaufzeit oder Koffein, aber das heißt nicht, dass ich erfrischt und erholt bin.

Da ich die Katzen morgens um 8 versorgen muss, gibt es kein „schlaf solang du willst“. Ich kann dann halt entscheiden, ob ich mich nochmal hinlege oder ob ich den Tag dann einfach nutze, weil ich eh schon mal aufgestanden bin. Das mit dem wieder Hinlegen klappt auch nicht immer. Da ich eben ziemlich direkt nach dem Aufstehen in den „Wach-Modus“ umschalte, kommt es oft genug vor, dass mein Kopf dann einfach zu aktiv ist, sodass ich dann eine Stunde im Bett rumliege, aber nicht mehr schlafen kann und dann doch aufstehe, weil das irgendwie so auf doof ist. Wenn ich Glück habe und das Füttern/Spritzen schnell geht, dann schläft mein Verstand noch und ich kann mich wieder hinlegen.

Insgesamt schlafe ich weniger, je älter ich werde. Ich werde müde so zwischen halb 11 und halb 12 Nachts und wo ich früher 12 Stunden schlafen konnte, läuft es jetzt eher auf 9-10 Stunden hinaus. Aber auch dann bin ich nicht frisch, sondern bin halt irgendwie fertig mit schlafen.

Wir reden hier übrigens nicht zwingend von „gähnend müde“ sondern halt einfach nicht frisch, erholt, aktiv. Aber vielleicht erwarte ich auch einfach zu viel und voll leistungs-/aufnahmefähig ist alles, was es braucht? Niedrige Energielevel sind ja wahrscheinlich einfach auch eine Persönlichkeitsfrage…

Bisher habe ich noch nicht tiefer geforscht, was die Ursachen sein könnten, aber vielleicht war dieser Eintrag ja mal ein Ansporn, um mich mehr damit zu beschäftigen. Meine Blutwerte sollten eigentlich ok sein, denn das habe ich schon gefühlt immer und es wurden immer mal wieder Blutbilder gemacht, die nichts aufzeigten, was damit zu tun haben könnte.

7 Wochen – Wochen 2+3 und Alltagsgedöns

Ich muss zugeben, viel zu erzählen gibt es gerade nicht. Zumindest nicht, was die 7 Wochen ohne angeht. Beim Geld bin ich 1,5 mal schwach geworden. Warum 0,5? Naja, das war eine Testbox mit Essen, was ich auf jeden Fall brauchen und nutzen kann, aber was nicht nötig gewesen wäre. Das hätte ich genauso nach Ostern bestellen können, aber zumindest war es nicht nur Schnickschnack, sondern sinnvoll.
Aber generell läuft das recht gut, aber seien wir ehrlich, wer sein ganzes Geld zum Tierarzt bringt, hat eh nicht wirklich viel Spielraum fürs Shoppen.

Sollte eine Koffein-Abhängigkeit vorgelegen haben, was ich ja nach wie vor nicht wirklich weiß, dann ist die zumindest erledigt. Es gibt hin und wieder eine Cola zero, weil keine Alternative da ist (oder ich keine 2,- für Wasser ausgeben mag, bei Cola habe ich wenigstens das Gefühl, da gibts noch Geschmack und Chemie fürs Geld 😉 ) Kaffee gibt es zurzeit höchstens mal selbstgekocht und dann koffeinfrei. Ansonsten bin ich weiterhin fleißig dabei, meinen Teeschrank zu leeren, was auf jeden Fall eine gute Idee ist und auchnach Ostern weiter geführt wird. Ich habe eine 1,2l Kanne, die wird jeden Morgen oder Abend mit irgendeinem Tee aufgesetzt und dann habe ich den Tag zumindest schon mal 3 Beutel erledigt und ein zuckerfreies Getränk. Bei den schwarzen Tees muss ich mal schauen, wie die sich kalt machen, oder die aufs Wochenenende verlegen und in einer Thermoskanne kredenzen. Aber bei schwarzem Tee bin ich immer noch irgendwie verpeilt, was die Zubereitung angeht. Zu oft ist es doch zu bitter oder schmeckt irgendwie nicht. Dabei habe ich schon einen Kocher, bei dem ich die Temperatur einstellen kann, sodass es nicht kochend heiß ist, aber naja, da ist noch Luft nach oben, wenn ich nicht die Hälfte der Aufgüsse wegkippen will. Weswegen es vielleicht auch sinnvoller ist, diese Tees nicht per Kanne, sondern wirklich nur in Einzelportionen zu kochen.

