Category "Aktuell"

Meine unqualifizierten Gedanken zum aktuellen Weltgeschehen

Gute Reise, Hugo

CN: Krankheit, Tod

Wie ich im Jahresrückblick ja schon schrieb, ging es meinen Katzen im vergangenen Jahr nicht wirklich gut. Gerade Hugo hatte mit seinem Herzen zu kämpfen und bekam noch Bluthochdruck attestiert und eine Schilddrüsenstörung. Dazu alle paar Monate Antibiotikum wegen einer chronischen Erkältung. Wir haben es seinem Körper wirklich nicht leicht gemacht, aber er hat alles tapfer überstanden.

Anfang diesen Jahres bekam er dann Durchfall. Als die Erreger wieder im Griff waren, zeigte sich aber die Folge dieser Belastung und sein Darm war nicht mehr in der Lage, sich zu erholen. Dauerhaft Durchfall ist nicht nur unangenehm, es sorgt auch dafür, dass der Körper keine Zeit bekommt, sich die Nährstoffe aus dem Futter zu ziehen. Das führte dazu, dass Hugo selbst mit ausreichendem Essen und extra Leckerlies, immer weiter abnahm.

Von stattlichen 7-8Kg blieben am Ende noch knappe 4 übrig und wenn er auch im Kopf noch fit war, so war sein Körper der eines wackligen kleinen alten Mannes. 17 Jahre war er jetzt und brauchte kleine Hilfstreppchen, um auf das Bett zu kommen. Unvermeidlich führte das zu der Entscheidung, dass wir ihn erlösen würden.

Es war das erste Mal, dass wir einen Termin hatten und 24 Stunden Vorlauf. Ich hatte mich immer gefragt, ob das besser wäre, als diese Notfalltermine, die dann damit enden, dass ich alleine nach Hause muss. Jetzt weiß ich: NEIN! Es ist ein Countdown und ich wollte gar nicht schlafen gehen, weil ich das Gefühl und den Wunsch hatte, noch alle Zeit mit ihm zu verbringen (irgendwann hat er sich dann verkrümelt, weil es ihm zu doof wurde). Und das, was ich brauche, um das zu verarbeiten und zu akzeptieren, ist, dass ich bei seinem Ende dabei bin und das war ich bei den Spontanterminen auch.

Gerade am letzten Abend konnte er sich kaum noch rühren und ich hatte fast erwartet, dass er gar nicht mehr aufwacht. Dafür war er am letzten Morgen dann auf einmal total fit und flitzte wach und aufmerksam durch die Wohnung und später auch die Arztpraxis. Aber er hatte wieder kaum gegessen und auch wenn die Versuchung groß war, zu hoffen, dass jetzt alles kippt und plötzlich besser wird, so wäre dem keinesfalls so gewesen. Ich hätte vielleicht das Wochenende noch gewonnen, aber viel mehr nicht. Hätte er ordentlich gefressen, hätte ich drüber nachgedacht, aber so blieb ich bei dem Termin und letztendlich war es auch richtig so.

Nachdem die Ärztin zu uns kam, spürte er auch, was als nächstes kommt und es war in Ordnung. Ganz entspannt und ruhig nahm er die Betäubung auf und schlief friedlich ein.

Er fehlt mir furchtbar und ich sehe ihn noch in den dunklen Räumen auf seinen Lieblingsplätzen…

Immerhin gibt es auch positive Änderungen dadurch und ich muss nicht mehr ständig aufpassen, in irgendwelche Durchfallpfützchen zu treten und kann all die Extravorkehrungen um die Katzenklos entfernen. Außerdem muss ich in der Küche nicht mehr jeden Schritt vorsichtig setzen, weil er mir ständig vor den Füßen herumwuselt, aber natürlich nähme ich das alles weiterhin gerne in Kauf, wenn er noch da wäre.

Aber jetzt geht es ihm gut. Kein Durchfall mehr, kein Husten mehr, keine blöden Anfälle… Alles ist wieder gut und nichts ist mehr unangenehm <3 Ich habe ihm Grüße für Tiger, Ena und Merlin mitgegeben und ich bin sicher, es geht ihm gut da oben. (Ja, bei meinen Katzen glaube ich an ein “da oben”!)

Und ich habe das gute Gewissen, dass es ihm in den letzten fünf Jahren hier bei mir gut ging und er ein glückliches Leben hatte. Er hatte mich ausgesucht und wollte gerne von Anfang an mit zu mir und wir hatten eine schöne Zeit zusammen, auch wenn die beiden Kater sich bestenfalls tolerierten.

Mach es gut, alter Mann. Ich hab dich lieb und vermisse dich schrecklich, aber ich bin froh, dass es dir jetzt wieder gut geht und du keine Schmerzen mehr hast.

Zum Abschluss noch das erste und das letzte Bild… (naja, es gab noch eines am Ende, aber das war das letzte, bevor die Ärztin rein kam)

Eine Katze schaut durch ein Käfiggitter im Tierheim

Das erste Bild, im Tierheim

Eine Katze steht vor der Tür des Behandlungszimmers beim Tierarzt

Das letzte Bild, beim Tierarzt

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Tschüss, 2020

OK, Zeit für einen Jahresrückblick. Ich hab festgestellt, dass ich das meiste schon im letzten Eintrag geschrieben habe, aber wir fassen mal noch alles zusammen, auch im Vergleich zum letzten Rückblick.

Dieses Jahr war alles anders. Die Pandemie hält die Welt auf Trab und, was eigentlich nocht sehr viel schlimmer ist, die Auswüchse von Dumhheit, Ignoranz, Hass, Unsolidarität und Rassismus breiten sich aus und lassen mich sprachlos und kopfschüttelnd zurück. Aber gerade diese Woche bin ich stolz auf mein Bremen, was die geplante Querdenkerdemo und alle Ersartzveranstaltungen erfolgreich verboten hat und so verhindert hat, dass sich ein Berlin oder Leipzig wiederholt. <3 Aber abgesehen davon waren meine Schwerpunkte dann die folgenden:

Die Katzen

Ich habe dieses Jahr mehrfach befürchtet, dass ich den Jahreswechsel wohl nicht mehr mit beiden Katzen erleben würde. Hugos Herz ist kaputt und bei Muffin wurde ein Leberschaden und eine schwer/kaum heilbare Bauchspeicheldrüsenentzündung diagnostiziert. Beiden ging es zwischendurch wirklich schlecht und wir mussten viel herumprobieren. Aber im Moment geht es ihnen beiden ziemlich gut und es sieht aus, als hätten wir noch eine Weile zusammen <3 Es bleibt dabei, dass sie beide schwer krank sind und dass man nichts mehr machen kann, wenn es schlechter wird, aber offensichtlich hat es sich erstmal gefangen und wird gerade nicht schlechter.

