Web 2.0 und Social Networks

Web 2.0, das tolle mitmach-Web.
Social networks und Dienste gibt es mehr, als man sehen kann und genau da liegt mein Problem. Natürlich gibt es die ganz großen, wie Facebook oder hier in DE die verschiedenen VZs. Hier seine Freunde oder alte Bekannte zu finden, ist ziemlich groß, aber dann gibt es da noch MySpace, W-K-W, StayFriends oder die Lokalisten, um nur einige zu nennen. Einige dieser Netze haben einen speziellen Grund, viele andere bieten alle das Gleiche: Vernetzung von Freunden.
Ich finde es ja gut, mit meinen Freunden vernetzt zu sein, aber dafür Accounts in allen großen Diensten? Da rechnet sich der Nutzen (Infos über meine Leute, oder neue kennenlernen) definitiv nicht mehr mit den Kosten (alles aktuell halten und Zeit dort verbringen) auf. Also kommt es schnell zu Account-Leichen.
Dazu kommt, dass ich z.B. zwar neugierig bin und gerne alles mal ausprobiere, aber schnell die Lust verliere und alles liegen lasse.
Ich hab einen Livejournal-Account, der allerdings nur zu einem meiner Hobbies gehört. Da gibt es viele spannende Einträge in meiner Freundesliste, aber solang ich mich nicht mit diesem Hobby beschäftige, bin ich da nicht zu finden und das kann Monate bedeuten.
Meinen VZ Account hab ich gerade gelöscht, weil es das gleiche ist, wie Facebook, also warum alles zweimal. Die meisten meiner “Freunde” sind auch bei FB.
Mein früheres Blog hab ich auch seit über nem Jahr nicht mehr betreten, weil ich eh nur selten was zu sagen hatte.
W-K-W hat nie mehr als eine Anmeldung von mir gesehen (weil eine Freundin nur da ist) und FB… Mich nervt jetzt schon, dass ich jeden Tag irgendwas neues von meinen Freunden bekomme… Süßigkeiten, Sushi, Mafiafamilien… Das klingt schon wieder nach viel zu viel Aufwand und Zeit.
Deswegen gefällt mir vermutlich Twitter so gut. 140 Zeichen kann man immer mal schnell hin tippen, 100 Tweets nachzulesen geht auch mit Überfliegen schnell und wenn ich mal einen Dialog will, stell ich Fragen oder antworte anderen. Das geht prima zwischendurch und macht Spaß. Ich muss nicht dauerpräsent sein, wie in einem Chat, ich muss nicht viel schreiben, wie in einem Blog und wenn ich doch mal was zu sagen habe, geht das hier, mit einem Link in Twitter.
Offensichtlich bin ich nicht ganz so 2.0, wie ich dachte 😉 Ich benutze E-Mail und Messenger zwar schon seit ’96 und auch täglich, aber nie viel. Ich hab nur selten neue Leute kennen gelernt (lag meist an den dummen Anmachsprüchen) und nie selbst nach neuen Leuten gesucht. Das ist übrigens wieder ein Punkt für Twitter, wo ich tatsächlich mal viele nette neue Leute kennnengelernt habe und vielleicht auch mal live treffen werde. #TwestHB oder ein #Twabendessen.
Trotzdem finde ich es toll, dass ich mit meinem Handy immer und überall all diese Dienste erreichen kann, wenn ich will. So muss ich nicht mehr immer den Rechner anschmeißen und kann nebenbei aufräumen, kochen, oder auf dem Sofa lümmeln. Das ist wieder 2.0, wie es mir gefällt.

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