Süßes… nunja… lassen wir das Thema. Ich rede mich mal damit raus, dass ich zurzeit wieder viel Stress mit den Katern habe und der wird halt mit Süßem kompensiert, aber das ist halt nur eine Ausrede und die Wahrheit ist, ich bin echt zu undiszipliniert, was Gebäck und Eis angeht. Aber durch die Diät hält es sich grundlegend in Grenzen, da ich ja meine Kaloriengrenze doch einhalten will. Aber da ist in den nächsten 4 Wochen auf jeden Fall noch viel Potenzial.

À propos Katzen: der Herzkater war krank und hatte eine Entzündung im Zahn, weswegen er in den letzten Wochen kräftig abgenommen hat und der Diabeteskater stellt uns vor das große Problem, dass wir ihn nicht einstellen können. Seit er Ende 2016 diagnostiziert wurde, hatte er immer sehr hohe Zuckerwerte, sodass die gespritzte Insulinmenge relativ hoch war. Damit lebte er das Jahr aber gut, bis es dann ja vor einigen Wochen zur kompletten Unterzuckerung kam. Die Hoffnung war groß, dass er die Diabetes überwunden hätte und das Insulin wurde auf ein Minimum herunter gesetzt. Dieses Wochenende waren wir wieder beim Arzt und die Werte waren wieder in gigantischen Höhen. Also muss das Insulin auch wieder erhöht werden und wir müssen hoffen, dass es jetzt hoch bleibt und nicht wieder absinkt. Leider kann ich das nicht selbst prüfen und wir (naja, vor allem der Kater) hassen es natürlich, alle 2-4 Wochen zum Arzt zu müssen.

Und noch mal zu etwas ganz anderem. Instagram Stories / Vlogging. Ich folge einigen wundervollen Damen auf Instagram, die die Stories tatsächlich als eine Art Vlog nutzen und nicht nur spezielle Events zeigen, wie andere, sondern einen wirklich mitnehmen in ihr Leben und jeden Tag ihren Alltag zeigen.
Ich schaue das gerne und bin schon eine Weile versucht, das auch mal zu machen. Bei IG Stories ist es immerhin auch relativ egal, ob sich das jemand anschaut oder nicht. Bei einem YT Vlog oder einer Serie hier im Blog wäre es halt direkt deutlich, dass es sich eigentlich nicht lohnt und der Aufwand in keiner Relation zu den Views stehen würde. Stories gehen ohne weiteres Equip, ein paar Follower habe ich da schon und ich könnte meinen Narzissmus/Exhibitionismus ein bisschen ausleben 😉

Der Nachteil dabei ist halt, dass es genau auf diese Follower auch beschränkt ist. Wer kein IG hat, kann sie nicht sehen und ich weiß, dass es bestimmt doch den ein oder anderen Menschen da draußen gibt, den das vielleicht auch interessieren würde, der aber kein IG hat. Und ich bin nicht sicher, ob sich Stories ohne Account anschauen lassen? Bilder sind ja kein Problem. Ich denk aber nicht, dass das geht.

Außerdem habe ich mir überlegt, ich möchte eine kleine Serie über Bremen starten. So ganz simple ein paar der Highlights zeigen. Stadtmusikanten, Schnoor, Weser, Dom. Was man als Tourist vielleicht mal so gesehen haben sollte und ein paar hübsche Ecken, die sich so in meinem Umfeld befinden. Vielleicht auch ein paar Tipps, wo man gut Essen kann… gibts alles schon, weiß ich, aber ich mag Bremen und hier gibt es einige interessante Geschichten zu erzählen.