Chor

“Chor” ist im Moment ein großes Wort… was im Sommer als Quartette gestartet hat, konnte in September/Oktober zu Oktetten werden und wir konnten sogar ein paar Konzerte singen (viel Instrumental, wenig singen) und ist nun, seit November, auf Duette eingeschrumpft. Nicht das, was jedem Chorsänger liegt, denn man geht ja auch in den Chor, um mit anderen zusammen zu singen und solistisch singen liegt nicht jedem.
Mir macht es aber Spaß. Mein Gesangsunterricht macht sich endlich bezahlt und ich habe jetzt schon einige Gottesdienste mit einer Freundin solistisch begleitet. Die Gemeinde darf im Moment auch nicht singen, so braucht es Freiwillige, die die Gemeindelieder singen. Mir macht es Spaß und es trainiert halt auch immens. Lampenfieber lässt sich ja nun nur unter echten Bedingungen angehen und nicht irgendwo zu Hause oder im Unterricht.
Und wenn ich ehrlich bin, finde ich es sehr angenehm, nicht mehr stundenlang mit 80 Leuten und einer zu warmen Heizung “eingepfercht” zu sein. 30-90 Minuten Probenzeit sind super. Dafür habe ich jetzt halt viel mehr Sonntage, die ich nicht ausschlafen kann, aber irgendwas ist ja immer… Zitat aus dem letzten Beitrag: “Ich befürchte, 2020 wird da einen Rekord hinlegen” Ja, hat es, aber in eine ganz andere Richtung, als gedacht.

Auto, Sport, Diät

Fanden nicht statt, dieses Jahr 😉

Sozialleben

Meine Beziehung läuft wirklich gut und der Neuanfang war der richtige Weg und uns geht es sehr gut. Freunde getroffen habe ich natürlich eher nicht so viele. Aber Ich habe ja meine Duettpartnerin und die letzten beiden Wochenenden dann auch traditionell Plätzchen backen bei 2 Freundinnen. Aber da hört es dann auch schon auf. Ich merke wieder mal, wie privilegiert und glücklich ich bin, dass ich wunderbar alleine sein kann, ohne, dass mich meine eigenen Gedanken erschlagen.
Ich verbringe letztendlich viel zu viel Zeit zu Hause und bewege mich nicht (siehe auch den Punkt vorher). Ich nehme die Pandemie ernst und gebe mir Mühe, so wenig Kontakte wie möglich zu haben, auch wenn es mir defintiv gut täte, öfter mal einfach spazieren zu gehen, wofür man ja auch keine anderen Menschen braucht.

Hobbies

Bücher:

Ich bin auch in diesem Jahr bei modenrnen Märchen-Umerzählungen geblieben und Fantasy-Kram (Hexen, Dämonen, biblische Referenzen). Nach wie vor keine hohe Literatur, aber nett für zwischendurch.

Games:

Es hat sich ein bisschen auf Handyspiele verlagert (AFK Arena, Seven Deadly Sins, Pokémon Go) aber auch das neue World of Warcraft Addon hat mich wieder an den Rechner gebracht. Meinen geplanten Pile of Shame habe ich überhaupt nicht angefasst. Aber ich glaube, er ist auch nicht größer geworden… Dazu habe ich dann mit Duolingo angefangen und kämpfe, um meine Strähne am Leben zu halten. Aber um ehrlich zu sein, ist die Strähne gerade auch das einzige, was mich noch dabei hält. Sprachen lernen, ohne sie zu nutzen, ist halt irgendwie blöd. Ich habe Französisch als Schwerpunkt gewählt, Niederländisch als zweite Sprache und Finnisch, um mal hinein zu schnuppern.

Handarbeiten:

Meine Hände sind nach wie vor unbegeistert von der Idee, dass ich wieder stricken könnte, aber ich habe zumindest ein paar Socken gestrickt. Ansonsten bin ich dieses Jahr aufs Nähen umgestiegen, habe mir neue Maschinen gekauft und die Welt mit Masken überflutet. Ich habe 73 Muster ausprobiert und als Brillenträger sind sie alle nicht perfekt. Am besten funktionieren für mich tatsächlich die sogenannten 3D Masken, die ein extra Nasenteil haben. Ganz “nebelfrei” bekommt man sie nie (ich zumindest nicht), gerade jetzt, wo es kalt wird, aber mit denen habe ich die besten Erfahrungen gemacht.

Serien und Filme:

Man sollte meinen, dass ich mehr geschaut habe, weil ich ja ständig zu Hause bin. Aber dem war nicht so. Wenn, dann habe ich eher noch viel weniger geschaut, als sonst. Und hauptsächlich halt neue Staffeln von schon bekannten Serien, wie Umbrella Academy, Doom Patrol und Doctor Who. Musik habe ich auch so gut wie gar nicht gehört. Mein Spotify Rückblick besteht nur aus Übungsstücken für den Chor und den Soundtracks von Les Misérables und Hamilton. Sie mussten sich schon echt Mühe geben, genug Lieder für die Liste zu finden.

Fazit

Für mich war es ein verhältnismäßig gutes Jahr. Ich bin privilegiert AF, sodass ich all diese Regeln und Einschränkungen problemlos einhalten kann und weder finanziell, noch mental, oder sozial darunter leide. Ich darf singen, sogar in deutlich angenehmeren Umständen, als normalerweise, meine Beziehung entwickelt sich immer besser… also alles ist gut. Von mir aus könnte es gerne so weiter gehen. Also nicht die Pandemie, mit all den Toten und Infizierten, aber Abstände, Menschen mit Masken, wenn sie krank sind, kürzere und kleinere Chorproben, Homeoffice… Es wäre schön, wenn man ein paar dieser Dinge in das “Danach” mitnehmen könnte.

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2020

Ok, mein Blog liegt schon wieder viel zu lange brach, aber ich muss auf jeden Fall einen Beitrag aus diesem Jahr und dieser Zeit schreiben. 2020, das Jahr der Pandemie.

Um ganz ehrlich zu sein, mich hat es gar nicht groß getroffen. Ich bin ein introvertierter Stubenhocker, mit sicherem Job, problemlosem Homeoffice und ohne Kinder. Die Fernbeziehung hat einige Monate gelitten, bis wir uns drauf einigten, dass wir beide so wenig Außen-Kontakt haben, dass wir uns doch alle paar Wochen mal sehen können. Irgendwann kamen dann auch kleine Chor-Quartette dazu und mein Leben war quasi perfekt.
Es hat eine Weile gedauert, bis ich aus meiner kleinen Welt raus geschaut habe und gesehen und verstanden habe, wie furchtbar diese Situation für andere Menschen ist (bin ich jetzt auch nicht stolz drauf). Noch nicht mal die, die ihren Job verloren haben, denn das war mir natürlich schon schnell klar, dass es da zu massiven Problemen kommt, sondern Familien mit Kindern, die jetzt betreut werden müssen, wo vielleicht auch gar nicht das Equipment vorhanden ist, um gleichzeitig Homeoffice und Schule zu meistern. Introvertierte Menschen, wie ich, die plötzlich keine Möglichkeit mehr haben, ihre dringend benötigte Zeit alleine zu finden, weil Partner/Mitbewohner/Kinder permanent da sind. Die Menschen, die ihren gewalttätigen Eltern/Partnern nicht mehr entkommen können und keine Freunde, Lehrer oder ähnliches haben, die sie unterstützen können. All diese Sachen habe ich nicht bedacht, als ich mich mit meinem Arbeitsequipment zu Hause einigelte und dachte “geil, so kann das bleiben.”

