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Soziale Netwerke und was poste ich wo

Mit den sozialen Netzwerken ist es ja so, dass man den ganzen Kram nur macht, um ein bisschen Aufmerksamkeit zu bekommen. Und damit meine ich jetzt gar nicht solche Selbstdarsteller, die entweder jede Sekunde ihres Lebens dokumentieren, oder jeden davon überzeugen müssen, dass sie die geilsten sind, sondern ganz normale User. Ja, ich poste auch Selfies, aber ich weiß auch, dass meine Mama sich darüber freut *g* Und es hält sich in Grenzen.

Aber was postet man denn nun wo? Bei mir ist das so:

Instagram: Da ist meine ganze Familie, da werde ich bestimmt keine anzüglichen Statements posten *lach* Aber da gehen Selfies immer gut und ich habe keine Hemmungen, meinen Alltag darzulegen. Mein Publikum ist nicht groß, aber Leute, die mir wichtig sind. Also alles, was “familienfreundlich” ist, kommt dahin.

Facebook: Einige der Instagrambilder landen auch bei Facebook, weil ich einfach mehr Leute erreichen will. Facebook sind bei mir zu 99% inzwischen Leute, die ich wirklich kenne, oder mal kannte. Ein Großteil der alten Klassenkamberaden sind mehr Deko, mit denen habe ich keinen Kontakt, aber was solls. Zusätzlich zu einem Teil Familie und Freunde sind da auch einige meiner Kollegen. Zwar nicht die aus meinem Büro hier in Bremen, aber in UK und Indien. Außerdem tummeln sich dort meine Exfreunde und ähnliches. Diese Mischung macht es auch wieder nicht ganz den Platz für alles. Aber gerade dort erreiche ich halt die meisten, die ich gerne erreichen möchte mit einem lustigen Spruch.

Twitter: Da kann ich eigentlich schreiben, was ich will. Die Leute, die mich da lesen, kennen mich größtenteils auch von da, auch wenn wir uns inzwischen vielleicht getroffen haben. Ich glaube, da sind etwa 3 Menschen, die mich vorher kannten und die können das ab 😉 Also kann ich da auch Sowas wie das hier posten: “Dinge, um die man sich selbst kümmern muss, wenn man sie haben will, weil es sonst niemand tut: Nikoläuse, Osterhasen, Orgasmen…” Das stelle ich bestimmt nicht bei Instagram ein 😉 Bei FB vielleicht gerade noch. Bei Twitter erreiche ich zwar relativ viele, aber eigentlich ist das ziemlich egal, da sich daraus kein Gespräch oder so entwickelt, wie es das bei FB täte. Einfach in die Welt gepustet. Ein Reply kam, 4 Favs. Nicht die Welt, aber es wurde gehört. Es wäre wahrscheinlich netter gewesen, wenn ich es bei FB gepostet hätte.

Dieser Blog: Das Publikum dieses Blogs setzt sich größtenteils aus Twitterern zusammen, mit denen ich über die Zeit in näheren Kontakt gekommen bin + eine ganz externe Freundin. Nein, vielleicht ist ja noch der ein oder andere irgendwie dazu gekommen, aber das ist so gefühlt der Kern.

Ich glaube, mein Idealpublikum ist FB + Instagram, um die Leute zu erreichen, dich ich normalerweise so erreichen möchte und die auch ein Feedback geben. Aber da muss man halt manchmal vorsichtig sein, was man schreibt 😉 Bei FB kann man zur Not ja noch Leute ausklammern, aber wie nervig ist das denn… bei Instagram geht das nicht und ich muss meiner Mama echt nicht alles erzählen 😉

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Web 2.0 und Social Networks

Web 2.0, das tolle mitmach-Web.
Social networks und Dienste gibt es mehr, als man sehen kann und genau da liegt mein Problem. Natürlich gibt es die ganz großen, wie Facebook oder hier in DE die verschiedenen VZs. Hier seine Freunde oder alte Bekannte zu finden, ist ziemlich groß, aber dann gibt es da noch MySpace, W-K-W, StayFriends oder die Lokalisten, um nur einige zu nennen. Einige dieser Netze haben einen speziellen Grund, viele andere bieten alle das Gleiche: Vernetzung von Freunden.
Ich finde es ja gut, mit meinen Freunden vernetzt zu sein, aber dafür Accounts in allen großen Diensten? Da rechnet sich der Nutzen (Infos über meine Leute, oder neue kennenlernen) definitiv nicht mehr mit den Kosten (alles aktuell halten und Zeit dort verbringen) auf. Also kommt es schnell zu Account-Leichen.
Dazu kommt, dass ich z.B. zwar neugierig bin und gerne alles mal ausprobiere, aber schnell die Lust verliere und alles liegen lasse.
Ich hab einen Livejournal-Account, der allerdings nur zu einem meiner Hobbies gehört. Da gibt es viele spannende Einträge in meiner Freundesliste, aber solang ich mich nicht mit diesem Hobby beschäftige, bin ich da nicht zu finden und das kann Monate bedeuten.
Meinen VZ Account hab ich gerade gelöscht, weil es das gleiche ist, wie Facebook, also warum alles zweimal. Die meisten meiner “Freunde” sind auch bei FB.
Mein früheres Blog hab ich auch seit über nem Jahr nicht mehr betreten, weil ich eh nur selten was zu sagen hatte.
W-K-W hat nie mehr als eine Anmeldung von mir gesehen (weil eine Freundin nur da ist) und FB… Mich nervt jetzt schon, dass ich jeden Tag irgendwas neues von meinen Freunden bekomme… Süßigkeiten, Sushi, Mafiafamilien… Das klingt schon wieder nach viel zu viel Aufwand und Zeit.
Deswegen gefällt mir vermutlich Twitter so gut. 140 Zeichen kann man immer mal schnell hin tippen, 100 Tweets nachzulesen geht auch mit Überfliegen schnell und wenn ich mal einen Dialog will, stell ich Fragen oder antworte anderen. Das geht prima zwischendurch und macht Spaß. Ich muss nicht dauerpräsent sein, wie in einem Chat, ich muss nicht viel schreiben, wie in einem Blog und wenn ich doch mal was zu sagen habe, geht das hier, mit einem Link in Twitter.
Offensichtlich bin ich nicht ganz so 2.0, wie ich dachte 😉 Ich benutze E-Mail und Messenger zwar schon seit ’96 und auch täglich, aber nie viel. Ich hab nur selten neue Leute kennen gelernt (lag meist an den dummen Anmachsprüchen) und nie selbst nach neuen Leuten gesucht. Das ist übrigens wieder ein Punkt für Twitter, wo ich tatsächlich mal viele nette neue Leute kennnengelernt habe und vielleicht auch mal live treffen werde. #TwestHB oder ein #Twabendessen.
Trotzdem finde ich es toll, dass ich mit meinem Handy immer und überall all diese Dienste erreichen kann, wenn ich will. So muss ich nicht mehr immer den Rechner anschmeißen und kann nebenbei aufräumen, kochen, oder auf dem Sofa lümmeln. Das ist wieder 2.0, wie es mir gefällt.

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