So, das war es mit meinem „ich hab heute eigentlich gar nichts zu erzählen“ 😉 Vielen Dank fürs Lesen und wenn ihr Anmerkungen oder Meinungen zu meinen Ideen habt, lasst es mich gerne wissen 🙂

7 Wochen – Woche 1

Tag 1:
Heute gab es vor allem viel Obst und Tee. Einerseits um jegliche Lust auf „süß“ zu unterbinden und weil ich dachte, die Kaffee/Cola-Diät kann ich ja auch gleichmal nutzen, um meinen Teeschrank endlich zu leeren.
Leider hatte ich vergessen, dass ich von Tee immer Unterleibsschmerzen bekomme. Keine Ahnung warum, aber nach etwa 3 Gläsern (egal welche Sorte) habe ich Unterleibsschmerzen. Mal sehen, ob sich das in den Wochen weg trainieren lässt. Google sagt mir dazu nichts, meine Follower wissen leider auch nichts… Und immer, wenn mal die Frage im Netz kommt „kann es sein, dass ich vom Tee Blähungen bekomme“ (was gar nicht so selten kommt) ist die Antwort: „nein, kann gar nicht sein, hab ich noch nie gehört“. Also scheint es sowas doch irgendwie zu geben. Zu viel Luft im Bauch durch Tee.
Die offene Colaflasche im Bürokühlschrank lässt mich aber doch immer wieder für einen Moment zucken, weil es eben doch irgendwie leckerer/befriedigender ist, als Vilsa Lemon (Mineralwasser mit einem Hauch Zitrone, keine Limo) und Tee. Aber hoffentlich hat der Kollege sie bald weg getrunken und mich lacht in Zukunft nichts mehr an.

Ich habe für mich die folgenden Einschränkungen gemacht: schwarzer/grüner Tee is ok, wenn sie halt nur ab und zu mal zwischen all den Kräuter- oder Früchtetees getrunken werden.
Süßes Essen ist ok, solange ich es selber zubereitet habe. Soll heißen, die Bananen in meiner Küche müssen jetzt nicht bis Ostern gammeln, ich werde davon irgendwann ein Bananenbrot backen und es essen. Aber gekaufte Süßigkeiten und Kuchen sind nicht. Genauso wären selbst gebaute Süßkartoffelpommes ok.

Tag 2:
Kopfschmerzen from Hell! Ob das was mit dem Koffeein zun tun hat? Ich weiß es nicht. Startete schon gestern Abend und heute morgen war ich völlig ausgeknockt. 2 Ibu haben mich immerhin über ein paar Stunden gebracht. Insgesamt würde ich sagen, es geht eher in Richtugn Migräne, da mir auch ein bisschen übel ist, aber genau sagen kann ich es jetzt natürlich nicht. Ich habe mir einen Matcha-Latte gemacht, also ein bisschen „gesünderes“ Koffein. Kann nicht behaupren, dass das etwas bewirkt hat, also lag es vielleicht doch nicht am Entzug.
Und fast hätte ich was Süßes gegessen… was so vertieft in Twitter, dass ich schon nach der Schokolade greifen wollte. Bis ich in meine Ativitäten schaute, wo jemand den Kommentar über die Süßigkeiten geherzt hatte. Dafiel mir dann wieder ein, dass ich ja gar keine Schokolade darf/will. Diese Gedankenlosigkeit und einfach zu sich nehmen, weil etwas da ist, ohne wirklich bewusst darüber nachzudenken… das ist echt übel.

Tage 3-7

Das einzige, was ich konsequent durchgezogen habe, war das mit dem Geld, der Rest war eher durchwachsen. Koffein war sehr reduziert, aber kam noch vor und Süßes… Nunja, reden wir nicht drüber. Mein heutiges Fazit auf MFP erzählte mir, dass die meisten Kalorien aus einem einzigen Lebensmittel die salted-caramel-dark Küsschen waren. Naja, nun sind sie weg und es geht mir ja auch wieder gut. Süß heißt ja oft, dass es mir schlecht geht.