Aber auch ich hatte meine Schwierigkeiten. Ich bin ein Kontrollfreak und all diese Unsicherheiten, wie ist es in welchem Laden geregelt, werde ich rechtzeitig sehen, was ich tun muss, werden sich alle anderen dran halten, was sie tun sollen, hat mich oft extrem nervös gemacht und ich habe vermieden, in größeren Geschäften einkaufen zu gehen. Da machten sich dann wieder meine Privilegien bemerkbar, dass ich a) genug Geld habe und b) in einer Ecke lebe, in der es kleine Bioläden gibt, wo ich in Ruhe und mit guter Übersicht alles kaufen konnte, was ich brauchte. Inzwischen ist ja alles wieder lockerer und ich weiß, was wo los ist, sodass ich auch wieder in Supermärkte gehe.

Neues Hobby

Wie gefühlt ein Viertel der Menschheit, habe ich angefangen zu nähen. Ich hab schon ewig eine Maschine, aber irgendwie lief die nie rund, sodass ich es immer vermieden habe, sie zu nutzen (anstatt sie mal überprüfen zu lassen, wie so ein normaler Mensch). Die Masken waren perfekte Einstiegsobjekte. Instant Gratification, schnell gemacht und bei 359 verschiedenen Mustern, konnte man auch immer wieder neue Tricks und Techniken lernen. Und wenn man was schief ging, dann war es auch kein Untergang. Ich denke, bis heute habe ich wahrscheinlich 30-40 Masken für mich, Freunde und Familie genäht. Hübsche Muster, gute und eher mittelmäßige Formen ausprobiert und so jetzt immer 1-3 Masken dabei, in jeder Tasche. Mein YT Feed bestand quasi aus nichts anderem mehr und auch heute werden mir noch immer wieder neue Muster vorgestellt, die jetzt im Sommer leichter sind oder einfach nach fast 6 Monaten immer weiter verfeinert und verbessert wurden.

Nach den Masken habe ich dann Stoffe für Klamotten gekauft. Jersey, um genau zu sein, weil man ja eh nur zu Hause rumgammelt. Für Nähanfänger nicht die einfachste Wahl, da es so dehnbar ist und sich schnell verzieht. Aber das führte dann halt “leider” dazu, dass ich mir bei ebay auch noch eine gebrauchte Overlock bestellen musste. Der Mann schüttelte nur den Kopf, als die Stoffberge und Maschinen immer mehr wurden, aber so ist das mit neuen Hobbies halt: man eskaliert erstmal. Aber gegen die Jogging/Gammelhose, die ich ihm genäht habe und die endlich mal lang genug für ihn ist, hat er sich dann auch nicht gewehrt. 😉

Ein Kleid, eine Leggins und zwei Gammelhosen sind es bisher geworden und es macht viel Spaß, auch wenn ich 40% der Zeit mit Auftrennen von schon genähten Sachen bin, weil ich irgendwas falsch gemacht oder nicht aufgepasst habe. Aber das gehört wohl dazu und wenn man das mit dem Nähen erstmal begriffen hat, dann stresst es auch weniger, Nähte zu öffnen, weil man ja weiß, wie man sie wieder zunäht.

Die Katzen

Tatsächlich freuen sich die Katzen sehr darüber, dass ich die ganze Zeit zu Hause bin und kommen regelmäßig zum Kuscheln vorbei. Auch ist es gut, weil Hugo gerade gesundheitlich sehr abbaut und wegen Herzproblemen immer wider umkippt, oder halt auch mal vom Sofa fällt, weil das nicht mehr richtig zusammenspielt.
Vorgestern kam dann auch die endgültige Diagnose, nachdem wir jetzt über Monate zwischen Herz und Gehirn hin und her überlegt und medikamentiert hatten. Die Verbindung vom Vorhof zur Herzkammer ist gestört, sodass die Kammer selbst Impulse geben muss, um das Blut abzutransportieren und die haben halt nichts mit dem Hauptschlag zu tun und bringen alles durcheinander. “Heilen” könnte man es nur mit einem Herzschrittmacher, aber das ist bei einem etwa 17-jährigen Kater mit zusätzlichen Erkrankungen keine Option. Alles, was jetzt noch bleibt, ist, es ihm schön zu machen, bis es so weit fortgeschritten ist, dass die schlechten Tage dauerhaft überwiegen… wie lange das noch ist, weiß man nicht. Wir haben ihn jetzt ein Dreivierteljahr beobachtet und in dieser Zeit hat er deutlich abgebaut. Wenn es in dem Tempo weiter geht, sieht er ’21 vielleicht schon nicht mehr. aber vielleicht pendelt es sich jetzt auch auf diesem jetzigen Stand ein und es sind noch 1, 2 Jahre. Man weiß es nicht, aber auch deswegen bin ich sehr froh über das Homeoffice und all die Zeit, die ich jetzt mit den beiden verbringen kann.

Der Chor

Chorsingen kommt, etwas überspitzt formuliert, vom Risikofaktor schon relativ bald hinter “bei Tönnies arbeiten”. Viele Menschen in einem Raum, die alle extra tief ein- und ausatmen. Das Rezept für Desaster, wie man ja auch weltweit schon öfter lesen konnte, wenn Chöre beschlossen haben, dass es trotzdem eine gute Idee sei, zu singen.
Es gibt eine ganz interessante Studie mit Mitgliedern des Bayerischen Rundfunkchors, die Aerosole und Spucketröpfchen beim Singen sichtbar gemacht haben, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie weit denn die Abstände sein müssten. Wer da mal rein schauen will, findet sie hier bei BR-Klassik.
Wir haben das so gelöst, dass in unserem, sehr gut lüftbarem, Chorsaal 4-10 Sänger weitläufig verteilen und 45 bis maximal 90 Minuten singen. Für unseren Chorleiter seeehr viel mehr Arbeit, aber zumindest kann es so weiter gehen und der Bremer Dom ist ja auch groß genug, dass sowohl der Chor (~24 Sänger in einem Konzert) als auch das Publikum sich weit verteilen können, um das Risiko zu minimieren. Auch diese Konzerte sind nie länger als 45-60 Minuten und enthalten immer auch viel Instrumentalmusik. Ein Kompromiss, um uns das Singen zu erhalten und Interessierten doch auch ein bisschen Musik bieten zu können. Und ich denke, dass der Chor hinterher davon profitieren wird, dass wir jetzt quasi dazu gezwungen sind, solistisch, oder maximal zu zweit in einer Stimme zu singen, da so jeder herausgefordert wird und sich nicht mehr an die paar starken Sänger anhängen kann.

