Ich bin selbst für mein Leben verantwortlich

Letzt sagte jemand zu mir, dass ich das ja nun nicht wirklich erwähnen müsse, da das eine Selbstverständlichkeit sei, aber ist es das wirklich? Für mich ja, aber für andere?

Wenn ich mein Leben scheiße finde, muss ich etwas dagegen tun und nicht jammernd auf dem Sofa sitzen, wie ungerecht doch alles ist oder apathisch die Wand anstarren. Es ist MEIN Leben und ICH kannst es ändern – nur ich.

Meine Mama macht sich immer mal wieder Gedanken, weil ich seit 9 Jahren Single und relativ arm an sozialen Kontakten bin. Sie befürchtet, dass ich an meinem 50. alleine zu Hause sitze und niemand da ist, der kommen und feiern könnte.
Sie hat ja durchaus Recht mit ihrer Befürchtung, aber was sie nicht versteht, ist, dass ich bewusst so lebe. Mal ganz abgesehen davon habe ich ein paar ganz wundervolle Menschen in meinem Leben, die auf jeden Fall zu meinem 50. kommen und feiern 😉

Würde ich mehr Freunde haben wollen, oder Sex oder eine Beziehung, dann würde ich mich darum kümmern und würde es ändern. Ich behaupte nicht, dass es kinderleicht wäre, aber es ist machbar, man muss es nur angehen.
Aber ich bin glücklich mit meinem kleinen Einsiedlerleben, unterhalten von den Wortspielen bei Twitter, den Bildern in der Soup und guten TV-Serien. Den Rest der Zeit kann ich wunderbar mit mir alleine verbringen, nachdenken, schlafen, lesen, schreiben…

Und was stört euch an eurem Leben? Und wie könnt ihr es ändern?

Ja, es gibt auch Dinge, die einem im Leben nicht so gefallen und bei denen man glaubt, dass man sie nicht einfach so ändern kann (damit meine ich jetzt nicht Politik oder sowas, sondern euer ganz privates Leben) aber 1. hat man selbst zu verantworten, dass man in dieser Lage ist, weil man es versäumt hat, an einem früheren Zeitpunkt die Notbremse zu ziehen und 2. gelangt man irgendwann auch an einen Punkt, an dem man einfach zu feige ist, weil man Angst hat, dass alles in der großen Katastrophe endet, aber es ist immer die Entscheidung zwischen “Großer Knall und es ist geklärt” und “Alles geht weiter, wie bisher und man selber wird immer unglücklicher”
Das können finanzielle Dinge sein, genauso wie Probleme mit anderen Menschen, dem Job oder sonstwas.

Man weiß, dass es besser wäre, den großen Knall zu wagen (oder sich eine neue Identität zuzulegen) aber traut sich einfach nicht, sondern redet sich ein, dass es schon irgendwie wird und man sich arrangieren kann.

Ich sitze auch gerade in so einer Situation und trau mich nicht, irgendwas zu ändern, aber immerhin weiß ich, dass es meine Verantwortung ist und niemand außer mir etwas daran ändern kann.

Aber an all jene, die sich Sorgen um meine soziale Kompetenz und mangelnde Kontakte machen: Ab August gehe ich wieder in einen Chor <3

Inspiriert zu diesem Eintrag (der jetzt doch nicht so spektakulär geworden ist, wie ich erhofft hatte 😉 ) hat mich die liebe @Whispersister, die neulich in ihrem Blog einen hervorragenden Eintrag über das Leben und wie man es besser meistert schrieb. Übrigens generell sehr zu empfehlen, da ihre Einträge immer wunderbar aufbauend, voller Energie und positiv sind.

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Comment ( 1 )

  1. ReplyTanja

    Wow, danke, wow ... ich bekomme die Tür nicht zu. Vielen Dank für die vielen Nennungen ... hach. Zum Thema: du weißt alles, traust dich trotzdem nicht. Weitermachen. Weiterhin bewusst wahrnehmen und daran glauben, dass auch das einen Sinn macht. Denn es macht genau diesen. Wenn der Zeitpunkt zum Aufbruch da ist, weißt du es. Und was dein Umfeld denkt, ist erst mal unwichtig. Zu allererst geht es um dich. Weiter so :)

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