Das mit dem Koffein nervt mich ein bisschen, denn mein Netto hat bspw gar nichts anderes als zuckerfreie Version da haben. Aldi hatte wenigstens Zitrone und Orange. Nur Tee und Wasser gehen nicht. Zwischendurch muss es auch mal Britzel mit Geschmack sein. Und bei mir regt das auch nicht die Lust auf Süßes an, sondern dient als Ersatzbefriedigung.
Aber mit meinem Teekonsum bin ich ganz zufrieden. Wenn ich nicht zu viel direkt hintereinander trinke, dann geht das auch mit dem Bauch ganz gut. 2 Packungen sind schon geleert, fehlen nur noch etwa 46 😉

7 Wochen ohne…

Ab Mittwoch beginnt die Fastenzeit (14.2. – 31.3.) und meine Yogalehrerin fragte (wie jedes Jahr) was wir uns denn vornehmen würden. Muss ja nicht zwingend Essen sein, kann ja auch eine schlechte Angewohnheit sein, die man mal fasten möchte.
In den letzten Jahren habe ich zwar drüber nachgedacht, aber nie etwas gemacht. Aber da ich ja eh noch im Diätmodus bin, dachte ich, ich kann mir ja mal was raus suchen und versuchen, meine Disziplin wieder etwas zu fo(ö)rdern.

Klar kommen da erstmal die klassischen Dinge in den Sinn:

  • Kein Zucker – Das ist scheiße viel Aufwand, denn überall ist Zucker drin und ich hab nicht die Zeit oder Lust, 7 Wochen alles von Null auf selbst zu machen
  • kein Weißmehl – nehme ich eh schon an vielen Stellen nicht, das könnte also fast von selber passieren… aber extra drauf achten werde ich wohl nicht
  • Kein Fleisch – nope, not gonna happen. Ich bin eh ein recht bewusster und seltener Fleischesser, aber dabei bleibt es auch
  • Kein Kaffee/Koffein – Das ist tatsächlich etwas, was ich probieren will. Kaffee und ich haben eine eh sehr seltsame Beziehung. Ich empfinde keinerlei positive Wirkung und brauche es auch morgens nicht, um ansprechnbar zu sein. Schmecken tut er meist auch nicht, aber ich trinke ihn trotzdem jede Woche – warum auch immer. Ein Grund ist vielleicht, dass die Milch (ich trinke ja meist eher Milch mit Kaffee als andersherum) eine Art Sättigungsgefühl gibt und der Kaffee einfach das Volumen erhöht, ohne die Kalorien noch schlimmer zu machen. Aber ich denke schon, dass ich eine gewisse Abhängigkeit entwickelt habe, denn wenn ich weder Kaffe noch Cola trinke, neige ich zu Kopfschmerzen. Also alles nur noch koffeinfrei.
  • Keine Süßigkeiten / Knabbereien – Immer eine gute Idee und ich werde es versuchen. Viel ist es dank der Diät eh nicht, aber ich bin ja eigentlich ein großer Verfechter der Idee, dass man sich nichts verbieten sollte, sondern nur bewusst damit umgehen, damit man nach der Diät einfach weiter machen kann und keine Gelüste entwickelt. Also mal schauen, da rutscht vielleicht doch mal was durch, aber ist geplant.
  • Kein Alkohol – na gut, da müssen wir nicht drüber reden, das gibts bei mir eh nicht
  • Kein Junkfood – Das versuche ich eh und halte es meist durch, also darf gerne mit auf die Liste

Dazu dann noch ein paar Sachen, die nichts mit Essen zu tun haben:

  • Kein unnötiges Geld ausgeben – Das ist wahrscheinlich mein größter Vorsatz überhaupt. Ich habe nur eine sehr begrenzte Abwehrhaltung bei Instagramwerbung oder Amazon… Ich brauche Werbeblocker nicht, weil mich die Werbung nervt, sondern weil ich sonst viel zu viel kaufe #Werbeopfer. Außerdem muss ich die Arztrechnung vom Diabeteskater auch erstmal wieder langsam ausgleichen, da sollte ich eh nichts sinnlos ausgeben. Das beinhaltet Klamotten, Kosmetik, Schuhe, Schnickschnack aus dem Chinesischen Internet und ähnliches.
  • Nicht fluchen – ähm… Meine Sprache ist ziemlich ok und die Flüche, die da raus kommen, sind so von Herzen und spontan, dass ich eh keine Chance habe, sie zurück zu halten
  • Nicht lästern – da bin ich noch nicht sicher… manche Leute stellen sich einfach zu bekloppt an
  • Nicht ausgehen – Mindestens ein Frühstück/Brunch wird in die Zeit fallen, aber der gehört zu einem Geburtstag und ist nicht nur ein Luxusessen auswärts. Aber sonst fällt das auch in die Kategorie „Kein Geld ausgeben“
  • Nicht mit dem Auto fahren – Das krieg ich hin 😉 Wobei, nein, wahrscheinlich liegt eine Fahrt genau am 31.3. Die lässt sich dann aber auch weder vermeiden noch verschieben.