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Willkommen 2020

*entstaubt den Blog* Letzter Beitrag Anfang April? Uff. sieht aus, als wäre es mir dieses Jahr zu gut gegangen, sodass all die tiefenpsychologischen Entwürfe nie ausgearbeitet wurden. Das mit der Diät lief auch nicht so besonders, dafür aber die Beziehung. Aber bevor ich mir wieder mal die Frage stelle, ob das hier alles noch einen Sinn ergibt, mache ich einfach weiter.

Wie immer ein kleiner Vergleich mit dem Post vom letzten Jahr, um zu sehen, was sich so verändert hat.

Katzen

Für Hugo war das Jahr ein nicht so schönes. Schilddrüsenprobleme brachten neue Medikamente und eine unerklärliche “Reizunterbrechung” in unregelmäßigen Abständen lässt ihn immer wieder resigniert zurück, nachdem die Hinterbeine für einige Sekunden nicht mehr ansprechbar sind und alles verkrampft. Wir haben noch nicht herausgefunden, was es ist. Das Herz ist wohl nicht Schuld und Epilepsie ist es auch nicht. Es scheint keine Schmerzen zu haben und nach wenigen Sekunden ist alles wieder normal. Aber es nervt ihn, gerade wenn es an manchen Tagen wirklich häufig auftritt und ohne Schlaf wird er knatschig.
Aber nunja, es scheint nicht gefährlich zu sein und keine Schmerzen zu verursachen, also kann man erstmal damit leben. Ich versuche, es mal zu filmen und an einen Neurologen zu schicken, aber da es immer nur kurz und sehr random ist, ist das gar nicht so einfach.
Abgesehen davon, geht es ihnen gut und sie leben ihr bestes Rentnerleben.

Auto

Wenig Änderung zu letztem Jahr. Kaum innerstädtisch, dafür waren dieses Jahr vermehrt Landstraßen dran. Not my favorite!

Sozialleben

Nach langen Gesprächen haben mein Ex und ich Anfang des Jahres wieder begonnen zu daten. Klingt komisch, aber wir wollten nicht direkt zurück in das, was vor dem Bruch war, sondern langsam anfangen. Besser kennen lernen und verstehen, mehr reden und keinesfalls mit “Business as usual” weiter machen. Ich denke, das war der richtige Weg und wir sind jetzt in einem deutlich besseren Gefüge, als damals.

Ansonsten gab es weiterhin gute Dinner-Dates mit unseren Freunden und viel zu viel Chor. (Ich befürchte, 2020 wird da einen Rekord hinlegen) Zum Glück singt der Mann ja auch und ist inzwischen so weit in die Bremer Chorszene integriert, dass wir im kommenden Jahr etwa 10 gemeinsame Konzerte haben werden. (Normale Chormenschen haben nicht mal alleine 10 Konzerte)

Dann gab es eine Hochzeit <3 Schwester und Schwager haben sich im Oktober getraut und so habe ich auch die Münchner Verwandtschaft mal wieder gesehen. Twitter war weiterhin ein konstanter Begleiter und ich habe einen Haufen netter neuer Menschen kennen gelernt. Einige sogar offline.

Sport und Abnahme

Failure! Auf der ganzen Linie. Die Komplette Abnahme von ’17 wieder rückgängig gemacht und im letzten halben Jahr auch nur noch ~5 Mal beim Sport gewesen. Dabei habe ich sogar ein spezielles (und teures!) Lauftraining absolviert. Das muss sich in diesem Jahr echt wieder regeln! Aber ich habe dafür sogar einen eigenen Twitteraccount angelegt. Er ist gesperrt und enthält vielleicht auch noch privaten Kram, ist aber hauptsächlich für Sport und Diät geplant, weil ich darüber ziemlich viel meckern muss 😉

Games

Ich hatte mir vorgenommen, meinen Steam Pile-of-shame um mindestens 5 Titel zu erleichtern und Spiele durchzuspielen, bzw. angefangene zu beenden. das Ergebnis ist nicht ganz das, was ich geplant hatte, aber ja, ich habe 7 Spiele beendet. (Keine Affiliate Links, ich hab nichts davon, wenn ihr sie nutzt)


Da ich vorher Layers of Fear gespielt hatte und sehr mochte, kam ich schnell darauf. War aber frisch gekauft und nicht vom PoS.
Ich merke immer wieder, dass man mich mit Jump-Scares nicht kriegen kann, obwohl ich eigentlich mega schreckhaft bin. Aber irgendwie bin ich nie genug in den Spielen drin, ich finde sowas nicht gruselig und mehr als ein gemurmeltes WTF erreichen sie meist nicht bei mir. Das heißt nicht, dass ich nicht meinen Spaß daran habe! Ich mochte das Spiel sehr, aber dieser ganze Horror/Jump scare Ansatz erreicht mich nicht.


The Whispered World hatte ich tatsächlich schon seit langem angefangen, das zählt also zum PoS. Ich habe immer wieder abgebrochen, weil ich nicht gut darin bin, die verquere Logik zu durchschauen und entweder Tage an der gleichen Stelle hing, oder zwischendurch halt aufgegeben habe und mithilfe eines Walkthroughs gespielt habe, was aber auf Dauer halt auch nur so semi lustig ist. Deswegen lag es ewig unbeendet rum. Ich mochte die Geschichte und die Figuren. In der SE gibt es auch Audiokommentare der Entwickler zu den verschiedenen Screens, die wirklich toll gestaltet sind.


Ich habe True Fear 1 verschlungen und musste 2 direkt kaufen. War also auch wieder eine Neuanschaffung, die einfach durchgespielt wurde. Wieder Jump scares, die nicht wirken, ein Asylum, eine tote Schwester. Ich mag das Setting sehr und die Atmosphäre.


Naja… ein Wimmelbildspiel hat. Ich mag die gerne und da gibt es weitaus schlimmere. Schlimme rumänische Akzente und extra theatralisches Auftreten, aber eine solide Story und einige Stunden Spielzeit. Aber auch nicht PoS, sondern aus dem Sommersale.


Noch ein Sommersale Wimmelbildspiel, an was ich mich nicht mal richtig erinnern kann. Hat also keinen großen Eindruck hinterlassen.


Und noch ein Sommersale Wimmelbildspiel. Das hatte zumindest schöne und atmosphärische Bilder.


Das ist aus dem Halloween oder Wintersale, aber jedenfalls auch neu. Schöne Bilder, solide Story. Halt auch wieder Hidden Objects.

Honorable Mentions


Noch nicht durch und schon seit 2016 oder so dran. Ich mag die Puzzle und setze mich immer wieder ran, aber kann das nicht lange am Stück spielen. Mal schauen, ob ich es dieses Jahr zu Ende bringen kann.

Natürlich weiterhin bei Diablo 3 und World of Warcraft unterwegs gewesen. Den Classic Server getestet und direkt wieder die Lust verloren, weil es damals einfach nur ätzend war! Ja, ich mag die neue Version lieber, wo man nicht sein Leben damit verschwendet, den gleichen Weg immer und immer wieder zu gehen und er einfach ewig dauert. Dass Kämpfe länger brauchen, man für Elite Gruppen braucht und man ständig trinken muss, damit kann ich ja noch leben, aber diese sinnlose Rennerei killt mich. Aber ich war nie jemand, der Vanilla glorifiziert hat. Ich erinnere mich noch gut an all den Frust. Was damals “besser” war, war halt, dass es neu war und man so vieles gemeinsam zum ersten Mal erreicht hat. Unser erster Ragnaros-Kill mit 40 Leuten im TS ist nach wie vor der Gänsehautmoment in den letzten 14 Jahren, aber das lässt sich nicht reproduzieren. Und das Gameplay war damals echt nervig!

Handyspiele: Pokémon Go und Wizards Unite haben mich das Jahr tatsächlich viel raus gejagt. Dazu ein paar Rätselspiele und nach 2700 Werbeanzeigen auch AKF Arena 😉

Serien und Filme

Auch hatte ich mir vorgenommen, einige Serien endlich zu beenden oder wieder auf den richtigen Stand zu kommen. Lief etwas so erfolgreich, wie bei den Spielen. Die meisten Sachen waren einfach neue Serien, die so durchgeschaut wurden und wenig vom PoS.

  • Doctor Who, Staffel 11 – Ich mag Jodie Whittaker als Doctor, aber sie hatte leider keine Story in dieser Staffel, im Gegensatz zu ihren Companions (Prime)
  • Sabrina, Staffel 2 – Als Teenager der 90er ist die Serie ein Muss und ich mag sie großteils (Netflix)
  • Queer Eye, Staffel 1 – Nicht so der Reality-Show Fan, aber diese Jungs sind der Hammer (Netflix)
  • Good Omen – Große Liebe! (Prime)
  • The Umbrella Academy – Warte sehnsüchtig auf Staffel 2 (Netflix)
  • Miss Fisher’s Murder Mysteries – Man kann Morde auch ohne Hightech lösen und die Charaktere sind Zucker (Netflix)
  • The Magicians – Coole Story und Figuren, freue mich auf die Fortsetzung (Prime)
  • Doom Patrol – Überraschend, aber gut (Prime)
  • The Order – Ja, ich mag Serien mit Magie (Netflix)
  • The curious creatures of Christine McConnall – Youtube trifft… ich weiß keinen Vergleich. Großartige Kuchen und sehr skurril (Netflix)
Honorable Mentions
  • Gotham – kann mich nicht auf Dauer halten, aber ich schaue immer wieder rein. Bin aber seit Jahren noch in Staffel 1 (Netflix)
  • Supergirl – naja, eigentlich nicht ganz so honorable, da ich es über Folge 1 bisher noch nicht heraus geschafft habe… packte mich nicht (Netflix)
  • Pokémon The Series: Indigo League – Naja, wenigstens mal rein schauen, was es damit so auf sich hat, ich kannte weder Spiele noch Serie (Netflix)
  • Supernatural – eigentlich liebe ich die Serie sehr, aber komme nach dem Bingen bis Staffel 10 vor ein paar Jahren nicht mehr so recht rein, also noch ein “paar” Staffeln offen (Netflix)
  • Black – Der Koreanische Reaper. Interessant, aber sehr asiatisch und nur mit Untertiteln, deswegen muss man sich dafür wirklich Zeit nehmen (Netflix)
  • Carnival Row – Tolles Settig und Charaktere. Nach der Story musste man ein bisschen suchen, aber doch, hat sich alles gut gefunden (honorable, weil erst 2020 beendet) (Prime)
Fazit

Es war ein gutes Jahr. Tolle Menschen, sängerische Erfolge, wenig Drama.
Von 2020 erwarte ich, neben viel zu viel Musik, nicht viel neues. Na gut, doch: nachdem ich die Sache mit dem Haus dieses Jahr noch verschoben hatte, muss ich in diesem Jahr anfangen, Leute zu suchen und Angebote zu sammeln. Der eigentliche Umbau wird wohl noch ein Jahr warten müssen, aber die ganze Planung vorher muss ja auch noch erledigt werden.

Ich wünsche euch ein erfolgreiches, gesundes und glückliches neues Jahr! Machen wir das beste daraus.

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Privat und Geschützt

Ich habe eine neue Kategorie ins Leben gerufen. Hier werden nur passwortgeschützte Einträge auftauchen, die entweder mehr über mich erzählen oder mir zum Auskotzen dienen. Alles keine super geheimen Texte, aber nicht für jeden geeignet und zum Teil auch TMI (too much information).
Diese Einträge werde ich auch nicht zu Twitter weiter leiten, da muss also jeder, den es interessiert, selbst vorbei schauen.
Das wird interessant für Menschen, die mich entweder eh schon kennen und damit vielleicht mehr anfangen können, aber auch für die, die mich als Menschen hinter diesem Blog näher kennen lernen möchten.
Voraussichtlich wird es für alle Einträge ein gemeinsames Passwort geben, sodass jemand, der mal Zugang bekommen hat, einfach alles lesen kann. Sollte es noch spezielle Themen geben, die ich wirklich nur an Ausgewählte weitergeben möchte, dann wird das dabei stehen und es gibt ein eigenes Passwort.
Traut euch ruhig, euch dafür zu melden, wenn es euch interessiert.
Noch hab ich nicht ganz durchdacht, wie ich das mit den Titeln mache, da die ja für alle sichtbar sind und ggf schon zu viel verraten. Mal schauen. Aber jedenfalls werden da die Tage ein paar Beiträge rein kommen, die zum Teil schon seit Jahren hier rumliegen und nie veröffentlicht wurden. Also schaut ab und zu mal in der neuen Kategorie rein, denn sie werden voraussichtlich auch nicht im Feed oder der normalen Hauptseite auftauchen.

Wer ein Passwort möchte, kann unter diesem Eintrag kommentieren und mit eine Mailadresse da lassen, mich anmailen oder mich via Twitter oder IG privat kontaktieren.

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Rückblick 2017 – Vorschau 2018

Und wieder ist ein Jahr rum. Schauen wir uns mal an, worum es beim letzten Rundblick ging:

Oh, ich war ganz excited über meine Fitnesstudio-Mitgliedschaft… war 2017 jedoch kein einziges Mal mehr dort und habe dann auch schnellstmöglich wieder gekündigt. Das war echt so gar nicht meins. Und wenn man die Übungen nur mit nem halben Arsch macht, kann man es auch sein lassen.