Ansonsten müsste man halt ein paar gute Vorsätze noch umdrehen, damit sie ins Verzichten passen. „Nicht den ganzen Abend ohne Sport rumgammeln“ oder „nicht immer bei brauchbarem Wetter mit dem Bus ins Büro fahren“ oder so 😉

Macht ihr sowas? Nutzt ihr die Fastenzeit für schlechte Angewohnheiten? „7 Wochen ohne…“ ist ja nun der Slogan der evangelischen Kirche, der damit jedes Jahr auch ein Motto verbindet (dieses Jahr: Zeig dich), aber ich mache das auch ganz unabhängig davon, weil es halt immer ein Extra-Grund von außen ist, der einem dann vielleicht noch so einen Kick geben kann, gewisse Dinge in Angriff zu nehmen. Klar kann man das immer und braucht dafür keine vorgegebenen Aktionen, aber man hält sich halt doch immer gerne an Sachen wir „ab Montag“, „ab dem 1.“ oder „Im neuen Jahr“, also warum soll man nicht auch so etwas für sich nutzen. Es ist ein fester Zeitrahmen, auf Twitter hat man ggf auch einige Leute mit dem Hashtag #SiebenWochenOhne in der TL, sodass man sich nicht ganz so allein fühlt.

Also, wer Lust hat, überlegt euch doch bis nächsten Mittwoch auch ein, zwei Dinge, auf die ihr verzichten möchtet und macht mit 🙂

Rückblick 2017 – Vorschau 2018

Und wieder ist ein Jahr rum. Schauen wir uns mal an, worum es beim letzten Rundblick ging:

Oh, ich war ganz excited über meine Fitnesstudio-Mitgliedschaft… war 2017 jedoch kein einziges Mal mehr dort und habe dann auch schnellstmöglich wieder gekündigt. Das war echt so gar nicht meins. Und wenn man die Übungen nur mit nem halben Arsch macht, kann man es auch sein lassen.

Muffins Diabetes hat sich ganz gut entwickelt. Ist nicht immer ganz einfach, dass man zu festen Zeiten spritzen muss, aber dank meines besten Freundes, der auch im Haus wohnt, klappt es doch ganz gut. Der Kater ist glücklicherweise super fit und scheint davon gar nicht weiter beeinflusst. Sogar das Überdosis-Drama, Anfang des Jahres, hat er gut weggesteckt. Oh, ich sehe gerade, davon habe ich nie erzählt. Also, als besagter Freund das erste Mal spritzen sollte, hat er 30 statt 3 Einheiten genommen und Muffin musste für einige Tage ins Krankenhaus. Hat er zum Glück schnell kapiert, dass da was nicht richtig war und ist sofort in die Klinik gefahren, so ist da nichts schlimmes passiert.

Bei Hugo ist zu dem ursprünglichen Herzfehler, den er eh schon hatte, eine chronische Erkältung dazu gekommen, die dauerhaft mit Kortison behandelt werden muss. Nicht schön, aber auch ganz gut händelbar. Also zwei Tabletten für den einen und zwei Spritzen für den anderen… aber sonst geht es ihnen gut hier.

Aber die eigentlichen beiden großen Themen des Jahres für mich waren Abnahme und Auto.