Muffins Diabetes hat sich ganz gut entwickelt. Ist nicht immer ganz einfach, dass man zu festen Zeiten spritzen muss, aber dank meines besten Freundes, der auch im Haus wohnt, klappt es doch ganz gut. Der Kater ist glücklicherweise super fit und scheint davon gar nicht weiter beeinflusst. Sogar das Überdosis-Drama, Anfang des Jahres, hat er gut weggesteckt. Oh, ich sehe gerade, davon habe ich nie erzählt. Also, als besagter Freund das erste Mal spritzen sollte, hat er 30 statt 3 Einheiten genommen und Muffin musste für einige Tage ins Krankenhaus. Hat er zum Glück schnell kapiert, dass da was nicht richtig war und ist sofort in die Klinik gefahren, so ist da nichts schlimmes passiert.

Bei Hugo ist zu dem ursprünglichen Herzfehler, den er eh schon hatte, eine chronische Erkältung dazu gekommen, die dauerhaft mit Kortison behandelt werden muss. Nicht schön, aber auch ganz gut händelbar. Also zwei Tabletten für den einen und zwei Spritzen für den anderen… aber sonst geht es ihnen gut hier.

Aber die eigentlichen beiden großen Themen des Jahres für mich waren Abnahme und Auto.

Am 3. April habe ich beschlossen, dass ich das mit dem Abnehmen jetzt wirklich durchziehe. Dazu gab es das Buch “Fettlogik” und einen Account bei MyFitnessPal. Dazu gab es im Laufe des Jahres auch zwei Einträge (Gewichtsgedanken und 10 Kilo geschafft) und ich will das jetzt nicht weiter ausführen. Ich bin zum Ende des Jahres zwar nicht bei meinem Zielgewicht gelandet, aber ich konnte Nov/Dec mit einer Nullrunde abschließen, was bei der Menge an Plätzchen, die ich so verdrückt habe, schon absolut großartig ist. Auch habe ich die 60 unterschritten und bin damit im oberen Bereich meines “Normal-BMIs” gelandet. Warum das alles noch nicht reicht und ich nach anderen Messmethoden immer noch fett bin (waist-to-hip oder waist-to-height z.b.), könnt ihr in den verlinkte Einträgen nachlesen.
Sportlich bin ich inzwischen wieder bei einem Programm auf meiner Wii angekommen, was mich auch 2011 schon begleitet hatte. 30 Minuten Ausdauer und Kraft gemixt an allen Abenden, an denen ich die Zeit dafür habe.

Und das Auto… bzw. das Autofahren. Im Januar habe ich mir einen Polo mit Automatik gekauft, weil mich dieses Anfahren verrückt machte und mich davon abhielt, öfter zu fahren. Wenn ich alleine bin und übe, hat es immer super geklappt, sobald Menschen hinter mir an der Ampel stehen, hab ich völlig versagt. Also haben wir uns überlegt, den Seat wieder zu verkaufen und ein echtes, neues (so gut wie) Auto beim Händler zu kaufen. Ein silberner Polo von 2014 ist es geworden und wir haben uns gut angefreundet. Ich fahre nach wie vor nicht viel und gerade die Stadt stresst mich immer noch sehr, aber ich habe zwei Touren nach Gütersloh gemacht (~230Km) und war über Weihnachten sogar in Berlin (~410Km). Es braucht immer ein bisschen, bis ich drin bin (weswegen das in der Stadt eh nichts wird, weil ich nicht lang genug fahre, um rein zu kommen), aber dann bin ich auch entspannt. Gerade auf die Hinfahrt nach Berlin bin ich recht stolz. Eine kurze Pause 15km nach Start, um zu Frühstücken und dann in einem Rutsch durch. Zurück war ich eigentlich zu müde und hatte nichts gegessen. Das war schlecht, aber ich habe es trotzdem durchgezogen, auch wenn eine Pause angebracht gewesen wäre, weil es nur noch 45 Minuten waren. Außerdem war wenig Verkehr. Wäre mehr los gewesen oder die Strecke noch länger, hätte ich auf jeden Fall angehalten, denn ich war völlig im Eimer. Aber jetzt habe ich das wenigstens auch mal erlebt.

Ansonsten… habe ich mal eine Chorpause gemacht, was sehr angenehm war. Es sind schon viele Termine und es ist ja auch nicht nur Spaß, sondern auch sehr anstrengend.

Bücher wurden es dieses Jahr nicht so viele, aber dafür habe ich wieder vermehrt gestrickt. Socken für kleine und große Menschen. (Ich bin ehrlich froh über meine Schuhgröße 37!)

Alles in allem war es ein gutes Jahr für mich und ich habe tolle Menschen um mich herum <3 Für das nächste Jahr sehe ich keine großen Änderungen. Business as usual. Stricken, lesen, singen, arbeiten, kuscheln, Auto fahren, Katzen versorgen, noch ein bisschen abnehmen, Sport treiben...

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Selbstachtung / Therapie

Selbstwertgefühl. Selbstachtung. Sich selbst lieben.
Nur wer sich selbst liebt, kann auch andere lieben.

Keine unbekannten Worte / Sätze, aber was macht denn bitte Selbstachtung aus?

Ich persönlich denke, dass ich mich achte und wertschätze. Ich nehme mir Zeit für mich, tue Dinge, die mich glücklich und zufrieden machen und vermeide Situationen, von denen ich weiß, dass sie mir nicht gut tun und viel Kraft kosten. Ich habe mich sehr gerne und wir sind gute Freunde. Und wenn ich mich mit anderen vergleiche und sehe, was da für negative Gefühle gegen sich selbst gerichtet sind und wie wenig manche Menschen von sich halten, dann denke ich mir immer, wie gut es mir geht und dass ich da auf jeden Fall etwas richtig mache.

Klar bin ich nicht perfekt, aber ich kann mir Fehler verzeihen. Ich verletze mich nicht absichtlich, ich zerstöre nicht mein Ego, indem ich mir selbst sage, wie unfähig und wertlos ich bin. Alles Dinge, die ich bei anderen immer wieder sehe und die mich erschrecken. Schlimm genug, wenn andere einem das einreden, aber man selbst…

Aus Gründen war ich vor einigen Tagen bei einer Therapeutin. Und die Hypothese lautete: Sie lieben/achten/wertschätzen sich nicht und ihr Vater ist Schuld. Sie brachte auch gleich die entsprechenden Psychologischen Konzepte und ja, ich weiß, dass meine Eltern an vielen Stellen hätten besser handeln können und ganz von der Hand zu weisen ist ihre Argumentation auch nicht, aber seien wir mal ehrlich: irgendwas ist immer und ich weigere mich, mir deswegen absprechen zu lassen, dass ich ein gutes Verhältnis zu mir habe.

Sie wollte, dass ich mir vorstelle, wie ich und mein Leben wären, wenn ich mich lieben würde und nicht alles kontrollieren wollen würde und mich nur nach sozialen Normen richten würde.
Konnte ich ihr nicht beantworten, denn dafür reichte meine Vorstellungskraft nicht aus.

Aber was müsste ich denn bitte tun, um mich selbst zu achten? Was bedeutet denn Selbstachtung / -wertschätzung? Darauf wollte sie mir keine Antwort geben, sondern stellte neue Gegenfragen.

Also habe ich bei Twitter nachgefragt. Was glauben andere Menschen, dass Selbstachtung und Selbstwertschätzung sei. Was tun sie für sich, weil sie sich lieben?

Überraschung: sie tun die gleichen Dinge, die ich auch tue. Anscheinend glaube nicht nur ich, dass sich Zeit für sich selbst zu nehmen und Dinge zu tun, die einen glücklich machen und die Welt mal außen vor zu lassen, genau das ist, was man tut, weil man sich selbst wichtig nimmt.

Daraus ergibt sich jetzt natürlich eine Art Widerstandshaltung, die für Therapien immer ganz hervorragend ist. Aber ich hasse es, mir Dinge unterstellen zu lassen, die so nicht wahr sind, nur weil sie in irgendein Konzept passen.

Und wenn dann meine eigenen Gedanken zum Thema abgetan werden mit “nein, so ist das auf keinen Fall, denn das was du beschreibst hat nur was mit neurologischen/physischen Ursachen zu tun”, was aber schlichtweg falsch ist, dann ist die Bereitschaft, viel Geld zu investieren, eher gering, auch wenn die Neugierde da ist, ob sie es tatsächlich schafft, aus mir einen besseren Menschen zu machen – was ich aber mal so überhaupt nicht sehen kann.

Ich bestehe nicht auf meine Selbstdiagnose, aber ich habe genug recherchiert um zu verstehen, dass neurologische Probleme zwar ein Grund sein können, aber keinesfalls immer vorhanden sein müssen (und großteils auch nicht sind) um die Diagnose zu stellen.

Ganz ehrlich, ich habe ein bisschen Schiss, denn das, was sie da als Ziel formuliert hat, ist etwas, was komplett außerhalb meiner Vorstellung ist. Wenn man in eine Therapie geht, hat man ja normalerweise eine Idee, wie es am Ende aussehen soll. Ein depressiver Mensch kennt seine “guten” Tage und weiß, dass er dadurch mehr davon haben kann. Als ich vor Jahren eine Verhaltenstherapie gemacht habe, wusste ich, dass ich danach in der Lage sein sollte (das Ergebnis war nicht überzeugend, aber das ist eine andere Geschichte) besser mit psychisch kranken Menschen umzugehen und Grenzen zu ziehen.

Aber diesmal? Das klingt, als würde sich ein ganz grundlegender Teil meiner Persönlichkeit ändern. Ja, Liebe ist was gutes und es kann eigentlich nur positiv ausgehen, aber wie soll das aussehen? Ich weiß es nicht. Und da ich ja schon sehr zufrieden bin, tue ich mich schwer damit, ggf 2000€ in etwas zu investieren, was völlig außerhalb meiner Vorstellungskraft ist und von dem ich nicht sicher bin, dass ich es auch wirklich erreiche. Ja, ich muss alles selber bezahlen, da es sich hierbei um eine Privatbehandlung handelt.

Die ersten Hausaufgaben bestanden darin, Dinge an mir zu finden, die ich hübsch finde. Ja, kann ich, kein Problem. Das Ziel dabei ist es, positive Gefühle zu generieren, aber dafür finde ich Schönheit leider echt nicht wichtig genug. Und das Konzept, mir auf etwas auf etwas einzubilden, für das ich nichts kann, finde ich ein bisschen albern. “Ätsch, ich bin hübscher als du”, ist genauso blöd wie “ätsch, ich bin Deutsche und du nicht”. Also aus meinem Aussehen Stolz und positive Gefühle generieren… naja, mal schauen.

Morgen ist der nächste Termin und nachdem ich mich direkt am Tag nach dem letzten schon per Mail über ihre Misinterpretation meiner Selbstdiagnose aufgeregt habe, wird das bestimmt recht lustig. Naja, ich werde hingehen und ihr zumindest für ein paar Sitzungen eine Chance geben, bevor ich ein endgültiges Resümee ziehe.

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Von “Feuer und Flamme” zu “meh” in einer Woche

Ich bin jemand, der sich recht gut und schnell für Dinge begeistern kann. Allerdings meist nicht besonders lang.

Zeig mir 3 tolle YT Videos zu einem Thema und ich kaufe alles, was man dafür braucht und gebe nach etwa 3 Tagen auf, weil ich es (selbstverständlich, ohne Übung) nicht kann. Bis dahin habe ich dann auch etwa 683 weitere Videos geschaut und werde die Empfehlungen das nächste halbe Jahr nicht los, aber dann ist es mir auch ziemlich schlagartig wieder komplett egal und ich traure dem Hobby nicht frustriert nach.

Ein Beispiel war dafür Ende 2015 das Hand-Lettering; also schöne Buchstaben fabrizieren. Ich habe jetzt 4 oder 5 solcher Pinsel-Stifte und 2 Bücher zu dem Thema, aber in der Realität bin ich nie damit warm geworden. Dafür fehlt mir die Kreativität. Man muss vorher eine Idee haben, wie das Ergebnis aussehen soll und dann kann man sich dran machen, es zu erreichen. Ich habe aber nie eine Vorstellung, sondern kritzle halt einfach drauf los und das sieht natürlich immer kacke aus. Ich kann mir vorher nicht detailliert vorstellen, wie ich das Ergebnis haben möchte. Geht nicht! Ist beim Zeichnen auch so. Ich wäre bestimmt nicht ganz so grottig, wenn ich einfach vorher eine Idee hätte, wie das Bild hinterher aussehen soll. Meine Schwester kann das. Die ist kreativ und dann halt frustriert, dass sie es ggf nicht so umsetzen kann, wie es in ihrem Kopf aussieht, aber sie weiß genau, was sie möchte und wie es aussehen soll.

Ein anderes Beispiel sind Medien. Wenn ich Serien schaue/lese oder Podcasts höre, dann ist das so eine Art Binge und ich verbringe jede freie Minute damit. Auf neue Teile warten müssen, ist ganz schrecklich. Also jedenfalls ungefähr eine Woche lang. Danach ist es mir einfach egal und wenn dann tatsächlich ein neuer Teil oder eine neue Staffel kommt, dann ist es oft so, dass ich mich nicht mal dafür begeistern kann, es weiter zu schauen/lesen/hören, obwohl ich es vielleicht sogar schon gekauft habe. Das ist ein bisschen Schade. Denn dann wieder in diese Besessenheit rein zu kommen, ist gar nicht so einfach. Und so gibt es von Serien, die ich verschlungen habe, inzwischen oft schon 3+ neue Staffeln und ich habe noch nicht einmal wieder rein geschaut. Buchserien sind inzwischen schon endlich abgeschlossen und ich war damals so heiß darauf, zu erfahren, wie es weiter / zu Ende geht, aber jetzt liegen die Bücher auf meinem Kindle und werden komplett ignoriert.