Am 3. April habe ich beschlossen, dass ich das mit dem Abnehmen jetzt wirklich durchziehe. Dazu gab es das Buch „Fettlogik“ und einen Account bei MyFitnessPal. Dazu gab es im Laufe des Jahres auch zwei Einträge (Gewichtsgedanken und 10 Kilo geschafft) und ich will das jetzt nicht weiter ausführen. Ich bin zum Ende des Jahres zwar nicht bei meinem Zielgewicht gelandet, aber ich konnte Nov/Dec mit einer Nullrunde abschließen, was bei der Menge an Plätzchen, die ich so verdrückt habe, schon absolut großartig ist. Auch habe ich die 60 unterschritten und bin damit im oberen Bereich meines „Normal-BMIs“ gelandet. Warum das alles noch nicht reicht und ich nach anderen Messmethoden immer noch fett bin (waist-to-hip oder waist-to-height z.b.), könnt ihr in den verlinkte Einträgen nachlesen.
Sportlich bin ich inzwischen wieder bei einem Programm auf meiner Wii angekommen, was mich auch 2011 schon begleitet hatte. 30 Minuten Ausdauer und Kraft gemixt an allen Abenden, an denen ich die Zeit dafür habe.

Und das Auto… bzw. das Autofahren. Im Januar habe ich mir einen Polo mit Automatik gekauft, weil mich dieses Anfahren verrückt machte und mich davon abhielt, öfter zu fahren. Wenn ich alleine bin und übe, hat es immer super geklappt, sobald Menschen hinter mir an der Ampel stehen, hab ich völlig versagt. Also haben wir uns überlegt, den Seat wieder zu verkaufen und ein echtes, neues (so gut wie) Auto beim Händler zu kaufen. Ein silberner Polo von 2014 ist es geworden und wir haben uns gut angefreundet. Ich fahre nach wie vor nicht viel und gerade die Stadt stresst mich immer noch sehr, aber ich habe zwei Touren nach Gütersloh gemacht (~230Km) und war über Weihnachten sogar in Berlin (~410Km). Es braucht immer ein bisschen, bis ich drin bin (weswegen das in der Stadt eh nichts wird, weil ich nicht lang genug fahre, um rein zu kommen), aber dann bin ich auch entspannt. Gerade auf die Hinfahrt nach Berlin bin ich recht stolz. Eine kurze Pause 15km nach Start, um zu Frühstücken und dann in einem Rutsch durch. Zurück war ich eigentlich zu müde und hatte nichts gegessen. Das war schlecht, aber ich habe es trotzdem durchgezogen, auch wenn eine Pause angebracht gewesen wäre, weil es nur noch 45 Minuten waren. Außerdem war wenig Verkehr. Wäre mehr los gewesen oder die Strecke noch länger, hätte ich auf jeden Fall angehalten, denn ich war völlig im Eimer. Aber jetzt habe ich das wenigstens auch mal erlebt.

Ansonsten… habe ich mal eine Chorpause gemacht, was sehr angenehm war. Es sind schon viele Termine und es ist ja auch nicht nur Spaß, sondern auch sehr anstrengend.

Bücher wurden es dieses Jahr nicht so viele, aber dafür habe ich wieder vermehrt gestrickt. Socken für kleine und große Menschen. (Ich bin ehrlich froh über meine Schuhgröße 37!)

Alles in allem war es ein gutes Jahr für mich und ich habe tolle Menschen um mich herum <3 Für das nächste Jahr sehe ich keine großen Änderungen. Business as usual. Stricken, lesen, singen, arbeiten, kuscheln, Auto fahren, Katzen versorgen, noch ein bisschen abnehmen, Sport treiben...

„Ich verdiene das nicht“

Ja, ich schreibe schon wieder als nicht Betroffene über ein Thema aus dem Bereich Depressionen.
Ich habe schon viel zu viel Berührung damit gehabt und denke, ich habe eine ganz gute Sensibilität dafür entwickelt. Ich verstehe an vielen Stellen, warum jemand etwas bestimmtes denkt oder sagt, auch wenn ich es nicht wirklich nachvollziehen kann. Ich habe keinerlei Ausbildung, das sind alles Gedanken meiner persönlichen Erfahrungen mit Menschen, die mir nahe stehen und auch solchen, die ich nur bei Twitter mal lese.

In Anlehnung an das Thema „Wertschätzung“, was ich ja nun lang lang genug durchgekaut habe, begegnet mir immer wieder das Szenario, dass Menschen sich selbst nicht für würdig halten, dass man ihnen etwas Gutes gut. Die fühlen, dass sie es nicht verdient hätten, dass man sie liebt und sie als wertvoll ansieht.