Genauso Spiele. Ich habe Portal geliebt und tagelang gezockt, aber mit Teil 2 bin ich heute noch nicht durch, weil da auf einmal die Lust weg war. Bioshock 2 genauso. Irgendwann musste ich mal aufhören, weil es ständig abstürzte und danach war es spontan egal.

Und manchmal geht mir das sogar mit Menschen so… Ich verbringe viel Zeit mit jemanden und chatte jeden Tag und auf einmal ist er uninteressant und mehr als ein Herzchen bei Instagram ist nicht mehr drin. Das liegt nicht mal daran, dass ich Dinge über ihn gelernt habe, die mich abstoßen (klar, sowas gibts auch, dass jemand auf den ersten Blick total toll erscheint und sich dann über die Zeit als Nervtröte entpuppt) sondern es ist wie so ein Schalter, der umgelegt wird, weil der Vorrat an Interesse alle ist. Von “yay, mein neuer bester Freund” zu “hö, wer war der noch gleich?” in 3 Tagen. Keine Ahnung, woran das liegt.

Es gibt einige Dinge, die kontant bleiben oder zumindest von selber alle paar Monate/Jahre immer wieder kommen (WoW, Stricken, Doctor Who) aber wenn ich mir die Liste der Sachen in meinen Notizen so anschaue, muss ich mich echt mal gezielt ran setzen und zumindest die inzwischen abgeschlossenen Serien endlich mal fertig schauen/lesen/hören.

Wahrscheinlich ist das alles gar nicht so ungewöhnlich, aber ich empfinde es bei mir als verhältnismäßig extrem.
Wie sieht das denn bei euch aus?

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Spamkommentare II

Ok, manchmal schüttel ich doch wieder den Kopf. Der eine lobt immerhin mein Theme und wie schnell mein Blog im IE lädt (äh ja, super *thumbs up*)

Aber ganz hervorragend finde ich gerade ein paar religiöse Kommentare, die schon fast Romanlänge haben. Hier nur mal ein ganz kurzer, aber über/an/von diesen Richard sind hier ganz viele, zu den verschiedensten Beiträgen. WTF?! Da lob ich mir die Casino Werbungen.

D. G. Hart: Richard S., do you think Edwards would have wept at a baseball game? RS: Yes, over the souls of those who played on the Sabbath, those who wasted so much money on beer, and over those who profaned the name of the Lord while cheering/cursing. But other than that, probably not

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Amsterdam

Ich war verreist! Ja, nur 3 Tage, aber hey. Und es war auch noch jemand dabei!

Im Herbst unterhielt ich mich mit L. über Holland, da er dort zu einem Kunden fahren musste. Auf seinen Kommentar, dass er das Land eigentlich gar nicht kennt, buchte ich spontan ein Zimmer für Dezember.

Vor einer Woche, am 19. ging es dann also los. Wir trafen uns unterwegs im Zug und fuhren gemeinsam nach Amsterdam. Ich war schon ein paar mal dort und finde die Stadt einfach super. Wetter war auch trocken und oft sonnig, also was will man mehr.

Die ersten 20€ ließ ich direkt in einem Laden ganz am Anfang, der UK/US Süßigkeiten verkaufte. Pfefferminz/Erdnussbutter/Mandel M&Ms <3 L. war cleverer und erledigte den Einkauf auf dem Heimweg.

Zwar hatten wir uns grob überlegt, was wir vorhaben, aber so richtig nen Plan hatten wir nicht, also erstmal zum Hotel gelaufen und dann im Vondelpark ans Wasser und erstmal überlegt, wie es weitergeht.

Erstmal einigten wir uns auf Essen. Da sind wir zum Glück sehr kompatibel und so gingen es zu einem unglaublich pompööös eingerichteten Sushiladen mit All you can eat. Ja, nicht ganz Niederländische Nationalküche, aber die kam dann später. Omnomnom, war das gut!

Danach hatten wir eigentlich das Van Gogh Museum angedacht, aber irgendwie wurde es dann doch nur der Shop und ein Bummel über den anliegenden Weihnachtsmarkt (naja, das, was da so unter Weihnachtsmarkt läuft – als Deutscher ist man da ja schon sehr verwöhnt). Der Shop ist neben dem großen I Amsterdam Zeichen, von dem man nur sehr menschenreiche Fotos bekommt.

Für den Abend haben wir uns dann eine Kanalfahrt durch das Amsterdam Light Festival gegönnt. Lichtkunst entlang der Hauptgrachten. Sehr schön.

A video posted by Miss Evil (@serpina) on

Tag 2 startete mit einem eher miesen Frühstück im Hotel, wunderbarer Sonne und einen extrem nervigen schwäbischen Kiffer, der mit schlechten Witzen ein paar Spenden für den nächsten Joint sammelte.

DHL liefert auch über Wasser, was gerade im Innenstadtbereich auch deutlich entspannter ist, als mit dem Auto zu fahren. Meine Fresse, der Verkehr ist da heftig.

Weiter ging es dann mit einem besucht im Science Museum NEMO (Hier die Wasseruhr im Eingangsbereich)

dem scheußlichsten Kaffee ever, Burger und Pommes und einem Besuch im Rotlichtviertel – halt um mal da gewesen zu sein. Wir haben uns nicht die groß angepriesene Banana-Show angeschaut.
Auf dem Rückweg dann noch ein bisschen Besinnlichkeit.

Am letzten Tag gab es dann nicht nur endlich echte niederländische Pfannkuchen zum Frühstück, sondern auch gute Pommes mit Erdnusssauce zu Mittag <3 Ein Vogel gab sich sogar Mühe, und einen Schwank aus seinem Leben zu erzählen, um was abzubekommen (und er war deutlich netter und besser als der Schwabe vom Vortag), aber er bekam nichts.

Bevor dann der Abschlusseinkauf beim Delikatessenhändler (Delikatessen und US Food passt ja auch wie die Faust aufs Auge) kam, waren wir noch im Katzenmuseum, wo es sogar ein paar lebende Exemplare gab.

Der Abschied war dann dunkelgrau und regnerisch, was die Trennung nicht so schwer machte.

Dafür war die Heimfahrt dann noch ein Abenteuer, da ein Auto auf die Schienen gefahren war und so der Zugverkehr erstmal brach lag. Also mit dem Bus nach Bad Bentheim und von da dann weiter in die verschiedenen Richtungen. Ich habe fast noch den Fehler gemacht, von Osnabrück den RB mit 2:30 Laufzeit zu nehmen, anstelle des geplanten IC, der nur 50 Minuten unterwegs ist. Aber noch rechtzeitig gemerkt und so nur 2 Stunden Verspätung, statt 4.

Nach wie vor eine tolle Stadt und mit L. auch eine sehr angenehme Begleitung. 5 *****, gerne wieder 😉

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