Das ist etwas, was mich ehrlich fertig macht! Was muss jemandem in seinem Leben passiert sein, oder was müssen Menschen ihm eingeredet haben, damit er wirklich das Gefühl hat, er sei nichts Wert und habe nichts Gutes verdient. Manche fühlen, sie hätten dafür alles schlimme verdient und seien selbst daran Schuld, andere fühlen, sie haben gar nichts verdient.

Ich schreibe bewusst „fühlen“, denn wenn ich etwas gelernt habe, dann ist es, dass diese Menschen (oder ein Großteil davon) ganz rational durchaus erkennen können, dass sie tolle Menschen sind und dass sie Gutes bewirken können und dass sie wunderbar sind. Aber da sind immer diese völlig irrationalen Gefühle, die eine Mauer zwischen der Seele dieses Menschen und der Realität bauen. Eine Mauer, durch die all diese rationalen Gedanken, oder alles, was ihnen von außen gesagt wird, nicht durch kommt. Und sie wissen, dass diese Mauer da ist und dass sie sich damit selbst schaden. Sie können sich selbst ständig erzählen, dass sie toll und wertvoll sind, genau wie alle anderen auch, aber diese irrationale Gefühlsmauer sagt „redet ihr mal, ich weiß es besser!“

Ich kann nur ahnen, wie sich das anfühlt. Ich kann es mit meiner Schüchternheit vergleichen, die mich in gewissen Situationen unendlich nervös werden lässt, obwohl ich weiß, dass mir nichts passieren wird. Ein ganz banales Beispiel: Klassenabend der Gesangsschüler. Ich weiß, dass niemand mich auslachen wird, da ich in den vergangenen 5 Jahren bis auf 2 Konzerte alle anderen versaut habe. Ich habe bei allen Abenden so gepatzt, dass ich aufhören und neu einsetzen musste. Und ich habe immer nur Freundlichkeit und Lob geerntet. Es gibt also faktisch keinen Grund, dass ich da vorne stehe und so verkrampft bin, dass da nur noch Entenquaken raus kommt. (und ich wieder 2 mal starten muss) Aber genau das passiert jedes Mal wieder. Gut, nach all den Jahren wird es besser und letztes Jahr bin ich tatsächlich durchgekommen, ohne abbrechen zu müssen, aber die Ente am Anfang war trotzdem da. Also ja, ich verstehe ein klitzekleines Bisschen, was es heißt, zu wissen, dass alles gut ist, aber trotzdem etwas ganz anderes zu fühlen.

Aber diese Wertlosigkeit… das ist furchtbar! Menschen, die es nicht schaffen, Post von guten Freunden oder lieben Verwandten zu lesen, weil sie das Gefühl haben, dass sie so schlimme Versager sind und es gar nicht verdienen, zu lesen, dass sich jemand um sie sorgt und ihnen helfen möchte und die Briefe wochenlang ungeöffnet herumliegen lassen.
Menschen, die sich eigentlich schon gar nicht mehr trauen, ihren besten Freunden unter die Augen zu treten, weil sie das Gefühl haben, dass sie demjenigen gegenüber alles falsch gemacht haben und die Beziehung komplett ruiniert. Und da hilft es auch nicht, wenn man als dieser Freund sagt, dass man es selbst gar nicht so drastisch empfunden hat und es schon seit Jahren vergessen und vergeben hat, was passiert ist. Das ist egal, es ist trotzdem eine unendliche Überwindung, sich mit mir zu treffen. Und das macht mich so unendlich unglücklich.

Ich möchte doch eine Hilfe und ein Anker für diese Menschen sein und möchte da sein und eine Hand hinhalten, wenn sie gebraucht wird. Nicht selbst wegen einer Auseinandersetzung vor 3 Jahren ein Stressfaktor sein. Es ist traurig, wenn die allerbeste Freundin, die man je hatte, solche Beklemmungen hat, einen zu sehen… und ich kann nichts tun. Ich kann nur immer und immer wieder sagen, dass ich da bin und sie für mich genauso wichtig ist, wie damals, als alles noch in Ordnung war. Aber dann kommen wir wieder an diese Mauer…

Da mich das Thema die Tage sehr beschäftigte, fragte ich heute noch jemand anderen, der auch krank ist, ob das bei ihm auch so sei. Die Antwort war ähnlich erschreckend. Er habe nicht nur nichts gutes, sondern einfach gar nichts verdient und gefühlt sieht er sich in seiner jetzigen Situation darin auch komplett von der Vergangenheit bestätigt. Ich weiß nicht im Detail, was alles schief gelaufen ist, aber damit ein erwachsener Mensch sich so gering schätzt und so wenig anerkennt, was er kann und ist, dann muss da schon sehr viel familiär kaputt gegangen sein.

Aber wie twitterte meine Schwester so schön:

Wieder einmal ein zusammengewürfelter Haufen Gedanken, aber das beschäftigt mich gerade sehr und ich meine es todernst, wenn ich schreibe:

Danke fürs Lesen und keine Ahnung, ob ich damit irgendwas Gutes tue, aber es war mir wichtig!

„Lass uns Freunde bleiben“

So, hier ist der letzte Eintrag zum Thema Kurztherapie, denn sie wurde gestern abgeschlossen. Nicht erfolgreich, aber mit der Erkenntnis, dass da so weiter nichts zu machen ist. Die Resistenz stand ja schon beim letzten Mal im Raum.

Wie es jetzt weiter geht? Keine Ahnung.

Sie empfiehlt dringend Psychopharmaka, um meine Widerstände zu lösen, weil so eine Phobie nur schlimmer werden kann.

Ich denke nicht, dass das notwendig ist, da ich keine akute Phobie habe. (ja, ja, ich weiß, Verdrängung und so) denn so, wie es mir jetzt geht, geht es mit seit 37 Jahren. Ich habe nie neue Symptome entwickelt oder mich weiter zurück gezogen. Ich bin eher mehr unter Menschen und in sozialen Situationen als früher. Also alles, was ich (und die Leute um mich herum) als Veränderung wahrgenommen haben, ist also höchstens eine Verbesserung. Ich stecke nicht in einer schlimmen Phobie, die jetzt immer schlimmer wird. Ich bin einfach so und das schon seit dem Kindergartenalter.

Muss ich mein – für mich – glückliches und zufriedenes Leben mit einem Menschen, den ich gerne mag (mich!) also wirklich in Frage stellen, weil jemand mich für psychisch gestört hält? Ich denke nicht. Ich habe Gespräche mit Menschen gesucht, die mich gut/lange kennen und zum Teil selbst auch Erfahrungen mit Therapien und etwaigen Störungen haben. Ich bin ja durchaus bereit zu akzeptieren, dass ich blocke und mich nicht ändern will, weswegen ich es wichtig fand, mir Feedback von anderen zu holen, ob ich da vielleicht etwas übersehe oder nicht wahrnehme, weil ich es nicht kenne/in Worte fassen kann.

Die Ergebnisse waren alle ähnlich: keiner hält mich für so labil/gestört, dass er dem Vorschlag, mir Medikamente zu holen, sofort zustimmen würde. Es gab interessante Gespräche und ich werde auch weiterhin versuchen, mit Freunden darüber zu sprechen und mir ein Feedback zu holen und es im Auge behalten. Ich bin ja sogar geneigt, es drauf ankommen zu lassen und es mal einem Psychiater zu erzählen, um mir so von einem echten Profi eine Antwort geben zu lassen. Nur, damit ich nicht mehr drüber nachzudenken brauche. Und wenn er sieht, dass da dringend was getan werden muss, dann vertraue ich ihm jedenfalls mehr, als dieser Therapeutin, die mich ja durchaus auch an einigen Stellen sehr falsch eingeschätzt hat.

Warum jetzt aber der Titel? Als wir uns dann drauf einigten, dass es keinen Sinn mehr habe und uns verabschiedeten, drückte sie mir ihre Visitenkarte in die Hand und sagte, wir könnten ja in Kontakt bleiben und wenn ich Fragen hätte, oder mal eine zweite Meinung bräuchte, solle ich mich ruhig melden. „Sie sind ein außergewöhnlicher Mensch und ich mag außergewöhnliche Menschen“. War nett gemeint und wer weiß, ob ich es nicht mal brauchen kann, aber nach diesen hoffnungslosen 6 Terminen und der „Beziehung“, die so gar nicht funktioniert hat, wirkte es einfach genau so: „Lass uns Freunde bleiben“.